Deutsche Verhältnisse in der Schweiz? Linksextreme Übergriffe gegen „Weltwoche“ in Zürich

Bis dato gilt die Schweiz eher als ein schwieriges Pflaster für die extreme Linke. Die starke lokale Autonomie, die kleinräumigen Strukturen und die starke direktdemokratische Mitbestimmung auf allen Ebenen machen es Kräften, die dies alles durch einen totalitären zentralistischen Einparteienstaat mit rigider Planwirtschaft ersetzen wollen, nicht einfach.

In den Groß- und Universitätsstädten hat sich jedoch eine entsprechende Szene gebildet, und ähnlich wie die „Antifa“ in deutschen Städten schreckt auch sie vor der Anwendung erheblicher Gewalt und Straftaten gegen Andersdenkende nicht zurück.

Am Rande der Feierlichkeiten zum 1. Mai auf dem Kasernenareal in Zürich griffen Linksextremisten den „Weltwoche“-Journalisten Alex Baur an. Anschließend zerstörten sie auch noch den Empanada-Stand seiner aus Peru stammenden Frau. Diese bietet regelmäßig selbstgemachte Teigtaschen an, um mit dem Erlös karitative Projekte in Peru zu unterstützen.

„Indymedia“-artige Plattform veröffentlicht Bekennerschreiben

Wenige Tage später verübten Unbekannte einen Farbbeutelanschlag auf das ebenfalls in Zürich angesiedelte Redaktionsgebäude der „Weltwoche“. Redaktionschef der liberal-konservativen Publikation ist der Publizist Roger Köppel, der auch Politiker der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ist. Mit einwanderungskritischen Texten und Warnungen vor einer „kommunistischen Kommandowirtschaft“, die das eigentliche Ziel der „Klimaschutz“-Bewegung darstelle, ist Köppel zu einer der zentralen Hassfiguren der Ultralinken geworden.

In einem anonymen Bekennerschreiben auf der Plattform „Barrikade“, einer Art Pendant zur deutschen linksextremistischen Seite „Indymedia“, rechtfertigten Unbekannte den Angriff auf den Redakteur damit, dass Baur sich „erdreistet“ habe, das Maifest zu besuchen, obwohl er als Vertreter eines „Hetzblattes“ nichts zu suchen habe.

Der spätere Anschlag auf das Verlagsgebäude wird damit begründet, dass die „Weltwoche“ ein „ein reaktionäres, frauenverachtendes und fremdenfeindliches Klima“ schüre. Zudem halte sie die „Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse dieser kapitalistischen Gesellschaft“ aufrecht.

Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet, prüft die Staatsanwaltschaft, ob ein Delikt vorliegt, das von Amts wegen zu verfolgen sei.

SP-Regierungsrätin verurteilt den Übergriff

Köppel postete auf Twitter zu dem neuerlichen Angriff:

Nach dem linken Angriff auf Weltwoche-Redaktor Alex Baur kommt nun der linke Angriff auf die ganze #Weltwoche-Redaktion. Die Gleichen, die zB in der Türkei Medienfreiheit fordern, wollen sie in der Schweiz zertrümmern. Wehret den Anfängen!“

Solidarität kam immerhin auch aus dem Lager des politischen Gegners. So sei der Angriff auf Baur und den Stand seiner Ehefrau „nicht nur übel, sondern unakzeptabel“, schreibt die sozialistische Regierungsrätin und Justizdirektorin Jacqueline Fehr auf dem Kurznachrichtendienst:

[…] vermummt, als Gruppe, mit Gewalt und dann auch noch „Sippenhaftung“ – was immer @alex_baur schreibt oder denkt: Gewalt ist keine akzeptable Form der politischen Auseinandersetzung. @tagesanzeiger @1MaiZH https://t.co/CkqwbGoRAc

Baur und seine Mitstreiter aus der „Weltwoche“-Redaktion haben bereits erklärt, sich durch die extremistischen Übergriffe nicht einschüchtern lassen zu wollen. Die Gewaltbereitschaft linker Extremisten bleibt jedoch auch in der Schweiz ein Problem.

Einer landesweiten Studie zufolge, die die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) vor einigen Monaten zusammen mit der Haute École de Travail Social Fribourg HETS-FR unter 8000 Jugendlichen zwischen 17 und 18 Jahren durchgeführt hatte, ist die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, unter linken Extremisten doppelt so hoch wie unter rechten.

Quelle: https://www.epochtimes.de/meinung/analyse/deutsche-verhaeltnisse-in-der-schweiz-linksextreme-uebergriffe-gegen-weltwoche-in-zuerich-a2887812.html