JFB entschuldigt sich und DIW blamiert sich mit falschen Zahlen zur Berliner Mordrate

Von 10. Januar 2020 Aktualisiert: 10. Januar 2020 14:21
Auf JFB entschuldigte ich mich jetzt, die falschen Zahlen vom DIW übernommen und veröffentlicht zu haben. Zugleich bin ich bei der Nachrecherche auf andere schockierende Zahlen gestoßen, was die Mordrate von nichtdeutschen Berlinern anbelangt.

Vor wenigen Tagen berichtete ich auf JFB wie etliche andere Medien auch von einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Dieses gab an, Berlin hätte die mit großem Abstand höchste Mordrate aller europäischer Metropolen. Doch wie sich inzwischen herausstellte, scheinen die veröffentlichten Zahlen des DIW Berlin, welches der SPD nicht gerade fernsteht und zur Hälfte von dem Land Berlin und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit finanziert wird, falsch zu sein.

JFB entschuldigt sich, die falschen Zahlen vom DIW übernommen und veröffentlicht zu haben. Zugleich bin ich bei der Nachrecherche auf andere schockierende Zahlen gestoßen, was die Mordrate von nichtdeutschen Berlinern anbelangt.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) blamiert sich mit ungenauen Zahlen

Ende Dezember 2019 hatte das DIW unter der Federführung unter anderem seines Leiters Professor Marcel Fratzscher eine Studie herausgegeben unter dem Titel Berlin auf dem Weg ins Jahr 2030. In dieser behauptete das DIW, die Mordrate sei in Berlin sehr viel höher als in allen anderen untersuchten 15 europäischen Metropolen.

Dabei benutzte das DIW Zahlen von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die Zahlen stammen also alle aus derselben Quelle: einer OECD-Statistik. Für Deutschland enthalten die Zahlen allerdings nicht nur vollendete vorsätzliche Tötungsdelikte, sondern auch versuchte Tötungen sowie andere Delikte gegen das Leben (Schwangerschaftsabbrüche und fahrlässige Tötungen).

Elmar Jehn, der Chefredakteur des Berliner Kuriers, der ebenfalls über die exorbitanten Berliner Mordrate berichtet hatte, gibt an, dass die OECD auf Anfrage der Zeitung inzwischen einräumt habe, dass „im internationalen Vergleich die Mordraten für die deutschen Bundesländer ungewöhnlich hoch“ erschienen. (Niedersachsen hätte danach sogar eine „Mordrate“ von 6,5!, Berlin 4,4, Helsinki aber nur 0,3) Die OECD prüfe jetzt, ob die Zahlen nach ihren Standards berichtet wurden.

Die ganze Geschichte ist auf jeden Fall peinlich für das DIW, das hier offensichtlich nicht gerade sehr professionell arbeitete und sich auf Nachfrage darauf berief, dass alle Zahlen aus derselben Quelle bei der OECD stammten, um Vergleichbarkeit herzustellen – ohne zu hinterfragen, ob sie tatsächlich vergleichbar sind.

Das DIW räumt inzwischen ein:

Studie zur Situation Berlins im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten muss eventuell an einer Stelle geändert werden – Offizieller OECD-Statistik für einen der 35 Einzelindikatoren (Mordrate) liegen möglicherweise fehlerhafte Daten zugrunde …“

Aber betrachten wir es selbst genauer.
Zu unterscheiden sind:

  1. Straftaten gegen das Leben,
  2. vorsätzliche Tötungsdelikte und hier a) versuchte und b) vollendete Tötungen

Die Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2016 weist insgesamt

  • 167 erfasste Fälle von „Straftaten gegen das Leben“ aus,
    davon aber nur 92 erfasste Fälle von Mord (§ 211 StGB), Totschlag (§§ 212, 213 StGB) und Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB), siehe Seite 20.

Die OECD und das DIW haben sich nun offensichtlich an den Zahlen der „Straftaten gegen das Leben“ orientiert. Dazu zählen aber nicht nur

  • vorsätzliche Tötungsdelikte, wie Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen (das waren 2016 in Berlin insgesamt 92 erfasste Fälle), sondern auch
  • rechtswidrige Schwangerschaftsabbrüche (§ 218 f. StGB) und fahrlässige Tötungen (§ 222 StGB).

Das heißt, die OECD übernahm wohl fälschlicherweise die Zahl 167 statt 92. Hinzu kommt, dass in den 92 Fällen von vorsätzlichen Tötungsdelikten (Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen) auch die versuchten Tötungsdelikte mit enthalten sind, die fehlschlugen. Die vollendeten Delikte beliefen sich in Berlin 2016 aber nicht auf 92, sondern auf 37 Fälle. In 55 Fällen schlug also das beabsichtigte Tötungsdelikt fehl.

Legt man diese 37 Fälle der vollendeten vorsätzlichen Tötungsdelikte zu Grunde, so kommt man bei einer Berliner Einwohnerzahl im Jahr 2016 von ca. 3,52 Millionen (siehe PKS Berlin 2016, Seite 16) auf eine Mordrate von ca. 1,05 pro 100.000 und nicht auf 4,4, wie es das DIW angegeben hat.

Damit wäre Berlin in etwa auf dem Niveau wie London, Stockholm, Athen, Amsterdam, Rom oder Wien, sofern dort mit den gleichen Begrifflichkeiten gearbeitet wird. Das wäre jetzt für jede Stadt und jedes Land separat zu prüfen. Genau das wiederum wäre eigentlich Aufgabe des DIW gewesen, das diese Studie erstellte und herausgab. Dieser Aufgabe kam es offensichtlich nicht ansatzweise nach respektive wurde ihr nicht gerecht.

JFB entschuldigt sich, diese falschen Zahlen von der offensichtlich nicht professionell durchgeführten DIW-Studie übernommen und veröffentlicht zu haben. 

52 Prozent der Tatverdächtigen der vorsätzlichen Tötungsdelikte in Berlin waren Nicht-Deutsche

Nun aber noch ein anderer Umstand, auf den ich bei der Kontrolle der falschen OECD- und DIW-Zahlen gestoßen bin.

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In der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2016 (Seite 20 f.) heißt es nämlich weiter:

Der am 19. Dezember 2016 am Berliner Breitscheidplatz verübte Anschlag mit insgesamt 12 getöteten und über 60 verletzten Personen ist im vorliegenden Jahresbericht noch nicht berücksichtigt. Die diesbezüglichen Ermittlungen durch das Bundeskriminalamt waren zum Erhebungsstichtag noch nicht abgeschlossen. (…)

Zudem befanden sich unter diesen 92 Fällen 16 Fälle des „Versuchs der Beteiligung“ gemäß §30 StGB, also die Verabredung bzw. versuchte Anstiftung zu einem Mord oder Totschlag. Die Taten an sich haben nicht stattgefunden. (…)

Unter den im Berichtsjahr 2016 abgeschlossenen 92 Fällen gab es 55 versuchte und 37 vollendete Taten. (…) Zu den vollendeten Taten wurden 38 Personen … als Opfer erfasst. Im Berichtsjahr handelte es sich um 26 männliche und 12 weibliche Opfer.

Insgesamt wurden 131 … Tatverdächtige ermittelt. Der Anteil der nichtdeutschen TV stieg auf 51,9% … (Vorjahr 46,8%).“

Mehr als die Hälfte (fast 52 Prozent) der versuchten und vollendeten vorsätzlichen Tötungsdelikte wurden also von Ausländern, von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit begangen. Dabei machten diese aber nur 18 Prozent der Berliner Bevölkerung aus (siehe Seite 11), während 82 Prozent der Bevölkerung Berlins die deutsche Staatsangehörigkeit hatten, darunter auch solche, die nicht nur diese, sondern auch eine zweite hatten (Doppelpass).

Das heißt, auf einen nichtdeutschen Berliner kamen 4,55 Deutsche (82 : 18). Der eine Nichtdeutsche beging aber im Schnitt mehr vorsätzliche Tötungsdelikte als die 4,55 Deutschen, nämlich 51,9 Prozent, die Deutschen dagegen nur 48,1 Prozent. Die 18 Nichtdeutsche von 100 Berlinern begingen exakt 7,9 Prozent mehr vorsätzliche Tötungsdelikte als die 82 Deutschen (51,9 durch 48,1 = 1,079 = 107,9 %).

Ein Nichtdeutscher beging in Berlin im Jahr 2016 im Schnitt 4,9 mal so viele vorsätzliche Tötungsdelikte wie ein Deutscher, wobei bei dem Deutschen nicht nur indigene solche erfasst werden, sondern auch solche mit Migrationshintergrund. Würde man die rausrechnen, wäre der Faktor wohl noch um einiges höher als 4,9.

Siehe dazu auch die Betrachtung bezogen auf das Jahr 2016 für ganz Deutschland: Ausländer begehen fünfeinhalb mal so oft Tötungsdelikte wie Deutsche, wobei auch hier eingebürgerte Migranten in der Kriminalstatistik selbst bei einer Mehrfachstaatsbürgerschaft voll zu den Deutschen gezählt werden.

Zuerst erschienen auf JFB, dem Blog von Jürgen Fritz

Red.: Der auch von uns übernommene Artikel mit den falschen Zahlen vom 5. Januar wurde von uns offline gestellt.

Jürgen Fritz studierte in Heidelberg Philosophie, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Physik und Geschichte (Lehramt). Nach dem zweiten Staatsexamen absolvierte er eine zusätzliche Ausbildung zum Financial Consultant unter anderem an der heutigen MLP Corporate University. Er ist seit Jahren als freier Autor tätig. Sein Blog: JFB

 

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