Wie Vitamin D3 bei allergischem Asthma hilft

Fehlt Vitamin D3, dann haben es an Asthma erkrankte Menschen schwerer. Eine neue Studie der Uniklinik Erlangen zeigt Zusammenhänge auf.
Wie Vitamin D3 bei allergischem Asthma hilft
Symbolbild.Foto: iStock
Von 6. Mai 2023

Ein Mangel an Vitamin D3 kann unter anderem bei Menschen mit allergischem Asthma zu schwereren Symptomen führen, wie Studien bislang zeigten. Doch wie genau dieses Vitamin die Entzündungsreaktion des Körpers beeinflusst, ist bislang nicht vollständig aufgeklärt. Ein Forschungsteam des Uniklinikums Erlangen zeigte nun erstmals, wie die Einnahme des Vitamins bei allergischem Asthma hilft und Symptome bessert.

Hierfür untersuchten die Forscher an Asthma erkrankte Vorschulkinder und Erwachsene im Kontext des Vitamin-D3-Blutspiegels und der Einnahme von Vitamin-D3.

Das Ergebnis: Kinder und Erwachsene, die Vitamin D3 als Nahrungsergänzung zu sich nahmen, wiesen eine geringer ausgeprägte Asthma-Symptomatik und einen geringeren Asthma-Schweregrad auf. Somit benötigten sie auch weniger steroidhaltige Medikamente, die häufig zur Behandlung in Form von Inhalation verschrieben werden.

In bestimmten Blutzellen von Personen mit einem höheren Vitamin-D3-Spiegel fanden die Wissenschaftler zudem vermehrt das Protein Blimp-1, das die Immunantwort von T-Zellen steuert.

Um den Mechanismus besser zu verstehen und wie sich die Gabe des Vitamins auf die Immunantwort auswirkt, folgte eine genauere Untersuchung an Mäusen. Auch hier führte das Vitamin dazu, dass das Asthma weniger schwer ausgeprägt war. Zudem fanden die Forscher weniger allergiefördernde Antikörper (IgE), die für bestimmte Allergien wie Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis verantwortlich sind. Zusätzliches Vitamin führte sogar dazu, dass das Immunsystem antientzündlich reagierte.

Interessanterweise wies die Arbeitsgruppe auch erstmals einen Effekt des Vitamins auf langlebige Gedächtnis-T-Zellen nach, welche die langfristige Immunantwort bei Asthma maßgeblich beeinflussen. Konkrete Therapieempfehlungen lassen sich aus diesen Untersuchungen jedoch nur begrenzt ableiten. – Betroffene sollten sich daher bei Fragen immer an ihren Arzt wenden.

(Mit Material der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)



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