Die Grünen inzwischen gleichauf mit der Union, doppelt so stark wie die SPD

Von 7. Juni 2019 Aktualisiert: 7. Juni 2019 10:51
Inzwischen haben die Grünen in vier aktuellen Umfragen, die nach der EU-Wahl durchgeführt wurden, sogar noch weiter zugelegt.

Bei der EU-Wahl am 26.05.2019 erreichten Die Grünen sensationelle 20,5 Prozent und lagen damit bereits fast 5 Punkte vor der SPD, fast 10 vor der AfD. Doch inzwischen haben sie in vier aktuellen Umfragen, die nach der EU-Wahl durchgeführt wurden, sogar noch weiter zugelegt, sind nun nicht nur doppelt so stark wie die SPD in der Wählergunst, sondern liegen gleichauf mit CDU und CSU zusammen, sind also derzeit die mit Abstand stärkste Partei in Deutschland, während die SPD immer schneller dahinsiecht.

Grüne gehen durch die Decke, Union und SPD sinken rapide weiter

Das umstrittene Forsa-Institut (2.001 vom 27.05. bis 31.05.2019 per Telefon Befragte), bei dem die Zahlen oft mit etwas Vorsicht zu genießen sind, wies Die Grünen am 01.06. bezüglich des Bundestagswahltrends mit 27 Prozent auf Platz 1 vor CDU/CSU mit 26 Prozent aus. Dies war die erste Umfrage, die komplett nach der EU-Wahl durchgeführt wurde. Hier zeigte sich wohl der Effekt, dass Menschen oftmals sich lieber den Gewinnern als den Verlierern anschließen. Und die Gewinner, die Partei der Stunde sind ohne jeden Zweifel Die Grünen.

INSA hat dann am 03.06. in einer aktuellen Umfrage (1.000 am 03.06.2019 per Online-Panel Befragte) die Forsa-Zahlen zwar nicht exakt, aber von der Tendenz her bestätigt. Hier steigen die Grünen auf 25 Prozent und liegen damit nur einen Punkt hinter CDU und CSU zusammen, die auch hier auf 26 Prozent kommen.

Forschungsgruppe Wahlen (1.297 vom 03.06. bis 05.06 telefonisch Befragte) hat dann heute, am 06.06.2019 die Zahlen ebenfalls weitgehend bestätigt. Hier steigen Die Grünen von 20 auf 26 Prozent, CDU/CSU fallen von 30 auf 27 und die SPD von 16 auf 13 Prozent.

Ebenso bestätigt Infratest dimap (1.500 vom 03.06. bis 05.06 telefonisch Befragte) diese Entwicklung. Auch hier steigen Die Grünen von 20 auf 26 Prozent, die Union fällt von 28 hier sogar auf 25 und die SPD von 18 auf 12 Prozent.

Die AfD sehen sowohl INSA als auch Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap bei 13 Prozent. Nur der Forsawert von 11 Prozent, der etwas wenig glaubhaft wirkt, fällt hier aus der Reihe. Die FDP sehen alle zwischen 7 und 8 Prozent aber näher bei 8, Die Linke dagegen eher bei 7 Prozent. Die sonstigen Parteien werden zwischen 6 und 9 Prozent taxiert.

Aktueller Bundestagswahltrend

Fassen wir die vier bisherigen bundesweiten Umfragen, die nach der EU-Wahl durchgeführt wurden zusammen (die Emnid-Befragung erfolgte zu zwei Drittel vor der EU-Wahl), und bilden das arithmetische Mittel aus allen vieren, so kommen wir aktuell auf etwa folgende Zahlen:

  1. CDU/CSU: 26 %
  2. GRÜNE: 26 %
  3. SPD: 12,75 %
  4. AfD: 12,5
  5. FDP: 7,75 %
  6. LINKE: 7,25 %
  7. Sonstige: 7,75 %

2019-06-06

Umfrageverlauf der letzten zwei Jahre bei Infratest dimap

Interessant ist auch, wenn wir uns anschauen, wie die Zustimmungswerte der einzelnen Parteien sich die letzten zwei Jahre entwickelt haben.

Graf-2019-06-06-Infratest dimap

Der Niedergang der Union und noch mehr der SPD ist hier deutlich zu sehen, ebenso der fulminante Aufstieg der Grünen, die vor zwei Jahren noch um die 7 Prozent standen, jetzt bei ca. 26 Prozent.

Fazit

Wir sehen hier also: Der Vorsprung der Grünen vor der SPD hat sich seit der EU-Wahl von knapp 5 auf nunmehr über 13 Punkte vergrößert. Die SPD würde derzeit auf jeden Fall wohl unter 15 Prozent fallen und müsste sogar damit rechnen, bald näher bei 10 als bei 15 zu sein.

Die Grünen sind inzwischen gut doppelt so stark wie die SPD und mit der Union auf Augenhöhe, so dass die WELT-Umfrage bezüglich der Kanzlerpräferenz, Kramp-Karrenbauer oder Habeck, als durchaus berechtigt erscheint. Und hier könnte Kramp-Karrenbaur, Stand heute, mit nicht einmal halb so vielen Stimmen rechnen wie Habeck, wenn das Staatsvolk den Regierungschef direkt wählen dürfte. Ein vernichtendes Ergebnis auch für Annegret Kramp-Karrenbauer.

Zuerst erschienen auf JFB

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