Was ist das Böse am Kommunismus?

Von 31. Januar 2019 Aktualisiert: 31. Januar 2019 17:51

Der Kommunismus ist nicht böse, weil marxistisch-leninistischen Regime schätzungsweise zwischen 85 und 100 Millionen Menschen getötet haben.

Der Kommunismus ist nicht böse, weil er die Gulags in der Sowjetunion, die Zwangsarbeitslager in China und in Kambodscha die Killing Fields einrichtete.

Der Kommunismus ist nicht böse, weil er eine Reihe von Terrorgruppen, wie die Palästinensische Befreiungsorganisation, die Philippinische Neue Volksarmee, Perus Sendero Luminoso oder Südafrikas Umkhonto We Sizwe unterstützt.

Der Kommunismus ist nicht böse, weil er mehrere Hundert Millionen Kinder im ehemaligen Sowjetblock, China, Kuba, Nordkorea oder Vietnam mittels Gehirnwäsche manipuliert.

Er ist es auch nicht wegen der massiven Korruption, auch nicht wegen des von kommunistischen Aktivisten weltweit absichtlich angestifteten Rassenkonflikts.

Er ist es auch nicht wegen der Indoktrination mit sozialistischen pseudowissenschaftlichen Theorien wie Lysenkos betrügerischer Gen-Theorie (Lyssenkoismus) zur Stalin-Ära oder weil er die heimtückische „Gender-Ideologie“ oder die von Menschen “erfundene globale Erwärmung” propagiert.

Persönliche Verantwortung

Die oben genannten Erscheinungsformen des Kommunismus sind unvorstellbar grausam und dennoch sind sie nur Methoden des Bösen und nicht der Grund, weshalb der Kommunismus böse ist.

Der wahre Grund, weshalb der Kommunismus von Grund auf Böse ist, besteht darin, dass er jede Art von Individualität und persönlicher Verantwortung verneint und sogar unterbinden will.

Im Kommunismus werden persönliche Leistungen nicht anerkannt. Sobald man das einmal durchschaut hat, kann man die Absicht hinter einer kommunistischen Politik verstehen.

Jede kommunistische Politik, ob es um die Einführung des Mindestlohns, die Gesundheitsvorsorge oder um die Mietpreis-Bremse geht, soll verhindern, dass Menschen die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen und selbstständig handeln.

Menschen, die Ihr Leben selbst in die Hand nehmen, werden in der Gesellschaft zu Vorbildern und Führern. Sie inspirieren andere und scheuen sich auch nicht, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

Die positiven Auswirkungen eines solchen Verhaltens zeigen sich in den USA. Jede wunderbare Erfindung, jedes große Kunstwerk, jede neue medizinische Errungenschaft, jeder Highway, jede erfolgreiche Geschäftsidee und jede sportliche Leistung wurde von ambitionierten oder unternehmerisch denkenden Menschen erschaffen.

Ein Mensch, der es geschafft hat, von Drogen- oder Alkohol loszukommen, hat zu einem bestimmten Zeitpunkt angefangen, die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.

Eigenverantwortung zeigt sich auch, wenn Menschen ein erfolgreiches Unternehmen gründen, mit dem sie anderen eine Existenzgrundlage schaffen. Sie zeigt sich bei einem Athleten darin, dass er sich mit vollem Einsatz auf eine Meisterschaft vorbereitet oder bei einem Studenten darin, dass er mehr lernt, als für ein Stipendium erforderlich wäre.

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Das sind Menschen, die in der Gesellschaft eine führende Rolle einnehmen, größeres erreichen und zu besseren Lebensbedingungen beitragen. Verantwortung zu übernehmen, entsteht aus freiem Willen.

Ohne Freiheit gibt es auch keine Möglichkeiten persönliche Verantwortung zu übernehmen und somit auch keinen persönlichen und sozialen Fortschritt.

Je mehr Freiheiten es in einer Gesellschaft gibt,  desto mehr Eigeninitiative und sozialen Fortschritt gibt es. Jeder Einzelne entscheidet, ob er Verantwortung übernimmt oder nicht. Das kann nicht durch Zwang erreicht werden.

Freiheit ist die Grundlage für Fortschritt. Eigenverantwortung ist der Motor dafür, dass Ideen in die Tat umgesetzt werden. Mehr persönliche Verantwortung führt zu mehr Fülle, mehr Auswahl und einem zielgerichteteren und produktiveren Leben.

Das Gegenteil von persönlicher Verantwortung

Das Auslöschen jeder persönlichen Verantwortung führt zu Stagnation, Armut, Versklavung und zum Bösen hin.

Nur wenige Menschen wählen direkt das Böse. Wenn man allerdings keine Verantwortung für sein Leben übernimmt, geht man Kompromisse ein und weicht Dingen aus, sodass man leicht auf die schiefe Bahn gerät.

Charakterschwache Menschen können leicht zu Kriminellen werden und in einer sozialistisch organisierten Gesellschaft zu Monstern werden.

Der Machtanspruch des Kommunismus lautet: „Weg von der Fähigkeit des Einzelnen hin zum Bedürfnis des Einzelnen.“ Welchen größeren Angriff auf die Individualität und persönliche Verantwortung könnte man sich vorstellen? Wenn man keine Verantwortung für sein Leben übernimmt, ist der Weg zum Bösen unvermeidlich.

Verantwortung zu übernehmen, bedeutet sein Leben selbst zu lenken und zu kontrollieren. Für die Dinge, die außerhalb der eigenen Kontrolle sind, wird man auch keine Verantwortung übernehmen. Autofahren, Miete zahlen oder das Sparen für die Zukunft sind Beispiele dafür, wie man sein Leben selbst bestimmt und lenkt.

Wenn Menschen in einer Gesellschaft jedoch dazu gezwungen werden, die Früchte ihrer Arbeit Menschen zu geben, die es nicht geschafft haben, etwas zu erwirtschaften, dann wird ihr Antrieb zu arbeiten geringer.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Auswirkung das auf diejenigen hat, denen per Gesetz das „Recht“ zugesprochen wird, an den Früchten der Arbeit Anderer beteiligt zu werden.

Wohltaten statt staatlicher Umverteilung des Privatvermögens

Aufrichtige Wohltaten aus Nächstenliebe zwischen Armen und Reichen sind für beide Seiten gut. Durch den Austausch von Erfahrungen und Weisheiten profitieren beide Seiten. Wohltaten entstammen der menschlichen Güte – sie blühen in einer freien Lebensumgebung auf und das ist gut.

Im Kommunismus wird der Wohlstand staatlich umverteilt, was zu Korruption und moralischem Verfall führt. In einem kommunistischen System wird ein Vermögender zu einem Sklaven von Kräften, die sich außerhalb seiner Kontrolle befinden.  Es ist nicht weiter verwunderlich, dass er sich darüber ärgert, für Andere zu arbeiten.

Da er die Begünstigten nicht kennt, sieht er auch nicht, wie sein Vermögen dem anderen zugutekommt. Er erfährt weder Dankbarkeit noch die Freude des Gebens, bis er immer weniger den Wunsch hat, mit anderen zu teilen.  Das kann zu tiefer Verbitterung und Groll führen.

Der Begünstigte wird durch den fehlenden Austausch mit einem erfolgreicheren Menschen nichts dazulernen. Es gibt für ihn auch kein Erfolgserlebnis, etwas aus eigener Kraft geschafft zu haben oder den Stolz, die Verantwortung für die Familie oder sich selbst übernommen zu haben.

Er kann verbittern und Neid und Arroganz entwickeln, um die Scham und Selbstverachtung zu verbergen, von anderen abhängig zu sein.

Der Umverteiler des Eigentums hingegen ist ein Bürokrat. Er beraubt und verfolgt diejenigen, die er verärgert die „Reichen“  nennt und gibt es denen, die er für sich gewinnen will.

Die Umverteilung des Reichtums ist ein Kreislauf, der Leistung und Vermögen aberkennt. Sie fördert Korruption, Hass, Neid und Ressentiments. Sie entmenschlicht und schwächt die menschliche Seele. Sie ist ein Tor für das Böse, um vielen Menschen in einem großen Umfang zu schaden.

1935 äußerte sich der damalige Präsident der USA, Franklin D. Roosevelt in seiner Rede zur Lage der Nation zum zerstörerischen Einfluss der Abhängigkeit der Bevölkerung von der Regierung:

„Die Geschichte hat bereits gezeigt und dies wurde mir jetzt durch Beweise bestätigt, dass eine andauernde Abhängigkeit von staatlichen Leistungen zu einem seelischem und moralischen Verfall führt, der für den nationalen Zusammenhalt destruktiv ist. Sozialleistungen sind nichts anderes als ein Betäubungsmittel, ein subtiler Zerstörer des menschlichen Geistes. Sie schaden einer soliden Politik. Zudem verstößt sie gegen die Traditionen Amerikas. Für nicht körperlich Behinderte, aber mittellose Arbeitnehmer muss Arbeit gefunden werden. Die Regierung muss und wird die Sozialleistungen einstellen.“

Warum ist der Kommunismus also böse? Weil der Kommunismus, der Sozialismus und alle kollektiven Philosophien das Individuum verachten, die kleinste und wichtigste Einheit der Menschheit.

In einer freien Gesellschaft, in der das Leben und die Freiheit des Einzelnen geschätzt werden, sind Menschenrechtsverbrechen, wie sie im 20. Jahrhundert unter kommunistischen Regimen geschehen sind und immer noch geschehen, kaum vorstellbar.

Erst wenn Menschen zu Sklaven des Staates degradiert werden, die nach Lust und Laune der Herrschenden ausgebeutet oder begünstigt werden können – öffnet sich die Tür für Massenterror und Erniedrigung.

Der Kommunismus war nie tot

Der Kommunismus ist keine wahre politische Kraft. Der Kommunismus ist die Manifestation einer tiefen psychologischen und seelischen Störung der menschlichen Natur, die auf dem Neid basiert.

Der Wunsch nach Kommunismus – d. h. der Wunsch sich vor den Konsequenzen eigenen Versagens zu schützen – lebt in der Schattenseite jedes Einzelnen. Diese „dunkle Seite“ ist so alt wie die Menschheit selbst. Deshalb irren sich auch diejenigen, die im Fall der Berliner Mauer das Ende des Kommunismus gesehen haben.

Der Kommunismus ist nicht tot. Tatsächlich feiert er weiter Erfolge. Kommunisten regieren weiterhin mehrere große Nationen wie China, Kuba, Vietnam und Nordkorea.

Zudem sind sie in Russland, dem größten Teil Lateinamerikas, ganz Afrika und einem Großteil Europas äußerst einflussreich. Auch hat der Kommunismus bereits in der US-Bundesregierung, an den Universitäten der Vereinigten Staaten sowie in der modernen Popkultur Fuß gefasst.

Die „Umverteilung des Reichtums“, ein erklärtes Ziel der Kommunisten ist darauf ausgerichtet, die Schwachen zu verführen ihre Freiheit aufzugeben, um sie für die Zwecke einiger weniger Machthaber zu instrumentalisieren.

Die Kommunisten erstreben die Weltherrschaft. Würden sie das erreichen, würden wir die größte Schreckensherrschaft aller Zeiten erleben.

Heutzutage bringt der Kommunismus nicht nur diktatorische Mörder hervor, wie einst Lenin und Stalin in der Sowjetunion, sondern auch hocheffiziente Überwachungstechnologien, die jede Form der Flucht unmöglich machen.

Wenn diese Wiederbelebung des Kommunismus gelingt, dann nur, weil zu viele Menschen bereit waren, ihre persönlichen Freiheiten und jede persönliche Verantwortung für ein illusorisches Sicherheitsgefühl aufzugeben.

Der beste Antikommunist ist der eigenverantwortliche Mensch. Das einzig wahre Mittel gegen den Kommunismus ist, persönliche Verantwortung zu übernehmen.

Trevor Loudon ist ein Autor, Filmemacher und öffentlicher Redner aus Neuseeland. Seit mehr als 30 Jahren erforscht er radikale linke, marxistische und terroristische Bewegungen und deren verdeckten Einfluss auf die Mainstream-Politik.

Englischer Originalartikel: Why Is Communism Evil?

Deutsche Übersetzung von Nina Hamerle

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.