Die Ethnie des Täters im Land des Schweigens – Gehen Sie weiter! Hier gibt’s nichts zu sehen

Von 18. August 2019 Aktualisiert: 18. August 2019 9:44
Wer ist der Kerl, wo kommt er her, was hat er denn getan? Früher waren das eigentlich ganz normale Fragen, wenn etwas Schlimmes geschah.

Die seit 2015 über Deutschland gekommene geschichtsverändernde Migrationskrise brachte ganze Heerscharen fremder Völker in die Bundesrepublik. Mit den Fremden kamen auch Gewalt und Kriminalität einer teils bisher kaum gekannten Art. Erstmals musste man sich überlegen, die Tatwaffen-Kategorie Messer speziell zu zählen. Auch der kulturelle Hintergrund eines Täters bekam eine ganz neue Dimension und Bedeutung.

In seiner aktuellen Kolumne geht Jan Fleischhauer im „Focus“ der Frage nach, ob man bei Tatverdächtigen und Straftätern die ethnische Zugehörigkeit nennen soll oder nicht. Gerade das Bundesland Bayern, mit seiner Grenze zu Österreich und damit auch als eines der Endziele der Balkan-Migrationsroute, will darauf verzichten.

Gibt es eine stärkere Rückkehr zur immerhin ein wenig ins Wanken geratenen und alles verhüllenden Political Correctness?

„Sinti“ und „Roma“ soll es in Bayern nicht mehr geben

Wie Fleischhauer schreibt, habe der Inspekteur der Bayerischen Polizei, Harald Pickert, seine Beamten angewiesen, nicht länger von „Sinti“ und „Roma“ zu sprechen und auch Ersatzbegriffe wie „mobile ethnische Minderheit“ im Dienstgeschehen zu vermeiden. Damit will der Polizeiinspekteur die Beamten zu einem „sensiblen Umgang mit diskriminierenden Bezeichnungen“ bewegen.

Doch Fleischhauer fragt sich, warum die Begriffe „Sinti“ und „Roma“ denn diskriminierend sein sollten, wo es doch beispielsweise ganz offiziell einen „Zentralrat Deutscher Sinti und Roma“ gibt. Worum geht es der Polizeiführung in Bayern also? Der Journalist vermutet, dass es um die Bekämpfung von Vorurteilen gehe.

Die Angst vor den Details

Im Weiteren widmet sich Fleischhauer der Nennung der ethnischen Zugehörigkeit bei Straftätern. In der Presse solle ja die Herkunft nur dann auftauchen, wenn ein „begründetes öffentliches Interesse“ bestehe. Das hätten alle großen Redaktionen im Kodex des Presserats unterschrieben.

Es wird also geschwiegen.

Die zunehmend strenge Auslegung führe dazu, dass viele Redakteure die Herkunft unter den Tisch fallen lassen würden. Der Leser mache sich dennoch seinen Reim auf die Geschichte. Was Fleischhauer nicht anspricht, ob dadurch nicht manchmal auch zu unrecht die Tat zum Beispiel einem Migranten zugesprochen wird. Aber das ist dann wohl egal. Kollateralschaden. Vielleicht immer noch besser, als den Tatsachen ins Gesicht zu sehen.

Der Kolumnist meint, dass es einige Argumente für die Anonymisierung gebe, wie beispielsweise den syrischen Ladendieb. Man könnte schlecht über Syrer denken, was ungerecht gegenüber jedem unbescholtenen Flüchtling sei, der sich „eher einen Arm ausreißen würde, als bei Edeka mopsen zu gehen“, so Fleischhauer.

Möglicherweise übersieht er dabei aber, dass es vielleicht vielen Menschen weniger darum geht, wer im Edeka klaut, sondern wer vergewaltigt, mordet oder mit dem Messer andere angreift und verletzt – und, dass es möglicherweise weniger darum geht, ob die ausführende Person so und so aussieht, sondern die Herkunft auch ein Hinweis auf die Motivation des Täters sein könnte. Aber dabei könnte man wieder bei den kulturellen Eigenheiten von Völkern landen, Eigenheiten, die in den Heimatregionen der Menschen vielleicht völlig normal sind, aber im Aufprall der Kulturen Extreme erzeugen, wie beispielsweise eine Liebesbeziehung zwischen einem arabischen Mädchen und einem deutschen Jungen. Selbst eine mögliche Hochzeit der beiden Verliebten könnte aufgrund der unterschiedlichen Religionen zu großen Problemen, wenn nicht gar zu einem Verbrechen führen, Verbrechen, die man dann als sogenannte „Ehrenmorde“ beschönigt.

Jedes Detail hat ein „aber“

Doch bleiben wir bei Fleischhauers Kolumne. Den Gedankenstrang weiter verfolgend, fragt sich der Reporter nun, ob dann nicht auch die Nennung von Geschlecht oder Alter unterbleiben müsse: Was man so höre, was Männer Frauen antun, so bekomme man ein schlechtes Bild von Männern. Oder die Bereitschaft zur Gesetzesüberschreitung bei Leuten im Alter bis 30: Könnte dies nicht zu Vorurteilen gegenüber jüngeren Menschen führen, nur weil Rentner relativ wenig straffällig werden?

Fleischhauer: „Weil bei jeder Straftat das Alter des Täters erhoben wird, sind ältere Menschen unwillkürlich alarmiert, wenn eine Gruppe lärmender Jugendlicher die U-Bahn betritt. Der klassische Fall, wo man aus der Gruppenzugehörigkeit auf den Einzelnen schließt, also genau der Mechanismus, den man außer Kraft setzen möchte.“

Dabei könnte es doch für den Rentner nochmals ein Unterschied sein, ob es sich bei den Jugendlichen aus der U-Bahn um deutsche oder ausländische junge Leute handelt. Warum? Alles Vorurteile? Schon möglich. Unbegründet? Vielleicht im Einzelfall, statistisch gesehen jedoch nicht.

Ohne Problem-Analyse keine Lösung

Der Kolumnist des „Focus“ kommt zum Schluss, dass man wichtige Angaben der Täterbeschreibung dennoch nicht unterschlagen dürfe, „da manche Delikte in bestimmten Gruppen gehäuft auftreten“, ein Umstand, über den es sich nachzudenken lohne.

Aus den Erkenntnissen könne man den Schluss ziehen, hier mehr machen zu müssen. Fleischhauer hofft dabei auf gezielte Förderung oder Sozialprogramme.

Integration ist ohnehin eine Willenssache.

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Fleischhauer schreibt, dass er gelesen habe, dass 90 Prozent der Libanesen in Deutschland Hartz IV bezögen, während es unter den Nigerianern im Land nur 18 Prozent seien. Er fragt sich, was denn da schief gelaufen sei. Die Vogel-Strauß-Methode hält der Journalist nicht für eine kluge Idee.

In der „Todeszone“ der Linien-Journalisten

Dann begibt sich der „Focus“-Mann auf für sogenannte Mainstream-Journalisten derzeit gefährliches Terrain, das nur wenige zu betreten wagen: „Auch beim Zuzug ließen sich Konsequenzen ziehen“. Doch bei der Nennung eines Beispiels bleibt er absichtlich möglichst weit weg von den Tatsachen und der Angreifbarkeit: „… ich würde mir überlegen, ob ich jeden jungen Schweizer ins Land ließe, wenn sich herausstellen sollte, dass die Zahl der Schweizer, die anschließend beim Drogenhandel auffallen, den Rahmen des Üblichen sprengt.“

Schnell zieht er die „Bruder-ich-bin-einer-von-euch-Karte“, um die schon heulenden Wölfe zu besänftigen: „Bevor jetzt alle aufschreien, das sei Rassismus, darf ich daran erinnern, dass bei der Visavergabe aus gutem Grund genau hingesehen wird, wer sich um Einreise bemüht.“

Die Logik der Dinge ist einfach überwältigend: „Wäre die Sozialprognose des Antragstellers unerheblich, bräuchte man keine Visa. Prognosen beruhen immer auf der Hochrechnung kollektiv erhobener Daten.“

Geschickt umschlittert Fleischhauer die Klippen der Verdammnis und erklärt, dass das Beruhigende bei Vorurteilen sei, dass die meisten Menschen nach einer persönlichen Begegnung bereit seien, diese zu korrigieren. Als Beispiel führt er klugerweise nicht den Syrer, Nigerianer oder Afghanen an, sondern seine eigene Art: den Kolumnisten. Diese seien zwar grausliche und besserwisserische Leute, aber es gebe auch Ausnahmen. Man solle also das Gelesene über eine Gruppe von Menschen nicht überbewerten. Fleischhauer Ende.

Der Täter im Land der Zahnräder

Wer ist der Kerl, wo kommt er her, was hat er denn getan? Egal, nicht egal: Warum wird die Nennung der ethnischen Zugehörigkeit von Straftätern überhaupt heiß diskutiert? Warum wollen manche die Herkunft eines Tatverdächtigen lieber gar nicht erst wissen und in der grauen Masse verschwinden lassen? Sind hier politische Ideologien am Werk?

Für den sozialistischen Einheitsmenschen beispielsweise spielt es ohnehin keine Rolle, woher jemand kommt, wie er aussieht und wie er heißt. Hauptsache er marschiert auf Linie. Wenn nicht, wird er ausgetauscht, wie ein rostiges oder defektes Zahnrad. Nein, dann ist der Tatverdächtige wirklich kein Syrer mehr, Türke, Pole und auch kein Deutscher. Sein Alter spielt keine Rolle, sein Geschlecht auch nicht. Wen juckt es, wenn Nummer 0815-2513 verschwindet und durch 0815-2514 ersetzt wird?

Alles unaufgeregt. Wer kann sich schon all die Nummern merken.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.