Wie sag‘ ich’s meinem Kinde? Klima-Notstand und Klima-Schutz gegen Umwelt-Schutz

Von 30. November 2019 Aktualisiert: 30. November 2019 17:53
„Wie sag' ich's meinem Kinde?“ war jahrelang meine gedankliche Vorgabe für alles, was ich geschrieben habe: Leicht verständlich, einfach und doch inhaltsvoll, jede Komplexität umgehend und doch der Erkenntnis und der Wahrheit sehr nah, ja immer nur der Wahrheit verpflichtet.

Ich gebe zu, das Thema „Klima“ ist wirklich kompliziert. Nur mal so: Klima ist Natur, Klima ist etwas Organisches, Klima ist etwas Unbeschreibliches, Klima ist ein gefühlter Zustand, so wie das Klima einer Konferenz.

Einer, der mit dem Thermometer in den Konferenzraum käme, um das Klima zu messen, um die Durchschnittstemperatur zu messen, würde ausgelacht. Was für ein Idiot! – würden alle denken und sagen. Und käme einer, der behauptet, er könne das Klima schützen, dann erst recht. Nach Luft schnappen, würden sie, angesichts von so viel Blödheit. Wir machen das Klima, wir ganz allein! – würden sie sagen, die Konferenzteilnehmer.

Und damit kommen wir zum wichtigsten Thema der heutigen Politik, zum Klima-Schutz, das aktuell seinen Höhepunkt darin findet, dass das EU-Parlament mit einer 2/3 Mehrheit den „Klima-Notstand“ ausruft.

Wenn Du etwas schützen willst, dann muss es etwas geben, das existiert, das Du anfassen kannst, etwas Reales. Niemand kann das Klima anfassen, niemand kann das Klima messen, niemand kann die Einflussfaktoren regeln – es sei denn, jemand eliminiert einen Querkopf aus der Konferenz. Endlich ist Frieden, denken dann die anderen, wenn er weg ist. Das Klima der Konferenz ist gerettet.

Was macht die Wissenschaft für die Politik daraus?

Beim Klima, das sich auf das Wetter bezieht, ist das schwieriger: Das Klima in Alaska ist rau, das Klima in der Sahara ist heiß, in Mittelamerika tropisch, in Marbella ist es ausgeglichen langweilig und angenehm, das Klima in Mitteleuropa ist wechselhaft, in Moskau ist es kontinental, in der Bretagne atlantisch. Und was macht die Wissenschaft daraus?

Die Wissenschaft behauptet, man könne das Klima mit einem Temperaturen-Mittelwert von 30 Jahren bestimmen. Leseprobe aus Wikipedia dazu:

Das Klima ist der mit meteorologischen Methoden ermittelte Durchschnitt der dynamischen Prozesse in der Atmosphäre, bezogen auf einen Ort oder auf eine Region, einschließlich aller Schwankungen im Jahresverlauf und basierend auf einer Vielzahl von Klimaelementen. …“

So weit wäre nichts einzuwenden, weil die ganze Vielfalt erfasst ist. Aber weiter heißt es:

„Um neben allen anderen Witterungsvorgängen auch den Temperaturverlauf in einem statistisch relevanten Zeitrahmen mit ausreichender Genauigkeit darzustellen, empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die Verwendung von Referenzperioden …, in denen die Monatsmittelwerte als Zeitreihe über 30 Jahre in einem Datensatz zusammengefasst werden.“

Und was macht die Wissenschaft für die Politik daraus? Für ein sogenanntes Weltklima schmeißt sie Durchschnittstemperaturen von Alaska, Sahara, Marbella, Moskau, Bretagne und andere in einen Topf und ermittelt einen Mittelwert! Und dann beruft sich die Politik auf diese Wissenschaft, die behauptet, dass eine Vermehrung des Spurengases CO2 in der Luft zu einem überaus gefährlichen Temperaturanstieg führt.

Wie sag‘ ich’s meinem Kinde, was für ein Unfug das ist?

Vielleicht so:

Unsere Atmosphäre besteht aus durchsichtigen Gasen, die auf fast nichts reagieren, weshalb sie uns überall umgeben dürfen, ohne uns zu attackieren. Zu diesen Gasen gehört zu einem minimalen Anteil das Spurengas CO2, aktuell nur noch mit 0,04 Prozent, dem wir dennoch die Existenz unserer terrestrischen Pflanzenwelt zu verdanken haben, weil sie sich davon ernährt. Wir reden über einen Vorrat an „Futter“ für Pflanzen von 2.300 Millionen Tonnen CO2 in der Luft (in den Meeren sind es 50-mal so viel).

Das war vor Urzeiten einmal sehr viel mehr. Nur, so wie alles endlich ist auf dieser Welt, wenn es verbraucht wird, wurde das „Futter“ in der Luft immer weniger. Aus den anfänglich 9,0 Prozent Anteil in der Atmosphäre wurden 0,04 Prozent, weil über Hunderte von Millionen Jahre lang riesige Pflanzen (Farne und Bäume) mit gigantischem Wachstum der Atmosphäre das ganze CO2 entzogen und damit riesige Tiere (Dinos) fütterten.

Und wie es die Schwerkraft der Erde so an sich hat, hat sie die abgestorbenen Pflanzen auf ihrer Oberfläche abgelagert, aus denen sich dann Braunkohle aufhäufte, aus der später in tiefer liegenden Schichten unter Druck Kohle wurde, ausgelöst durch tektonische Verschiebungen. In den Meeren führte ein ähnlicher Vorgang zur Bildung von Öl- und Gasblasen.

Mittelalterliche Zwischeneiszeit brachte Hungernöte

Aber, je weniger CO2 in der Luft war, umso kleiner wurden Pflanzen und Tiere im Laufe von Millionen von Jahren. Es war eben langsam vorbei mit dem Überfluss. Man könnte sagen, dass sich das Ende der ursprünglich gigantischen pflanzlichen Prosperität auf der Erdoberfläche mit der Entwicklung unserer Zivilisation zeitlich überschnitten hat.

Ich rede hier konkret vom Mittelalter und seiner Zwischeneiszeit, sozusagen dem Tiefpunkt der Neuzeit mit vielen Hungersnöten, bedingt durch geringes Pflanzenwachstum aufgrund von Kälte und CO2-Mangel in der Luft. Die Pflanzenwelt hatte überirdisch fast alles CO2 herausgezogen. (In den Meeren gab und gibt es diesen Mangel nicht.)

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Aus der Not geboren, machten die Menschen den Sprung in die Neuzeit: Sie schufen das Wunder der Technik, die Erfindung von Maschinen und Motoren, verbunden mit einer neuen Art der Nutzung natürlichen Ressourcen: War es zuvor ausschließlich Fauna und Flora, die Wärme und Nahrung lieferten, konnten sie jetzt auch die unterirdisch angesammelten Kohlenstoff-Läger, also die fossilen Rohstoffe, erst die Kohle, dann Öl und Gas, als Brennstoff und mit dem Automobil als Kraftstoff verwenden. Wenn man so will, leben wir heute von der alten Prosperität der Erde.

Welch‘ ein Glück für die Menschheit? Die Sache ist zweischneidig. Glück ja, denn einen vergleichbaren Wohlstand gab es nie. Pech auch, denn auch diese Ressourcen sind endlich. Die wunderbaren Bodenschätze werden irgendwann weniger. Wir haben ja nur eine Erde.

Der richtige Weg heißt nicht Klimaschutz, sondern Umweltschutz

Wäre die Dekarbonisierung ein Ausweg? Sollten wir den fossilen Ressourcen-Verbrauch beenden? Wer das fordert, übersieht die positiven Auswirkungen der CO2-Gas-„Produktion“ durch Motore und Öfen: Die Pflanzen bekommen aus ihrer Luft mehr CO2, also mehr „Futter“, und deshalb wachsen, verbunden mit der angenehmen Warmzeit in der wir leben, weltweit die Grünflächen kräftig – nachgewiesenermaßen, wie jetzt schon die zweite große Studie bestätigt hat, mit der Folge, dass den Menschen größere Mengen an Nahrungsmitteln angeboten werden können. Wer will jetzt noch das Klima schützen und dekarbonisieren?

Und doch muss etwas getan werden, aber der richtige Weg heißt nicht Klimaschutz, sondern Umweltschutz, und das geht so:

Die Schonung der Ressourcen, ihre Kontingentierung, ihr Erhalt auf Dauer, auch für kommende Generationen, ist der richtige Umweltschutz (so wie das Bauverbot im Außenbereich). Die sinnvolle Kontingentierung verteuert zwar die Rohstoffe, aber sie macht damit die Entwicklung neuer Technologien rentabel. Wir haben heute kein Problem, die Restvorräte an fossilen Ressourcen zu schätzen und sie für die Menschheit langfristig zu verplanen, wie man eben Restvorräte einteilt.

Wirkungslos ist dagegen die Regulierung des Verbrauchs beim Verbraucher, also end-of-pipe, wie auch die CO2-Steuer, weil sie nur den Verbrauch hin zum Staat verschiebt, während die Explorationsmengen gleich bleiben.

Neue Technologien sind die Ressourcen der Zukunft

Mit dem richtigen Ansatz, der geplanten und regulierten Schonung der Ressourcen an der Quelle, also im Boden, wird dann auch die auf Dauer billigste aller Ressourcen dieser Welt gehoben:

Neue Techniken, neue Technologien. Sie sind die Ressourcen der Zukunft, die dann das Überleben der Menschheit über weitere Jahrhunderte, ja vielleicht Jahrtausende, ermöglichen. Wer diesen Weg versperrt, indem er dekarbonisiert, übersieht, dass für das Pflanzenwachstum weltweit das CO2, das Karbon in der Luft, für unser Leben unverzichtbar ist und ein Mehr in der Atmosphäre überaus willkommen ist.

Wer diesen Weg versperrt, nimmt der Wirtschaft das Karbon als Energieträger weg und nimmt ihr außerdem den wichtigen Regulator für technische Neuerungen – jawohl, Knappheit und ein hoher Marktpreis sind der Motor der Innovation, sind also unverzichtbar.

Frage ist nur: Wie sag‘ ich’s meinem Kinde?

Der Autor Florian Josef Hoffmann ist Rechtsanwalt, Buchautor und Betreiber der Webseite www.eu-trust.org

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