Kommentar zum 21. Jahrestag der Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas

Von 29. Juli 2020 Aktualisiert: 29. Juli 2020 15:57
Es ist eine traurige Tatsache der Geschichte, dass sich die Menschen in der Vergangenheit von den Schrecken, die Stalin und Hitler in der Hungersnot in der Ukraine und im Holocaust geschaffen haben, abgewandt haben und zumindest für eine gewisse Zeit die Augen vor diesen Verbrechen verschlossen haben. Es ist jetzt unentschuldbar, dies in Bezug auf Falun Gong zu tun. Die Kommunisten müssen auf allen Ebenen zur Verantwortung gezogen werden.

Eine große australische Zeitung fragte mich einmal in einem Interview: „Glauben Sie an den Teufel?“ Ich war etwas überrascht und vermutete einen Hinterhalt. Eine bejahende Antwort könnte verspottet werden, eine negative könnte mich heuchlerisch erscheinen lassen.

Ohne jede Vorsicht antwortete ich wahrscheinlich zur Überraschung des Journalisten ziemlich spontan: „Natürlich tue ich das.“

„Wie sonst können wir die Tötung von über 125 Millionen Menschen im 20. Jahrhundert durch die Monster Hitler, Lenin und Stalin erklären – und durch Mao Zedong, der mehr Blut an den Händen hat als alle anderen? Wie sonst als durch die Existenz des Teufels, als einer Kraft des Bösen, können wir dies erklären?“

Und ich ergänzte: „Wie sonst kann man die Versklavung und Folter von Hunderten von Millionen Menschen noch erklären? Deutet dies nicht auf die Existenz einer besonders bösen Macht in dieser Welt hin?“

Das kommunistisch-faschistische Unternehmensmodell

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fürchteten die Kommunisten Chinas, als sie die völlige Armut und den Ruin erkannten, die sie dem chinesischen Volk auferlegt hatten, dass sie die nächsten sein würden. Damals flüchteten Menschen sogar schwimmend durch von Haien befallene Meere, um die britische Kronkolonie Hongkong zu erreichen.

Die Kommunisten retteten sich, indem sie das kommunistisch-faschistische Unternehmensmodell nach China brachten. Genau jenes Modell, welches Lenin kurzzeitig im Rahmen des neuen Wirtschaftsplans verwendet hatte, welches Mussolini als Teil der wirtschaftlichen und politischen Kontrolle Italien auferlegte und schließlich Hitler perfektionierte. So stellten sie sicher, dass die Wirtschaft funktionsfähig blieb, aber voll und ganz der Diktatur gehorchte.

Dadurch – und durch die Andeutung, dies sei ein Zeichen dafür, dass die Kommunisten beabsichtigten, ihr unterworfenes Volk in einem allmählichen Tempo zu befreien – wurden viele im Westen eingelullt.

Das war es nicht. Diese Änderung wurde zu einem einzigen Zweck angenommen, und nur zu diesem einzigen Zweck.

Sie diente der Selbsterhaltung einer unsagbar korrupten und außerordentlich bösen Intrige von Milliardärs-Despoten.

Aus Angst vor Machtverlust verfolgt die KP-China ihr eigenes Volk

Vor einundzwanzig Jahren hätte selbst den Naivsten klar werden müssen, dass die Kommunisten nie die Absicht hatten, das chinesische Volk zu befreien.

Nachdem das Regime bereits sowohl die Christen der Haus-Kirchen, die sich weigern, den „patriotischen“ Kirchen an der kommunistischen Front beizutreten, als auch die muslimischen Uiguren ins Visier genommen hatte, erklärte es ohne Vorankündigung einen grenzenlosen Krieg gegen Falun Gong.

Dies geschah aus zwei Gründen: Erstens war die Zahl der Praktizierenden exponentiell angestiegen und lag über der Gesamtmitgliederzahl der Partei, deren Mitgliedschaft für bestimmte Positionen in China obligatorisch ist.

Der zweite Grund: Die hauptsächlich unstrukturierte Bewegung von Falun Gong vertritt eine Philosophie, die Wahrhaftigkeit, Güte und Toleranz betont. Es handelt sich um Menschen, die sich dem Guten verschrieben haben und die mit den traditionellen chinesischen Religionen, aber auch mit den moralischen Lehren Jesu, im Einklang stehen.

Und als solche stehen sie im Widerspruch zu den brutalen Doktrinen der eigennützigen kommunistischen Intriganten, die, wenn sie ihnen schon nicht glaubten, doch zumindest die Daseinsberechtigung für ihr Überleben sind.

Um zu demonstrieren, dass sie wirklich die von Churchill beschriebene Bazillenplage sind, wandten die Kommunisten auf Falun Gong dieselbe ungeheuerliche Praxis an, die sie auch auf „Schuldige“ von Kapitalverbrechen anwandten, nämlich den Verkauf ihrer Organe. Zweifellos hat sich die verdorbene Führung zuerst bedient.

Internationale Gerichte bestätigten: KP Staatsführung betreibt Organraub

Unter den Kommunisten für schuldig befunden zu werden, ist die unvermeidliche Folge einer Anklage. Das ist wirklich Schuld durch Anklage. Wie der sowjetische Geheimpolizeichef Lawrenti Beria sagte: „Zeig mir den Mann, und ich zeige dir das Verbrechen.“

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Die Kommunisten machten Falun Gong zu Opfern des Handels mit menschlichen Organen, ohne auch nur den Anschein eines Strafverfahrens zu vermitteln. Falls es diesbezüglich je Zweifel gab, wurden sie durch die Ergebnisse einer Untersuchung des unabhängigen China-Tribunals mit Sitz in London für immer negiert.

Den Vorsitz führte der bekannte Anwalt Sir Geoffrey Nice QC, der stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Slobodan Milošević vor dem Internationalen Strafgerichtshof war. Neben anderen Rechts- und Menschenrechtsexperten war der Professor für pädiatrische Herz-Thorax-Chirurgie am University College London anwesend.

Zu den Beweisen gehörte der Augenzeugenbericht von Dr. Enver Tohti, der Gefangene operieren musste, zum Beispiel einen, dem in die rechte Seite der Brust geschossen worden war und den er für tot hielt. Aber als ihm klar wurde, dass das Herz des Mannes noch schlug, zwangen sie ihn, Leber und beide Nieren des Mannes zu entfernen, die Leiche wieder zuzunähen und „sich zu merken, dass heute nichts passiert ist“.

Organraub auf Bestellung

Es ist klar, dass von den Kommunisten gottlose Verbrechen in außergewöhnlicher Zahl begangen werden: Angesichts der Menge der im kommunistischen China durchgeführten Organtransplantationen; der Tatsache, dass es nur wenige freiwillige Spender gibt; des Aufkommens einer großen „On-Demand“-Industrie; der Beweise aus dem Hinrichtungsplan sowie den Berichten, dass Falun-Gong-Gefangene in der Haft medizinisch untersucht werden, um ihren Status als Organlieferanten zu beurteilen.

Es ist klar, dass gesunde, schöne junge Menschen weggebracht werden aus keinem anderen Grund, als dass sie in den Augen der Kommunisten Ketzer sind. Ihre Organe werden noch zu Lebzeiten entnommen, um sie in einem verwerflichen Handel zu verkaufen, der international verurteilt wurde.

Zu den Opfern gehören wahrscheinlich auch uigurische Muslime und „Haus“-Christen also Christen, die nicht zu den vom Kommunismus anerkannten Kirchen gehören, sondern in Privathäusern Gottesdienste feiern. Die größte Gruppe ist mit Sicherheit Falun Gong.

Alle haben Rechte – auch das chinesische Volk

Es gibt diejenigen im Westen, die davor warnen, die Kommunisten wegen dieser Verbrechen zu konfrontieren. Sie weisen auf die wirtschaftliche und politische Bedeutung des kommunistischen China hin. Einige profitieren von den Kommunisten, viele den „nützlichen Idioten“ Lenins ähnlich, von denen er sagte, sie würden das Seil verkaufen, mit dem die Kommunisten sie hängen würden. Und einige sagen sogar, dass das chinesische Volk anders ist und weder Demokratie oder gar Menschenrechte will, noch braucht.

Das ist völlig unwahr. Bei den jüngsten Wahlen in Hongkong und Taiwan hat das chinesische Volk gezeigt, dass auch sie sowohl Demokratie als auch Menschenrechte wollen. Taiwan hat in der Tat gezeigt, dass es auf das Wuhan- oder KPC-Virus weltweit am besten reagiert hatte. Eine Erfahrung, die leider ignoriert wurde, weil zu viele die Anweisungen Pekings befolgten, Taiwan als Aussätzigen zu behandeln.

Australien ist weit mehr als jedes andere Land der Nachkomme sowohl Großbritanniens als auch der Vereinigten Staaten und teilt als solcher die feste Überzeugung, dass, wie es in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung heißt, „alle Menschen gleich geschaffen sind, dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, zu denen Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören“. Folglich heißt es in der Präambel der Verfassung von Australien, dass die Menschen der verschiedenen Kolonien „im demütigen Vertrauen auf den Segen des allmächtigen Gottes zugestimmt haben, sich in einem unauflösbaren föderalen Commonwealth zu vereinen“.

Die Augen öffnen vor dem Verbrechen

Es ist der starke Glaube in der Anglosphäre und in der Tat im Westen, dass alle mit bestimmten unveräußerlichen Rechten geboren wurden.

Kein Volk bildet eine Ausnahme davon.

Es ist eine traurige Tatsache der Geschichte, dass sich die Menschen in der Vergangenheit von den Schrecken, die Stalin und Hitler in der Hungersnot in der Ukraine und im Holocaust geschaffen haben, abgewandt haben und aus Gründen, die sie selbst am besten kennen, zumindest für eine gewisse Zeit die Augen vor diesen Verbrechen verschlossen haben.

Es ist jetzt unentschuldbar, dies in Bezug auf Falun Gong zu tun. Die Kommunisten müssen auf allen Ebenen zur Verantwortung gezogen werden. Sofern und solange die Verfolgung nicht aufhört, muss dies der vorherrschende Grundsatz in unseren Beziehungen zu den Kommunisten in Peking sein.

 

Über den Autor: David Flint, A.M., ist ehemaliger Vorsitzender des Australischen Presserats, der Rundfunkbehörde und Juraprofessor im Ruhestand.

Der Artikel erschien zuerst in The Epoch Times: On the 21st Anniversary of the Persecution of Falun Gong by the Chinese Communist Party (deutsche Übersetzung ah).

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.