Annie Girardot, Juliette Binoche in „Caché – Versteckt“ im Live-Stream heute, 11.02., Drama

Epoch Times11. Februar 2015 Aktualisiert: 4. Juni 2019 8:03

Mittwoch, 11.02.2015, 20.15 Uhr, ARTE

Georges ist Moderator einer populären Literatursendung und Anne arbeitet für ein Verlagshaus. Das Ehepaar lebt mit seinem zwölfjährigen Sohn Pierrot in einem großen Stadthaus in einer ruhigen Straße. Nichts scheint dieses Idyll zu trüben, doch dann liegt eines Tages ein merkwürdiges Päckchen auf der Türschwelle der Laurents. Der Inhalt: Ansichten ihres Hauses, von der gegenüberliegenden Straßenseite gefilmt. Als sie ein zweites Videoband erreicht und Anne zudem von anonymen Anrufen terrorisiert wird, wendet sich Georges an die Polizei. Doch die bleibt bis zu einer vorgefallenen Straftat untätig und Georges macht sich selbst auf die Suche nach dem anonymen Stalker. Anne verliert die Geduld und vermutet einen Fan von Georges oder einen Streich von Pierrots Freunden. Postkarten mit der Kinderzeichnung eines toten Hahns erreichen Georges auf der Arbeit und Pierrot in der Schule.

Erste Vorsichtmaßnahmen werden getroffen und die Anspannung zwischen dem Ehepaar steigt. Mit den Bildern werden in Georges Erinnerungen wach, die er mit Anne nicht zu teilen vermag. Stattdessen fährt er zu seiner Mutter und erzählt ihr von seinem Traum, in dem der Waisenjunge Majid vorkam. Majids Eltern waren Algerier und haben für Georges‘ Eltern gearbeitet. Als sie 1961 bei Demonstrationen gegen den Algerienkrieg ums Leben kamen, beschlossen Georges‘ Eltern, Majid zu adoptieren. Doch Georges mochte ihn nicht und sorgte mit Lügen dafür, dass Majid ins Heim kam. Die Ereignisse hatte Georges schon längst vergessen, doch nun holen ihn seine Schuldgefühle ein. Er wird mit einer tragischen Konsequenz konfrontiert …

Inspiration für den Filmstoff war nach Aussagen Hanekes das Massaker in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 1961 in Paris, bei dem Pariser Polizisten über 200 Algerier niedermetzelten, die gegen den Algerienkrieg demonstriert hatten. Das Massaker gilt in Frankreich bis heute als ein Tabuthema. Gekonnt verknüpft Haneke diese historische Brisanz mit dem psychologisch ausdifferenzierten Porträt eines Mannes, der mit einer schweren Schuld aus seiner Kindheit konfrontiert wird. Wie geht man damit um, als kleiner Junge eine Tragödie verursacht und ein Leben zerstört zu haben? (Senderinfo)

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(sm)

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