Ernährungsexpertin ermahnt Eltern mit Babys: Lieber auf Quetschis verzichten

Epoch Times3. März 2019 Aktualisiert: 3. März 2019 10:22
Eltern sollten bei ihren Babys lieber auf die sogenannten Quetschis verzichten – denn das Füttern mit dem Löffel hat verschiedene Vorteile. Oft weisen diese außerdem einen sehr hohen Zuckergehalt auf.

Die Leiterin des Bundesinstituts für Kinderernährung am Max-Rubner-Institut (MRI) ermahnt junge Eltern zu gesunden Essgewohnheiten. „Schwangere und stillende Frauen sollten versuchen, bei ihrer Ernährung auf mehr Vielfalt zu achten“, sagte Regina Ensenauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Gerade auch wegen der geschmacklichen Bandbreite.

Schon im Mutterleib und später durch das Stillen nehmen Kinder Geschmacksstoffe durch das Fruchtwasser und die Muttermilch auf. Je vielfältiger sich Mütter ernähren, desto offener scheinen Kinder später für Vielfalt beim Essen zu sein.“

Eltern mit Säuglingen sollten versuchen, auf die so genannten Quetschis zu verzichten. „Füttern Sie ihr Kind so oft es geht mit dem Löffel“, so Ensenauer. Denn: Füttern rege nicht nur die Mundmotorik an, durch den direkten Blick- und Sprechkontakt mit den Eltern lerne das Kind beim Füttern gleichzeitig auf vielen Ebenen dazu.

Quetschis –– so werden die Plastikbeutel mit Fruchtmus, Reisbrei oder Kartoffelpürree genannt, die seit einigen Jahren auf dem Markt sind und als praktische Kindernahrung für unterwegs gelten. Es gebe mittlerweile Eltern, die drei bis vier Mahlzeiten mit diesen Fruchtbeuteln gestalten.

Problematisch sei nicht nur, wenn Quetschis das klassische Brei-Füttern ersetzten. „Fruchtbreie aus Quetschbeuteln weisen häufig sehr hohe Zuckergehalte auf.“

Tipps für Vorschulkinder und Teenager

Für Eltern mit Vorschulkindern gelte:

Eltern sollten ihr Kleinkind öfter mal teilhaben lassen, wenn sie das Essen für die Familie zubereiten.“

Denn: Kinder lernen in diesem Alter besonders gut durch Imitation. „Wenn ein Kind erlebt, dass die Eltern gerne selbst kochen, wird es dadurch für später geprägt.“

Kinder sollten deshalb miterleben, wie Eltern Salat schnippeln, Kartoffeln schälen oder Fleisch anbraten. Und zwar als Alltagshandlung,– nicht als außerordentliches Event.

Eltern mit Teenagern rät die Ernährungsexpertin: „Mit älteren Kindern kann man in der Fastenzeit bewussten Verzicht üben. Sinnvoll wäre es zum Beispiel, ein paar Wochen lang auf Süßigkeiten und Limonade zu verzichten.“ Am Anfang könne das vielleicht hart sein. „Aber wenn es die ganze Familie macht, kann es auch eine gemeinsame Herausforderung sein, die Spaß macht.“ (dts)

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