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Preisverleihung in New York

DDR-Kinderserie aus Deutschland gewinnt prestigeträchtigen Emmy

Die MDR-Kinderserie „Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?“ hat bei den International Emmys den Preis in der Kategorie „Kids: Factual & Entertainment“ gewonnen. Die sechsteilige Produktion setzt sich damit gegen Beiträge aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika durch.

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Bei den 53. International Emmys gewann auch eine MDR-Jugendserie. (Archivbild)

Foto: Andrew Gombert/EPA/dpa

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Lesedauer: 3 Min.


In Kürze:

  • Die MDR-Serie „Auf Fritzis Spuren“ gewinnt den International Emmy in New York.
  • Sie stellt das Leben in der DDR kurz vor der Wende kindgerecht dar.
  • Weitere Preise gingen u. a. an Produktionen aus Großbritannien, Australien und Netflix.

 
Die MDR-Serie „Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?“ hat einen Emmy für ausländische TV-Produktionen gewonnen. Die Serie konnte sich bei der Preisverleihung in New York in der Kategorie „Kids: Factual & Entertainment“ einen International Emmy sichern. Damit setzte sie sich gegen Konkurrenz aus Brasilien, Großbritannien und Südafrika durch.
„Auf Fritzis Spuren“ beschreibt für ein junges Publikum in sechs teils animierten Folgen die Zeit im geteilten Deutschland kurz vor der Wende. Drehbuchautor und Produzent Ralf Kukula sagte in seiner Dankesrede, dass er sich selbst an die letzten Tage der DDR erinnern könne. „36 Jahre später stehe ich hier und finde das absolut wahnsinnig“, meinte er. „Wir wollten zeigen, wie es war, als Deutschland das glücklichste Land der Welt war. Ich finde, es ist sehr wichtig, dass wir in der Lage sind, uns wieder daran zu erinnern.“

ARD-Miniserie „Herrhausen“ unterliegt britischer Produktion

Die andere nominierte deutsche Produktion ging in Manhattan dagegen leer aus: Die ARD-Thrillerserie „Herrhausen – Der Herr des Geldes“ über das Attentat auf den früheren Vorstandschef der Deutschen Bank musste sich dem britischen „Lost Boys & Fairies“ in der Kategorie „Fernsehfilm/Miniserie“ geschlagen geben. Der Preis in der Königskategorie beste Dramaserie gewann „Rivals“ über den Alltag konservativer Adeliger im Großbritannien der 1980er-Jahre.
Der International Emmy als beste Comedyserie ging an die britische Krimi-Comedy „Ludwig“. Hier gibt es künftig einen Deutschland-Bezug: Die erste Staffel der Serie lief beim ZDF – und der Sender stieg für die zweite Staffel als Koproduktionspartner ein.

Weitere Preise für „Bluey“ und Gaza-Doku

Zur besten Dokumentation wurde „Hell Jumper“ über einen getöteten britischen Freiwilligen im Ukraine-Krieg erklärt. Zu den weiteren ausgezeichneten Produktionen gehörten das australische „Bluey“ als beste Animationsserie für Kinder, eine britische Produktion zum Alltag in Gaza als beste Berichterstattung zu aktuellen Ereignissen und eine Netflix-Dokumentation über den Kuss des spanischen Fußballfunktionärs Luis Rubiales auf den Mund von Fußballerin Jennifer Hermoso nach deren WM-Sieg.

International Emmys sind kleine Schwester der US-Preisverleihung

Die International Emmys sind der weltweite Ableger und damit die kleine Schwester der Emmy-Hauptverleihung. Für die 53. Preisvergabe mit Fokus auf Produktionen, die nicht aus den USA kommen, waren in 16 Kategorien Beiträge aus 26 Ländern nominiert. (dpa/red)

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