Great-Reset-Gipfel 2021: Corona als Beschleuniger der „vierten industriellen Revolution“ (4IR)

Von 15. Oktober 2020 Aktualisiert: 27. Januar 2021 18:25
Der Great-Reset-Gipfel des Weltwirtschaftsforums plant, die "vierte industrielle Revolution einzuleiten und die Welt in einen besseren Zustand zu versetzen" – mit der Einführung digitaler Identitäten (ID2020) und dem darauf aufbauenden „Internet der Dinge“. Hinzu kommen globale COVID-Impfungen und (digitales) Zentralbankgeld, schreibt Dr. Daniel Hoffmann.

Als Reaktion auf die global wirkende Corona-Krise kündigte das World Economic Forum (WEF) an, den sogenannten Great-Reset-Gipfel abzuhalten.

Auf diesem sollen Maßnahmen für einen Neustart der weltweiten Wirtschaft und politischen Beziehungen vor dem Hintergrund der durch die Corona-Krise bedingten Probleme erörtert werden. Dazu wurde bereits die „COVID Action Platform“ initialisiert.

Die IWF-Präsidentin postulierte bei der WEF-Pressekonferenz als Ergebnis der Corona-Krise eine „grünere, smartere und fairere Welt“. Prinz Charles erblickt eine „goldene Gelegenheit“ für das Zusammenwachsen der Menschheit, und der Microsoft-CLO konstatierte, Breitband (5G) sei die „Elektrizität“ des 21. Jahrhunderts, also weltverändernder Innovationstreiber eines nun neu einsetzenden Kondratieffzyklus.

WEF-Mindmaps verschaffen Orientierung

Die Mission des WEF besteht darin, die vierte industrielle Revolution einzuleiten und die Welt in einen besseren Zustand zu versetzen. Zu diesem Zweck schafft es als globale Institution eine Plattform, auf der sich globale Stakeholder als eine Art Weltöffentlichkeit zu unterschiedlichsten sozialen, technologischen, ökonomischen und politischen Themen Gehör gegenüber den Regierungen verschaffen.

Da alles mit allem zusammenhängt, werden hierzu Mindmaps erstellt, welche die unterschiedlichen interdependenten Problembereiche inhaltlich, geografisch und politökonomisch strukturiert in Beziehung setzt sowie dadurch Orientierung und Zielhierarchisierung ermöglicht.

Das WEF-Planspiel Event 210 hat diesem Ansatz folgend im Oktober 2019 die Reaktion auf einen „Corona-Ausbruch“ in vier Hauptaktionsfeldern (medizinische Gegenmaßnahmen, Handel und Reisen, Finanzen, Kommunikationswesen) im Wesentlichen exakt antizipiert. Entscheidend seien nun „Response and Recovery“.

Bill Gates, Gavi, ID2020, KTDI und Accenture

Neben Microsoft, dem zweitwertvollsten Unternehmen der Welt, und der Bill & Melinda Gates Foundation ist u.a. die Unternehmensberatung Accenture sehr aktiv im Rahmen des WEF.

Accenture postuliert zusammen mit der UNO, dass eine digitale Identität ein Menschenrecht sei, und arbeitet im Rahmen des WEF an diversen Projekten, die mit der Einführung von solchen, basierend auf Blockchain- bzw. Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und biometris“Schriften zur Erforschung des Geldwesens: Corona als Beschleuniger der ‚4. Industriellen Revolution‘ – Der ‚Great Reset‘ für die Globalisierung“cher Erfassung, zu tun haben.

Beim Davos-Gipfel 2018 startete das Projekt „Known Traveller Digital Identity“ (KTDI). Flugreisende zwischen den Niederlanden und Kanada kommen seit Anfang 2020 bevorzugt und schneller durch die Abfertigung, wenn sie sich freiwillig eine digitale Identität zugelegt und die notwendigen Reisepapiere digital hinterlegt haben. Die Abfertigung besteht dann nur noch in der biometrischen Erkennung und automatischen digitalen Dokumentenprüfung.

Bereits im Mai 2016 wurde im UN-Hauptquartier in New York die Digital Identity Alliance (ID2020) – finanziert u.a. von Microsoft, Accenture und der Impfallianz Gavi – gegründet, Motto: „ID2020: DIGITAL IDENTITY with Blockchain and Biometrics“.

Jeder Mensch solle auf Lebenszeit eine globale personalisierte, portable, biometrisch verbundene digitale Identität erhalten. Insbesondere Menschen ohne Ausweispapiere, z.B. „staatenlose“ Flüchtlinge, benötigten eine solche.

Im September 2019 gaben ID2020 und die Regierung von Bangladesch im Rahmen eines Gavi-Programms die Einführung digitaler Identitäten in Verbindung mit Impfzertifikaten bekannt. Bis Februar 2020 wurden für 100 Millionen Kinder solche digitale Identitäten angelegt und die entsprechenden Impfdaten personalisiert erfasst.

19 Mrd. COVID-19-Impfungen, TBI, Blockchain, Starlink und das „Internet der Dinge“

Jedem Menschen sollen laut WEF und Harvard-Universität gleichberechtigt zugänglich (mindestens) zwei COVID-19-Impfdosen als globales öffentliches Gut bereitgestellt werden.

UNDP-Chef Achim Steiner wiederum schlug vor, den Menschen in einkommensschwachen Ländern durch ein temporäres bedingungsloses Grundeinkommen („temporary basic income“, TBI) zu ermöglichen, der Arbeit fernzubleiben, um dem Tod durch COVID-19 zu entgehen – Kostenpunkt bei rund drei Milliarden Empfängern: ca. 200 Mrd. bis 500 Mrd. USD monatlich. All diese Vorschläge machen eine global institutionalisierte blockchainbasierte digitale Identität notwendig, um die Logistik, Sicherheit und faire Zuteilung zu gewährleisten.

Solche international anerkannten, unverfälschbaren, dezentralen digitalen IDs sind die Grundlage für das „Internet der Dinge“ (Internet of Things, IoT), welches wiederum die Basis für die von WEF-Gründer Klaus Schwab postulierte vierte industrielle Revolution (4IR) ist.

Passenderweise wurde Anfang 2020 – parallel zum Beginn der Installation von 5G – das Starlink-Programm von Elon Musk gestartet, welches über Zehntausende erdnahe Satelliten auch den entferntesten Winkel der Erde mit superschnellem Internet versorgen können soll.

Vor diesem Hintergrund erlangen die aktuelle „Militarisierung des Weltraums“ – insbesondere seitens der US-Amerikaner (Space Force, NMD), Chinesen (Mondmission) und Russen (Hyperschallraketen, Elokawaffen) – und die gegenwärtigen New-START-Atom waffen(ab)rüstungs-Verhandlungen nochmals an Dramatik.

Radikale, unkonventionelle Ideen zur „Reform des Kapitalismus“

Auf Zentralbank- und Regierungsebene werden zunehmend ernsthaft – in Anlehnung an die Neue Monetäre Theorie (NMT) – sogenanntes Helikoptergeld und bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert. Der Staat solle Zentralbankgeld drucken lassen und es „wirtschaftsstimulierend“ direkt an seine Bürger bzw. Unternehmen verteilen. Die Zinsen sollen der „Postwachstumsgesellschaft“ angemessen über Jahrzehnte negativ bleiben.

Die Zentralbanken animieren die Staaten zu weiterer Schuldenaufnahme, um coronabegründete Rettungs-, Konjunktur- und Klimamaßnahmen zu finanzieren, worunter auch Sozial-, Digitalisierungs- und Rüstungsausgaben sowie Steuersenkungen fallen.

„Schriften zur Erforschung des Geldwesens: Corona als Beschleuniger der ‚4. Industriellen Revolution‘ – Der ‚Great Reset‘ für die Globalisierung“Die Gewährung staatlicher Gelder bzw. Unterstützung von Zentralbanken soll an die Einhaltung staatlicher Lenkungsziele („Klimaschutz“, „Gendergerechtigkeit“ etc.) gebunden werden (Metrics). Die Durchbrechung der Nullzinsgrenze („zero lower bound“) könne – wie vom IWF unter Frau Lagarde empfohlen – durch das „duale Geldsystem“, sprich: durch Erhebung von elektronischem Zentralbankgeld zum alleinigen gesetzlichen Zahlungsmittel, erreicht werden.

Schweden führte erstmals Anfang 2020, beraten durch die Unternehmensberatung Accenture, ein „Krypto-Zentralbankgeld“ ein: die E-Krona. China folgte mit dem E-Yuan. Die Banque de France testet überraschend E-Euro, die Schweizer Zentralbank E-Franken. Die Schnittstellen zum IoT und einer „smarteren, grüneren und faireren“ Ökonomie sind ersichtlich.

G20-Gipfel, Wirecard, Trump-Wahl, Standard für Krypto-Zentralbankgeld und globales Steuersystem

Beim G20-Gipfel in Riad im November 2020 sollen ein weltweiter technischer Standard für digitales Zentralbankengeld (CBDC) und ein globales „Digitalsteuersystem“ vereinbart werden. Auch die Sonderziehungsrechte (SZR) des IWF könnten „digitalisiert“ werden und Corona-Impfprogramme in Niedrigeinkommensländern „vorfinanzieren“.

Gordon Brown, der frühere Premierminister Großbritanniens, rief bereits nach einer „global government to tackle the coronavirus“. Die US-Präsidentschaftswahl findet noch vor dem G20 statt.

Dies erinnert an den G20-Weltfinanzgipfel nach der Ablösung der Republikaner durch Obama 2008. Sollte Trump wiedergewählt werden, dürfte der Kampf um die monetäre und digitale Vorherrschaft in ein neues Stadium treten.

Der Plan der US-Republikaner zu einer cashflowbasierten Unternehmenssteuer („destination-based cash flow tax“, DBCFT) in Verbindung mit der Digitalsteuer und digitalem Zentralbankgeld auf Weltebene würde Bilanzbetrugsfälle wie Wirecard unmöglich machen. Alle Transaktionen wären dezentral in einem globalen Hauptbuch erfasst und die Steuerbehörden hätten global Zugriff auf diese revisionssicheren „Buchführungsdaten“.

Diese neue Form der „Global(be)steuerung“ wäre dann die Krönung der Vision einer „neuen Normalität“ der NMT und das monetäre Fundament der vierten industriellen Revolution.

Der Finanzwissenschaftler Dr. oec. Daniel Hoffmann (Jahrgang 1981) ist als Politikberater in den Bereichen öffentliche Finanzen und Geldpolitik tätig. Dieser Artikel stellt eine Zusammenfassung seiner fast 50-seitigen Studie im Rahmen der Schriften zur Erforschung des Geldwesens dar: „Corona als Beschleuniger der ‚4. Industriellen Revolution‘ – Der ‚Great Reset‘ für die Globalisierung“, 14.10.2020. Der Artikel erschien zuerst bei Smart Investor.de.

Ergänzung: Das nächste Treffen des Weltwirtschaftsforums findet auf dem Bürgenstock NW und in Luzern statt. Vom 18. bis 21. Mai 2021 treffen sich Politiker und Wirtschaftsleute in der Zentralschweiz (nicht wie ursprünglich hier geschrieben in Davos).

 



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