Madonnas okkulter ESC-Auftritt: Warum akzeptiert die Gesellschaft dämonische Unterhaltung?

Von 27. Mai 2019 Aktualisiert: 28. Mai 2019 7:33
Wie ist es möglich, dass Madonna beim Eurovision Song Contest 2019 vor rund 200 Millionen Menschen dämonische Rituale zelebriert und dunkle okkulte Symbolik auf die Bühne bringt – und niemanden scheint es zu stören?

Wie kann es sein, dass eine Mainstream-Performance, in der die Darsteller sich wie dämonische Kreaturen verhalten, in Flammen tanzen und eine komplett zerstörte Freiheitsstatue gezeigt wird, vor den Augen der Welt öffentlich aufgeführt werden kann – und sich scheinbar niemand die Augen reibt?

Ich beziehe mich natürlich auf den Auftritt von Madonna beim Eurovision Song Contest (ESC) 2019 in Israel. Denken Sie daran, dass der ESC kein kleines Event ist. Im Jahr 2018 hatten rund 190 Millionen Menschen den Singwettbewerb mitverfolgt.

Madonna verbreitet in ihren Musikvideos und Auftritten schon seit jeher satanische Botschaften – so, wie fast alle großen Popsänger das auch tun –, und so war der ESC-Auftritt für sie auch nichts Ungewöhnliches. Doch der scheinbare Mangel an Aufmerksamkeit seitens der Zuschauer und Veranstalter diesem Thema gegenüber sagt einiges darüber aus, wie verzerrt die Standards in der Unterhaltungsbranche geworden sind.

Die wahre Ironie ist aber, dass die Nachrichtenagenturen – bei all den Dingen, die an Madonnas Auftritt kritikwürdig waren – ausgerechnet die Klangqualität beklagten und den Umstand, dass die Sängerin offenbar einen Frieden zwischen Israel und Palästina forderte, indem die Darsteller am Ende der Performance mit den Fahnen der beiden Länder auf ihren Rücken gezeigt wurden.

„Like a Prayer“

Madonnas Kariere begann mit ihrem 1989er Lied „Like a Prayer“. Damals erschienen in ihrer Performance dunkle, kapuzenförmige Figuren auf einer Treppe mit einem gehörnten Teufelsgesicht, das im roten Licht hinter ihr projiziert wurde.

Diese dunklen Anfänge entwickelten sich zu dem, was sie heute beispielsweise in einem ihrer neuen Songs, „Future“, zusammen mit Rapper Quavo, zeigt. Die Tänzer zogen ihre Roben aus und enthüllten ihre weißen oder schwarzen Kostüme und Gasmasken aus dem Ersten Weltkrieg. Dann gibt Madonna vor, die in weiß Gekleideten zu töten. Und erklärt: „Sie denken, dass wir uns ihrer Verbrechen nicht bewusst sind, aber wir sind einfach nicht bereit zu handeln“ . Im Hintergrund ist ein Bildschirm zu sehen, der die Gestalt eines katholischen Priesters zeigt.

Dann fragt sie: „Kannst du unterhalb deiner Kapuze nicht hören wie der Wind anfängt zu heulen?“ Dann bläst sie auf die Tänzer, die so tun, als würden sie sterben, und das Set wird in höllische Flammen gehüllt. Dann erklärt sie: „Nicht jeder kommt in die Zukunft. Nicht jeder, der hier ist, wird durchhalten“, während sich das Hintergrundbild verschiebt, um eine kaputte und bröckelnde Freiheitsstatue in einem zerstörten New York City zu zeigen, und Übergänge in andere höllische Szenen zu sehen sind, wie etwa eine in Flammen gehüllte Bühne.

Dämonische Bilder – dunkle okkulte Symbolik

Die Performance ist gefüllt mit dämonischen Bildern und dunkler okkulter Symbolik.

Einige Zuschauer wiesen darauf hin, dass Madonna eine Augenklappe mit einem „X“ darauf trug, die angeblich ihre neue Persönlichkeit „Madame X“ darstellt. Natürlich ist es möglich, dass sie die Augenklappe trug, weil sie sie für „stylisch“ hält. Aber die bisherige Verwendung des Symbols, ein Auge zu bedecken, und die häufige Verwendung desselben Symbols durch andere Popstars, hat Fragen nach dessen Bedeutung aufgeworfen.

Viele verweisen auf das „Auge der Vorsehung“ oder das „Auge des Horus“ als Referenz. Während dies später als Freimaurersymbol verstanden wurde, geht es noch weiter zurück bis auf die illuministischen und luziferischen Sekten.

In den frühen luziferischen Einweihungen der Rosenkreuzer wurde ein Eingeweihter mit verbundenen Augen durch ein Labyrinth geführt, danach wurde seine Augenbinde zeremoniell entfernt. Das Bedecken eines Auges und das Aufdecken des anderen bezieht sich auf das Durchschauen der weltlichen Illusionen. Dies hat andere Bedeutungen im Inneren des dunklen Okkulten, wo Luzifer als der „Lichtbringer“ angesehen wird, der die Anhänger mit Wissen „erleuchtet“ – und die Geschichte des Gartens Eden, wo der Teufel Eva davon überzeugt hat, die verbotene Frucht aus dem Baum des Wissens zu essen.

„Wir können die Dunkelheit beleuchten“

Diejenigen im dunklen Okkultismus gieren oft nach weltlichem Wissen in dem Glauben, dass sie dadurch Macht über andere erlangen können. In luziferischen Sekten kehren sie die Geschichte vom Vertreiben des Menschen aus Eden um und verstehen Luzifers Täuschung als Geschenk. Sie beziehen sich auf ihn als den „Prometheus“ und den „Morgenstern“. Madonna spielt mit dem illuministischen Konzept des luziferischen Lichts und meint: „Wir können die Dunkelheit beleuchten. Jeder hat einen Funken.“

Im westlichen Okkultismus stammt die Idee, dass „jeder diesen Funken hat“, aus dem Konzept der inneren Dualität. Sie glauben, dass jeder Mensch einen Engel und einen Dämon hat – und viele versuchen, dies für ihr eigenes Streben nach weltlicher Macht und Wissen zu nutzen. Sie glauben, dass sie Engel und Dämonen nach ihrem Willen manipulieren können. König James warnte in seinem Buch „Dämonologie“ von 1597 vor diesen Praktiken und dem Glauben daran, dass diese Kräfte kontrolliert werden könnten. Er sagte, diese Individuen würden von ihrem Stolz getäuscht und von dämonischen Kräften versklavt werden, von denen sie glaubten, sie würden diese dominieren.

Dies gilt auch für das Konzept von „oben und unten“, bei dem der „Magier“ nach oben und unten zeigt. Eine bekannte Darstellung davon ist das satanische Bild des ziegenköpfigen Dämons Baphomet, das oft nach oben und unten zeigt. Madonna und andere Popstars stellen oft das gleiche Symbol dar.

Als jemand, der Kabbala lernt, ist es unwahrscheinlich, dass Madonna dies zufällig tut. Im dunklen Okkultismus wird das Aufwärtszeigen als Bezugnahme auf den „weißen Mond“ von Chesed im Baum des Lebens betrachtet, während das Abwärtszeigen auf den „schwarzen“ von Geburah verweist.

Wie kann das sein?

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Ein verbreiteter Glaube im bösartigen „Pfad zur linken Hand“ des dunklen Okkultes ist es, dass sowohl gute als auch böse Taten zum gleichen Ergebnis führen würden und dass sie „Erlösung durch Sünden“ erreichen könnten. Madonna scheint dies am Ende ihrer Performance darzustellen, wenn ihr die Darsteller in Weiß und Schwarz folgen, während sie und Quavo von der Bühne fallen – wahrscheinlich ein Hinweis auf ihr Untertauchen in den Abgrund, wo Gut und Böse in apokalyptischer Zerstörung vereint sind.

Natürlich ist es möglich, dass diese Popstars keine Ahnung haben, was sie tun und lediglich versuchen, für Aufsehen zu sorgen. Aber wie kommt es, dass die Gesellschaft diese dämonischen Bilder einfach ansieht und ein derartiges Schauspiel fast 200 Millionen Menschen gezeigt wird und niemand ein Problem damit zu haben scheint – während der simple Vorschlag, diesem Treiben ein Ende zu bereiten zu einem nationalen Skandal erhoben wird?

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Eurovision 2019: Why Have We Become Numb to Demonic Entertainment?

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.
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