Entfesselte Dämonen: Rassentheoretiker und progressive Aktivisten beleben die schlimmsten Ideen der Menschheit neu

Von 31. Juli 2020 Aktualisiert: 31. Juli 2020 11:39
Wie im 19. Jahrhundert schafft die postmoderne kritische Rassentheorie eine Hierarchie der Rassen, nur kehrt sie die Reihenfolge dieser Hierarchie mit „Weißen“ am unteren Ende um.

Seit Beginn der sogenannten „1619 Unruhen“ nach dem Tod von George Floyd haben die Ideen der kritischen Rassentheorie, des „systemischen Rassismus“ und des Privilegs der Weißen den amerikanischen Mainstream im Sturm erobert.

In Hörsälen von Universitäten, Grundschulen, Sportarenen und Vorstandsetagen von Unternehmen fordern progressive Aktivisten, insbesondere diejenigen, die mit der „Black Lives Matter“-Bewegung (BLM) in Verbindung stehen, nun eine umfassende Neuordnung des amerikanischen Lebens und eine nihilistische Auslöschung der amerikanischen Geschichte und Kultur. Diejenigen, die sich irgendeinem Element dieser Bewegung widersetzen oder irgendwelche Bedenken bezüglich ihrer Taktiken oder Motive äußern, gelten als „weiße Rassisten“.

Weit davon entfernt den Rassismus zu beenden, schüren BLM und ihre Verbündeten jedoch den Rassenhass.

Robin DiAngelos „Wir müssen über Rassismus sprechen“ (im Original: „White Fragility“, wörtliche Übersetzung: „Weiße Fragililät“), das Handbuch der rassischen Linken, befürwortet eine neue Version des wissenschaftlichen Rassismus einer Reihe von Ideen, deren Inbegriff zu den schrecklichsten Ereignissen der modernen Geschichte führte. Der wissenschaftliche Rassismus wurde nicht nur zur Rechtfertigung der Sklaverei und der Apartheid verwendet, sondern war auch ein Grundpfeiler der Überzeugungen Adolf Hitlers, welche zur Machtübernahme der Nazis in Deutschland beitrugen und zum Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust führten.

Wissenschaftlicher Rassismus

Wissenschaftlicher Rassismus ging aus der Arbeit von Charles Darwin hervor (obwohl Darwin diesen nie direkt selbst befürwortete). Der wissenschaftliche Rassismus behauptete, dass die Rasse ein wesentliches und bestimmendes Merkmal des Menschen sei, dass Rassen in ständigem Konflikt miteinander ständen, dass ein solcher Konflikt die menschliche Geschichte präge und dass Rassen dauerhafte Eigenschaften hätten, die einige überlegen und andere unterlegen machten.

Die „nordischen“ Rassen wurden als zivilisierter und intelligenter angesehen, während die Afrikaner südlich der Sahara, die Ost- und Südeuropäer und die Asiaten als minderwertiger und weniger zivilisiert betrachtet wurden. In einem Reiseführer zu „Rassen und Völker“ aus dem Jahr 1911 wurden die Italiener beispielsweise als „erregbar, impulsiv (…) mit geringer Anpassungsfähigkeit an die organisierte Gesellschaft“ beschrieben.

Wissenschaftlicher Rassismus war eine Pseudo-Wissenschaft. Seine Forschungen waren bestenfalls erfunden und basierten oft auf bizarren Vorstellungen über kleine körperliche Unterschiede, wie etwa die Schädelform von Menschen, die die Intelligenz bestimmen sollte. Dennoch war es keine Randbewegung. Sie galt als „beständige“ Wissenschaft und fand Unterstützung bei den gebildetsten und fortschrittlichsten Gesellschaftsschichten in den Vereinigten Staaten und Europa: Politiker, Juristen, Regierungsbeamte, Professoren, Ärzte, Schriftsteller und Künstler.

Dies war mehr als nur Theorie. Die „Rassenwissenschaft“ war so konstruiert, dass sie auf echte menschliche Gesellschaften angewandt werden konnte. Ihre bekannteste Anwendung war die Eugenik, die versuchte, die Arbeit des wissenschaftlichen Rassismus „zu erledigen“, indem sie durch selektive Fortpflanzung eine rassisch gesunde und hygienischere Gesellschaft schuf.

„Mehr Kinder von den Tauglichen, weniger von den Untauglichen“

Margaret Sanger, eine Gründerin der American Birth Control League (später bekannt als Planned Parenthood), formulierte ihr Ziel als „mehr Kinder von den Tauglichen, weniger von den Untauglichen“. Die ursprüngliche Bedeutung von „Geburtenkontrolle“ war nicht etwa eine Schwangerschaft zu verhindern, sondern die Idee, dass die Fortpflanzung von wissenschaftlichen Experten bestimmt und geleitet werden sollte. Die Untauglichen und Minderwertigen sollten an der Fortpflanzung gehindert und damit eliminiert werden.

Unter der Nazi-Herrschaft in Deutschland wurde diese Anwendung der Rassenwissenschaft in dem Bestreben, durch die Eliminierung der Juden und anderer sogenannter minderwertiger Rassen sowie von Menschen mit Behinderungen, die Utopie einer „Herrenrasse“ zu schaffen, auf die Spitze getrieben.

Der Holocaust und die Niederlage des Nationalsozialismus diskreditierten den wissenschaftlichen Rassismus als pseudowissenschaftliche Biologie. Rassismus wurde zum Synonym für das Böse und Europa und die Vereinigten Staaten machten bedeutende Fortschritte bei der Überwindung legalisierter Formen des Rassismus und seiner wirtschaftlichen und politischen Hinterlassenschaften.

Doch als der offene Rassismus langsam zu verschwinden begann, konzentrierten sich postmoderne Akademiker ganz auf Rassen- und Rassismustheorien und legten in den 1990er Jahren den Grundstein für eine neue Version des wissenschaftlichen Rassismus.

Ein neuer wissenschaftlicher Rassismus

Während der ursprüngliche wissenschaftliche Rassismus in der Biologie verankert war, ist die neue Version in den Geistes- und Sozialwissenschaften angesiedelt, insbesondere in Bereichen wie Soziologie, Bildung und kritischen Studien.

Wie im 19. Jahrhundert schafft die postmoderne kritische Rassentheorie eine Hierarchie der Rassen, nur kehrt sie die Reihenfolge dieser Hierarchie um mit „Weißen“ am unteren Ende. Die alten Rassisten ordneten fälschlicherweise die Rassen nach ihren „ Zivilisationsmerkmalen“ ein. Die neuen Rassisten erstellen ihre Ranglisten nach dem Grad der vermeintlichen Viktimisierung jeder Gruppe. Je mehr eine Gruppe „historische Opfer“ hat, desto höher ist sie in der Rangfolge und desto wertvoller ist sie angeblich.

Weiße sind Unterdrücker und ihr Wunsch zu unterdrücken rührt nicht von einer veränderlichen Einstellung her, sondern von ihrer unveränderlichen Natur als Weiße, während farbige Menschen in unterschiedlichem Ausmaß ständig Opfer sind, die der Fürsorge bedürfen.

Schädelformen und weiße Hautfarbe

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Wie die Pseudowissenschaftler des späten 19. Jahrhunderts betrachten sich die postmodernen „Gelehrten“ der Rasse als an der Spitze der Gelehrsamkeit stehend und hüllen ihre Theorien in einem undurchsichtigen, mystisch klingenden Jargon ein. Doch ihre Wissenschaft ist nicht gültiger als die ihrer Kollegen aus dem 19. Jahrhundert, die über die Auswirkung von Schädelformen debattierten.

Kritische Rassengelehrte sind entweder unfähig oder nicht willens, selbst ihre grundlegendsten Begriffe wie „weiß“ klar zu definieren. Ganze Bücher werden über Themen wie „weiße Zerbrechlichkeit“ geschrieben, wo Autoren nicht kohärent erklären können, was „weiß“ überhaupt bedeutet.

Wissenschaftliche Rassisten glauben, dass die Rasse die Person definiert. Charakter, individuelle Identität, Familienhintergrund oder sogar Kultur sind irrelevant. Dies ist ein besonderes Problem, da die meisten Menschen sich nicht über die Rasse definieren. Wenn man sich als jüdischer Amerikaner, Italoamerikaner oder einfach als Amerikaner betrachtet, muss man umerzogen werden. Di Angelo und andere kritische Rassentheoretiker wenden also viel Mühe auf, um Weiße davon zu überzeugen, sich selbst als Weiße zu definieren.

Die Idee, dass wir zur Bekämpfung des Rassismus Weiße davon überzeugen müssen, eine weiße Rassenidentität anzunehmen und sich über ihre Rasse zu definieren, ist verrückt und gefährlich und schafft genau das, wogegen sie sich angeblich wehren will.

Schüren von Konflikten

Vor einem Jahrhundert glaubten Rassentheoretiker, dass Mitglieder jeder Rasse gemeinsam in einer Art geheimer Verschwörung handelten. Antisemiten verbreiteten Fälschungen wie „Protokolle der Weisen von Zion“ und den Glauben, dass alle Juden Teil einer Geheimgesellschaft seien, die sich der Untergrabung oder Kontrolle der Gesellschaft verschrieben habe. Die heutigen Rassentheoretiker glauben das Gleiche.

Der verstorbene Historiker Noel Ignatiev stellte fest: „Die weiße Rasse ist wie ein privater Club, der auf einer großen Annahme beruht: Dass alle, die weiß aussehen, unabhängig von ihren Beschwerden oder Vorbehalten grundsätzlich der Rasse treu sind.“ Der Club, so glaubte er, gewähre seinen Mitgliedern besondere Befugnisse, die anderen verweigert würden.

Im Jahr 1916 veröffentlichte der progressive Eugeniker Madison Grant, ein enger Verbündeter von Margaret Sanger, sein Buch „The Passing of a Great Race“ (deutsche Übersetzung des Titels: „Der Tod der großen Rasse“), ein giftig rassistisches Traktat, in dem er postulierte, dass die Geschichte Amerikas und die gesamte Menschheitsgeschichte von einem ewigen Konflikt zwischen verfeindeten Rassen geprägt sei. Diese Ansicht war das Markenzeichen des wissenschaftlichen Rassismus und sie prägte das Weltbild Adolf Hitlers und vieler seiner Anhänger.

2019 veröffentlichte die „New York Times“ das „Projekt 1619“, in dem behauptet wird, die amerikanische Geschichte sei nichts anderes als ein ewiger Konflikt zwischen Weißen und Schwarzen.

Die heutigen Progressiven haben nun eine der bösartigsten Ideen, die die Menschheit je geschaffen hat, fast vollständig wieder auferstehen lassen. Eine Theorie, die unsägliches Leid und Tod verursacht hat. Weit davon entfernt, sich dem Rassismus entgegenzustellen, schaffen und nähren kritische Rassentheoretiker in der Wissenschaft und darüber hinaus den Rassismus.

Rassentheorie erniedrigt alle Menschen

Kritische Rassentheorie erniedrigt Menschen aller Rassen und Kulturen und reduziert sie auf ein soziales Konstrukt der Hautfarbe. Sie schürt bewusst Konflikte zwischen rassischen und ethnischen Gruppen, die auf realen oder vermeintlichen historischen Missständen beruhen, sei es aus politischem Profitstreben oder sogar aus dem Glauben heraus, dass die kritische Rassentheorie eine Utopie kultureller Harmonie hervorbringen wird.

Doch eine solche Utopie kann es gar nicht geben und diejenigen, die im Rassenkampf nach politischem Gewinn streben, ignorieren zahllose Beispiele für die extreme Gefährlichkeit der Rassenpolitik im letzten Jahrhundert von Armenien bis Ruanda.

Trotz all seiner Fehler und Unvollkommenheiten und trotz jahrhundertelanger Konflikte und harter Lektionen ist Amerika eines der wenigen Beispiele für eine Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Kulturen, Glaubensrichtungen und Rassen die Möglichkeit hatten, in Frieden und Sicherheit zusammenzuleben.

Doch die Rückkehr des wissenschaftlichen Rassismus und seine Förderung durch einen Großteil unserer politischen, sozialen und kulturellen Elite bringt die Amerikaner aller Rassen in die größte Gefahr.

Über den Autor: John Radzilowski, Ph.D., ist Professor für Geschichte an der University of Alaska Southeast.

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Unchaining Demons: Critical Race Theorists and Progressive Activists Revive One of Humanity’s Worst Ideas

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Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.