Augen auf den Schlaf: Wieso das Schlafzimmer so wichtig ist

Epoch Times9. März 2018 Aktualisiert: 9. März 2018 23:37
Jeder kennt diese Nächte, in denen der Schlaf einfach nicht kommen will. Viel zu früh klingelt der Wecker und wir quälen uns aus dem Bett heraus, schlauchen uns durch den Tag, ohne wirklich wach zu werden.

Natürlich sind diese Nächte hin und wieder normal. Stress, schlechte Nachrichten, Erkältungen oder auch mal eine durchzechte Nacht führen unweigerlich zu einem schlechten Schlaf. Treten diese Nächte allerdings regelmäßig und ohne Grund auf, könnten die Schlafprobleme im eigenen Schlafzimmer begründet liegen. Dieser Artikel zeigt, wie sich die Schlafqualität verbessern lässt und auf welche Faktoren es ankommt.

Die Lichtverhältnisse optimieren

Es kommt natürlich auf den Menschen an sich an, doch Dunkelheit ist für den Schlaf besonders wichtig. Das Schlafzimmer sollte möglichst dunkel sein. Besonders sich bewegende Lichtquellen können die Schlafqualität extrem belasten: vorbeifahrende Autos, der Bewegungsmelder auf dem Nachbargrundstück, während der Nacht laufende Fernseher. Um die Lichtquellen im Außenbereich aus dem Schlafzimmer zu verbannen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Feste Rollladen – die sind gerade im Erdgeschoss besonders sinnvoll. Mieter müssen mit ihrem Vermieter abklären, ob die Installation möglich ist oder nicht. Lehnt dieser ab, gibt es natürlich andere Optionen.

  • Jalousien, Rollos – es gibt diverse Jalousien und Rollos, die das Schlafzimmer vollständig verdunkeln können und für die nicht einmal gebohrt werden muss. Die Klemmlösungen werden schlichtweg in den Fensterflügel eingeklemmt. Allerdings muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass sie lichtundurchlässig sind. Reine Verdunkelungsrollos lassen weiterhin Licht durch, wenn auch weniger. Ein Nachteil dieser Lösungen ist, dass weiterhin Licht durch ein abgeklapptes Fenster kommt.

  • Jalousie, Rollo vor dem Fensterausschnitt – wer im Sommer gerne das Fenster abklappt, benötigt eine Lösung, die vor dem Fensterausschnitt ist. Das Rollo oder die Jalousie wird oberhalb des Fensterausschnitts an der Wand montiert und muss seitlich ebenfalls über den Ausschnitt überstehen.

Lichtquellen innerhalb des Raums lassen sich relativ leicht beseitigen. Dazu zählen übrigens auch Smartphones und Tablets. Diese Geräte sollten in der Nacht überhaupt nicht im Schlafzimmer sein – und wenn, dann im Flugmodus, damit kein Blinken bei Benachrichtigungen stört.

Das Bett

Mit das wichtigste Kriterium für einen guten Schlaf ist das Bett oder, genauer, die Matratze, Kissen und der Lattenrost. So viele Menschen schlafen auf für sie unpassenden oder schlichtweg durchgelegenen Matratzen, dass es beinahe schon unglaublich ist. Nur, was ist überhaupt eine gute Matratze und worauf kommt es an? Ein Überblick:

  • Härte – viele Matratzen sind schlichtweg zu weich. Die Matratze hat eine Stützwirkung und hilft während der Nacht, dass die Wirbelsäule in eine gesunde Lage gebracht wird. Welcher Härtegrad notwendig ist, hängt vom Schlafenden selbst ab. Je höher das eigene Gewicht ist, desto härter sollte auch die Matratze sein. Matratzen bei Bettenriese.de werden beispielsweise in verschiedenen Härtegraden zur Verfügung gestellt.

  • Zonen – Zonenmatratzen können passend sein, müssen es aber nicht. Besonders kleine oder große Menschen haben mit den Zonen schon ihre Probleme, da die verschiedenen Härtegrade innerhalb der Matratze nicht mit dem eigenen Körper übereinstimmen.

  • Eine Matratze – Paare nutzen gerne eine Matratze im Bett, um eine durchgehende Liegefläche zu haben. Besonders sinnvoll ist dies nicht, da jeder ein anderes Härtebedürfnis hat – zudem können die Bewegungen des Partners stören.

  • Lattenrost – auch der Lattenrost ist wichtig. Bei Partnerbetten sollten wieder zwei Roste gewählt werden. Ein aufstellbares Kopfteil ist übrigens nicht unbedingt notwendig oder empfehlenswert. Viele Roste lassen sich zu tief unten hochstellen, sodass der Körper des Schlafenden bereits in der Hüfte angehoben wird.

Aber auch das Bettzeug selbst ist wichtig für einen guten und erholsamen Schlaf. Gerade die Kissen sollten alle paar Jahre ausgetauscht werden. Beim Bettzeug sind vor allem folgende Merkmale wichtig:

  • Atmungsaktivität – wer einmal unter einer sehr günstigen Bettdecke oder auf einem günstigen Kissen, das überwiegend mit Polyester gefüllt war, geschlafen hat, kennt es: Schweiß. Sowohl bei Kissen als auch bei der Bettdecke ist auf eine gute Atmungsfähigkeit zu achten. Naturmaterialien wie Daunen, aber auch Mikrofaserdecken sind empfehlenswert.

  • Dicke – die Dicke der Decke muss auf die Temperatur abgestimmt sein. Wer nachts grundsätzlich schwitzt, sollte hier ansetzen.

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    Kissen – auch die Kissen stützen während der Nacht – insbesondere den Kopf und Hals. Daher sollte das Kissen relativ fest sein, jedoch nicht zu groß, damit es in der Seitenlage nicht gleichfalls die Schulter anhebt und somit den Hals erneut in eine abgeknickte Lage bringt.

Gerade beim Kauf einer neuen Matratze sollte Zeit mitgebracht werden. Die meisten Händler erlauben das Probeliegen, und zwar zu Hause. Das kurze Austesten im Laden bringt nichts, die Matratze sollte immer über mehrere Tage richtig getestet werden.

Weitere Tipps für eine schöne Schlafumgebung

Wenn es auch bequem ist, im Bett noch fernzusehen, so steht es der Schlafqualität entgegen. Das Licht des TV, aber auch des Laptops und Handys verhindern, dass das Schlafhormon ausgeschüttet werden kann. Spätestens eine halbe Stunde vor dem Schlafen sollten diese Geräte ausgeschaltet werden. Ansonsten gilt im Schlafzimmer:

  • Gemütlichkeit – wenn der Raum auch überwiegend zum Schlafen gedacht ist, so sollte er Gemütlichkeit ausstrahlen. In einer angenehmen, entspannten Atmosphäre schläft es sich besser. Das gilt übrigens auch für die Ordnung. Liegt noch die gewaschene Wäsche im Wäschekorb oder die Kleidung der letzten Tage über einem Stuhl, stört diese Unordnung den Schlaf.

  • Temperatur – in vielen Schlafzimmern ist es zu warm. Um die 16 Grad sind ideal für einen erholsamen Schlaf.

  • Luft – wenigstens vor dem Zubettgehen heißt es: Fenster auf. Fünf bis zehn Minuten sollte das Fenster komplett geöffnet sein, damit frischer Sauerstoff in den Raum gelangt.

Fazit – guter Schlaf ist möglich

Mit vielen kleineren Tricks lässt sich der eigene Schlaf durchaus verbessern. Gerade gegen störende Lichtquellen und Rückenschmerzen am Morgen lässt sich etwas machen. Wer jedoch immer wieder Einschlaf- oder Durchschlafprobleme hat, gesundheitliche Probleme am Morgen oder sich über einen längeren Zeitraum nie erholt fühlt, sollte die Probleme zusätzlich ärztlich abklären lassen. (re)