WHO: Online-Werbung für Kinder muss stärker kontrolliert werden

"Die Vermarktung von Lebensmitteln mit übermäßigem Energie-, Fett-, Zucker- oder Salzgehalt hat nachweislich schädliche Auswirkungen auf Kinder, denn sie fördert die Entwicklung ungesunder Präferenzen und Gewohnheiten", warnte die WHO im vergangenen Jahr.
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Zuviel Zucker und Fett für Kinder warnt die WHO.Foto: Christoph Schmidt/dpa
Epoch Times4. November 2016

Kinder müssen nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besser vor Online-Werbung für ungesunde Lebensmittel geschützt werden. Digitale Analysemöglichkeiten und Standortdaten von Mobilgeräten erlaubten es Unternehmen, Zielgruppen mit großer Präzision auszumachen, warnt das europäische WHO-Büro in einem am Freitag veröffentlichten Bericht. Darin fordert sie ein Mindestalter von 16 Jahren für Werbung für Produkte mit hohem Fett-, Zucker- oder Salzgehalt.

„In den digitalen Medien hat sich ein ausgedehntes, hoch komplexes Werbesystem entwickelt, durch das viel gezielter als im Radio oder Fernsehen ein spezielles Publikum erreicht werden kann“, heißt es in dem Bericht. So seien etwa Fastfood-Ketten in der Lage, über Standortdaten von Mobiltelefonen Werbung und Angebote in Echtzeit an die Nutzer zu verschicken, die sich gerade in der Nähe von Filialen aufhielten.

Ziel sei es, „Kinder mit emotionalen und unterhaltsamen Erlebnissen zu begeistern und sie dazu zu ermutigen, diese Erlebnisse mit ihren Freunden zu teilen“. Vielen Eltern sei nicht bewusst, dass die Daten ihrer Kinder beim Besuch bestimmter Internetseiten oder Spielen gesammelt werden. Deshalb sei es erforderlich, dass sich Regierungen stärker einschalteten und Kontrollorgane einrichteten, verlangt die WHO.

Bereits in früheren Berichten hatte die WHO gefordert, ungesunde Lebensmittel mit einem Werbebann zu belegen. Immer mehr Kinder leiden unter Übergewicht. Die WHO sieht dabei einen Zusammenhang mit der Vermarktung von sehr kalorienhaltigen Produkten: „Die Vermarktung von Lebensmitteln mit übermäßigem Energie-, Fett-, Zucker- oder Salzgehalt hat nachweislich schädliche Auswirkungen auf Kinder, denn sie fördert die Entwicklung ungesunder Präferenzen und Gewohnheiten“, warnte die WHO etwa im vergangenen Jahr. (afp)

 

 



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