Seetang statt Plaste oder Pappe: Fish & Chips in Australien

Seetang kann man nicht nur essen, sonden auch zur Verpackung pressen. Genau das tat Jessica Zinga, Design-Studentin an der University of New South Wales (Australien), die Verpackungen für die kleine Mahlzeit am Strand gestaltet: Fish-and-Chips, angeboten im Seetang.

„Als erneuerbares Material habe ich Seetang benutzt, der kein frisches Wasser zur Bewässerung erhält, nicht mit Pestiziden behandelt wurde und keinen fruchtbaren Boden benötigt“, so Jessica Zinga. Sie stellt ihr Projekt „Sea Harvest“ derzeit im Australia Design Centre in Sydney aus. Sie erklärt:

Ich sehe in Seetang die Möglichkeit, einen nachhaltigen Mehrwert aus einem Produkt zu ziehen, welches überall auf der Welt verwendet werden kann.“

Der Seetang-Anbau sei „vor allem Fischern in tropischen Entwicklungsländern als neue Einkommensquelle empfohlen“ worden, Rohmaterial sei genug vorhanden. Der geerntete Seetang wird zusammengedrückt und geformt, um schüsselähnliche Behälter zu gestalten, die sich perfekt für Take-away Essen am Strand eignen.

Die biologisch abbaubaren Verpackungen bestehen zu 100% aus Seetang, welcher – anders als Plastik und Polystyrol – dem Ozean wieder zugeführt werden kann. Es entsteht ein geschlossener Kreislauf, schreibt der australisch-neuseeländische Hochschulverbund. Dadurch kann ein Strandbesucher seine Verpackung nach der Mahlzeit ohne schlechtes Gewissen wieder ins Meer bringen.

Zinga nutzte den geernteten Seetang außerdem für die Herstellung von natürlichen Farbstoffen für Textilstoffe. (ks)

Quelle: https://www.epochtimes.de/lifestyle/seetang-statt-plaste-oder-pappe-fish-chips-in-australien-a2302820.html