Live-Stream: Erstausstrahlung, „Kulturpalast – Künstler gegen Überwachung“, heute, Sa., 11.07. Fachmagazin für E- und U-Kultur

Epoch Times11. Juli 2015 Aktualisiert: 11. Juli 2015 11:10
Deutschland auf dem Weg in die Sklaverei? Schon Aristoteles sagte: "Wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave"

Ein Thema, das uns alle betrifft: Die NSA hört ab, der BND liefert zu, Google weiß, was wir wollen und Facebook, wie wir fühlen Nina Sonnenberg stellt Künstler vor, die sich gegen Überwachung wehren. 

Samstag, 11.07.2015, 19.30 Uhr, 3Sat
Kostenloser Live-Stream:

"Wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave", steht bei Aristoteles. Wenn das stimmt, dann begeben wir uns gerade freiwillig in die Sklaverei. Wieso geht kaum jemand auf die Straße? 

War das Opfer von NSA-Whistleblower Edward Snowden, der seine persönliche Freiheit hingegeben hat, um die Freiheit unserer Gesellschaft zu retten, vergebens? 

Es gibt einige Künstler, die sich nicht mit dieser unheilvollen Stille abgeben wollen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, uns von unserem Weg in die Aristotelische Sklaverei zurückzupfeifen. Zu Gast im Kulturpalast ist die Theatermacherin Angela Richter, die mit Julian Assange gut befreundet ist und ihn sowie Edward Snowden lange interviewt hat. Ihr Überwachungsabend "Supernerds" am Schauspiel Köln hackt die Handys der Zuschauer und führt ihnen vor, wie wenig sie ihre persönlichen Daten im Griff haben. 

Noch radikaler sind die New Yorker Kunstaktivisten von "We are always listening": Sie kleben Diktiergeräte unter Kneipentische, hören alltägliche Gespräche ab und stellen sie ins Netz. Das ist natürlich illegal, aber nach Meinung der Künstler moralisch gerechtfertigt: Schließlich geht es darum, die Bevölkerung für die Totalüberwachung zu sensibilisieren. Der Künstler Adam Harvey dagegen gibt Ratschläge, wie man sich so schminkt, dass Überwachungskameras einen nicht erkennen. 

Und auch der italienische Konzeptkünstler Paolo Cirio macht die allgegenwärtige Überwachung sichtbar: Er zieht verpixelte Bilder von Google Street View, auf denen Passanten zu erkennen sind, auf Plakate und verklebt sie genau an der gleichen Stelle im Stadtbild. Wer sich wiedererkennt, muss sich fragen, ob er wirklich von Google erfasst werden wollte. Darüber hinaus geht Paolo Cirio zur Gegenüberwachung über. Er klaut private Fotos von ranghohen NSA-Mitarbeitern und plakatiert sie überlebensgroß in der Stadt. Wie ihr uns, so wir euch! 

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(sm)

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