Der Tod im Kornfeld – Monsantos Talfahrt kommt in Schwung

Von 24. März 2019 Aktualisiert: 24. März 2019 16:09
Kein Wunder, dass die Bayer-Aktie fällt: Ein lebender Organismus ist ein derart komplexes und delikates Gebilde, das es in seiner Ganzheit niemals vom Menschen ergründet werden kann. Gentechnisch daran herumzufummeln ist ungefähr so, als wollte ein Dilettant die Mona Lisa mit einer Schuhbürste verbessern.

Kürzlich ist die Bayer-Aktie ganz erschröcklich eingebrochen, und wie es aussieht, kommt seine Talfahrt gerade erst so richtig in Schwung.

Der Grund für das Debakel war ein sogenannter Schuss in den Ofen, veranstaltet vom jetzigen Vorstandsvorsitzenden des Pharma-Riesen, der scheinbar einen erheblichen Teil des Weltmarktes für gentechnisch manipuliertes Saatgut sowie die dazugehörigen Pflanzenschutzmittel mehr oder minder monopolisieren wollte. Geschehen sollte dies mit der Aquisition von Monsanto, Bayers Konkurrenten in den USA auf dem Gebiet der Gentechnologie.

Zwar gab es erhebliche Bedenken gegen das Vorhaben, auch hinsichtlich zukünftiger und ungebremster Preisgestaltungen, aber der Kaufpreis von 50 Milliarden Euro war schliesslich kein Pappenstil, insbesondere da sich unter den Verkäufern erlauchte Namen wie etwa BlackRock in New York fanden. Letzterer Schwarzer Felsen ist weltweit die grösste und mächtigste Asset Managment Company mit einem Portofolio von rund 5000 Billionen US Dollars, und so wundert es nicht, dass die Transaktion ohne grosse Probleme über die Bühne ging.

Verwunderlich ist allerdings die Tatsache, dass BlackRock mit sieben Prozent den grössten Aktionär bei Bayer stellt und mit 5,75 Prozent den zweitgrössten Aktionär bei Monsanto. Was im Grunde die verblüffende Schlussfolgerung zulässt, dass die schwer angeschlagene Frankenstein-Klitsche Monsanto praktisch nur innerhalb der Familie ausgetauscht wurde und deren Hauptakteuren immer noch an der Wade klebt.

Aber handfeste Gründe wird es wohl gegeben haben, unter anderem vielleicht auch den, dass der deutsche Steuerzahler mit Milliarden von Euros an den Ohren genommen wird, wenn Bayer baden geht und Tausende von Arbeitsplätzen auf dem Spiel stehen.

Die Abwärtsspirale der Gentechnik

Und baden gehen wird der Laden früher oder später ohne Zweifel. Denn schon längst besteht der stets mehr begründete Verdacht, dass die agrarwirtschaftliche Gentechnik und insbesondere Pestizide wie Roundup nicht nur Acker und Grundwasser vergiften, vom gewaltigen Insektensterben ganz abgesehen, sondern auch das eigentliche Produkt stets mehr von Gottes ursprünglichem Bauplan entfremden. Was zur Folge hat, dass seine lebenswichtigen Bestandteile mit jeder neuen Laborvariante wiederum beeinträchtigt oder ganz zerstört werden.

Ein lebender Organismus wie etwa ein Weizenkorn, aus dem auch nach tausend Jahren noch eine neue Ähre hervorbrechen kann, ist ein derart komplexes und delikates Gebilde, das in seiner Ganzheit niemals vom Menschen ergründet werden kann.

Gentechnisch daran herumzufummeln ist ungefähr so, als wollte ein Dilettant die Mona Lisa mit einer Schuhbürste verbessern.

Mit anderen Worten, er richtet im Endeffekt  unendlich mehr Schaden als Nutzen an. Und die Vermutung, dass Monsantos Roundup hochgradig krebserregend ist, ganz abgesehen vom Saatgut selbst, bestätigt sich immer mehr und ist der Grund, warum Gerichte in den USA diesbezüglich ihr vernichtendes Verdikt ausgesprochen haben. Was zur Folge hat, dass ein gewaltiger Tsunami von Schadenersatzforderungen auf  Bayer zukommt, der den Konzern vermutlich an den Rand des Bankrotts bringen wird.

Warum gerade die deutsche Wirtschaft nach dem Diesel-Desaster für dieses neuerliche Debakel ausgesucht wurde, lässt sich, wie schon gesagt, nur vermuten. Andererseits besteht jedoch die Hoffnung, dass Grosskonzerne wie Bayer oder Monsanto in Zukunft daran gehindert werden, unser täglich Brot aus reiner Profitgier derart zu verfremden, dass es letztendlich so gesund und nahrhaft ist wie eine alte Zeitung.

Und wenn’s der Blattlaus nicht mehr schmeckt
Mithin der Mensch auch dran verreckt.
Binsenweisheiten Manfred von Pentz

Die Webseiten von Manfred von Pentz:

http://der-deutsche-michel.net/
http://www.manfredvonpentz.net/

 

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

 

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