Grégoire Delacourt: Das ist der Schriftsteller, den Scarlett Johansson verklagt hat

Epoch Times3. Juli 2014 Aktualisiert: 3. Juli 2014 16:30

Scarlett Johansson hat am Mittwoch ihren Prozess gegen einen französischen Schriftsteller gewonnen, der es gewagt hatte, eine Romanfigur zu erfinden, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht und eine Affaire mit einem Doppelgänger von Ryan Gosling hat! Nun muss Grégoire Delacourt der Schauspielerin 2500 Euro Schadenersatz und 2500 Euro Prozesskosten zahlen. Glimpflich für ihn, denn ursprünglich hatte sie 50.000 Euro verlangt.

Johansson hatte „wegen der Verletzung und betrügerische Ausnutzung ihrer Persönlichkeitsrechte“ geklagt, außerdem wegen der widerrechtlichen Nutzung ihres Namens und ihrer Bekanntheit zur Vermarktung des Buches. Mit der Klage wollte sie auch eine mögliche Verfilmung des Romans in der Zukunft verhindern, was vom Gericht abgelehnt wurde. Schriftsteller Grégoire Delacourt hat außer seiner umstrittenen „Liebeserklärung“ an Scarlett, wie er das Buch in Interviews nannte, erst zwei Romane geschrieben, die ihn jedoch zum internationalen Bestseller-Autor machten

Diese Bücher hat Grégoire Delacourt geschrieben

2011 debütierte der Franzose mit „L’Écrivain de la famille“ einem Buch das über 20.000 mal verkauft wurde und mehrere Literaturpreise gewann, darunter den Prix Marcel Pagnol und den Prix Rive Gauche à Paris.

Sein zweiter Roman wurde sein internationaler Durchbruch „La Liste de mes envies“, zu deutsch „All meine Wünsche“ erschien im Jahr 2012 und erzählt die Geschichte einer verheirateten Mutter, die nach schweren Schicksalsschlägen plötzlich 18 Millionen Euro im Lotto gewinnt. Doch sie zögert, ihr gerade gewonnenes Lebensglück aufs Spiel zu setzen. Allein in Frankreich verkaufte sich der Roman über 400.000 mal und die Rechte gingen an Verlage in 27 Ländern. Die Arbeit an einer französischen Verfilmung hat bereits begonnen.

Delacourts Buch mit der Anspielung auf Scarlett Johansson heißt „La première chose qu’on regarde“ und erschien 2013. Laut der Süddeutschen Zeitung beginnt es mit dem Satz „Arthur Dreyfuss liebte große Brüste" und endet mit einem tödlichen Autounfall der Heldin. Scarlett Johanssons Doppelgängerin ist im Buch Model, der männliche Hauptdarsteller ist ein Mechaniker, der Schauspieler Ryan Gosling zum Verwechseln ähnlich aussieht, „nur besser". Der Roman ist sogar schon auf Deutsch erschienen: Er heißt „Im ersten Augenblick“ und wurde von Claudia Steinitz für Hoffmann und Campe übersetzt. (rf)

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