Leichensuche im „Hochinzidenzgebiet“

Von 1. Juli 2021 Aktualisiert: 2. Juli 2021 13:09

Da in Deutschland auch die schlimmste Virus-Variante, die der Dramatik wegen zur „Mutation“ oder „Mutante“ erklärt wird, stets unauffällig bleibt, verweisen die Pandemiker auf Horrorszenarien im Ausland. Auch Länder Südamerikas gelten laut Bundesregierung/RKI als Hochinzidenzgebiete. Dabei findet auch hier die Pandemie vor allem in den PCR-Statistiken und den aufgebrachten Medien statt. Auf unserer Suche nach den Leichenbergen treffen wir auf eine entspannte Situation.

Bereits im Sommer 2020 widerlegte unsere 4.000 Kilometer weite Reise durch den Balkan das damalige Regierungsnarrativ von gravierender Durchseuchung und strengen Gesundheitskontrollen an den Grenzen. Ob Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Rumänien oder Bulgarien: An keiner Grenze gab es die vom Außenministerium auf seiner Website beschriebenen Restriktionen. Im Gegenteil – überall wurden Reisende freundlich begrüßt. Medizinische Untersuchungen, Tests? Nirgendwo. Der Balkan zeigte sich souveräner als die „entwickelten“ Staaten Nordeuropas. Lustloses Masketragen aus Angst vor Repressionen gab es nur in Geschäften. Wobei es reichte, sie einfach irgendwie zu tragen – ob mit freier Nase oder über dem Kinn, spielte keine Rolle. In den großen Supermarktketten wurde hin und wieder Fieber gemessen. Das wars mit Corona im Balkan.

Nach dem „Horrorwinter 2020“, der erneut keine Übersterblichkeit in Europa brachte, nach dem Beweis der manipulierten Intensivbettenzahlen durch den Bundesrechnungshof, nach dem Beweis durch das Gutachten des Bundesgesundheitsministeriums, dass das Gesundheitssystem wegen Corona zu keiner Zeit vor einer Überlastung stand, mussten erneut die Gefahren aus fremden Landen herbeifantasiert werden. Englische, indische, afrikanische „Mutanten“, Delta, Lambda, Eta, trallala und ihre Freunde seien nun noch gefährlicher und bedrohlicher und träfen teilweise vor allem Kinder, damit man den Impfdruck auch für die noch verbliebene junge Zielgruppe erhöhen konnte.

Die „Mutanten“, die selbst in den angeblichen Ursprungsländern zumeist weder bekannt noch relevant sind, haben die staatsdienlichen Medien erneut begeistert aufgenommen. Und die sich widerwillig verbreitende – uralte – Erkenntnis, dass PCR-Tests zum Monitoring einer Pandemie nicht taugen, ändert vorerst nichts an der Inszenierung. Die Pandemiker wollen den Umbau der Gesellschaft fortsetzen.

Wo sind die Leichen in den Hochinzidenzgebieten?

Zurück zu den Leichenbergen in Südamerika. Journalismus zu Fuß ist analog und heißt auch hier, mit jedem Menschen zu sprechen, der einem begegnet. Informationen vor Ort einholen. Was auffällt, ist die weithin hohe Maskentreue. Nach dem Grund befragt, geben die einheimischen Maskenträger drei Gründe an: Respekt gegenüber den Ängstlichen, keine Lust auf Ärger, vor allem aber auch die Sorge vor Infektionen jedweder Art.

„Durch die geschürte Angst vor Corona gehen die Menschen schon bei den geringsten Anzeichen einer Erkältung in die medizinischen Zentren“, sagt uns eine deutsche Unternehmerin, die seit 16 Jahren in Paraguay lebt. „Die ohnehin geringen Kapazitäten sind daher permanent erschöpft. In diesen Zeiten will niemand krank werden. Aber hier sterben das ganze Jahr viele Menschen auf den Fluren der überfüllten staatlichen Kliniken. Und private Krankenhäuser können sich die einfachen Leute nicht leisten.“

Corona – eine Pandemie der Oberschicht?

Auch in Paraguay gibt es zwei Pandemie-Lager: Die einen haben Angst vor einer Ansteckung, schützen sich selbst und versuchen mit allen Mitteln an eine Impfung heranzukommen. Eine Hotelbetreiberin in der Hauptstadt Asuncion beschreibt die Situation so: „Vor allem die Gebildeten und Wohlhabenden haben Angst. Weil es bei uns keine Impfstoffe für die jüngeren Altersgruppen gibt, sind Tausende in die USA geflogen, um sich ihre Johnson & Johnson-Spritze abzuholen.“

Ob sie selbst geimpft sei, will ich wissen. Sie lacht laut: „Mein Gott nein!“ Die 31-jährige Mutter einer einjährigen Tochter weiß Bescheid. „Nach der ersten Angst Anfang 2020 wurde meinem Mann und mir klar, dass hier etwas nicht stimmt. Wir haben uns selber schlaugemacht. Uns ist klar geworden, dass hier eine komplett manipulierte Situation erzeugt wurde. Es ist wie in einem furchtbaren Film. Eine Dystopie. Und es passiert direkt vor unseren Augen und die meisten Menschen sehen es nicht.“ Sie und ihr Mann, ein Anwalt, kümmern sich jetzt um ein gutes Leben. „Die großen Ereignisse können wir ohnehin nicht beeinflussen. Wir lassen den Fernseher aus und lesen Bücher. Die Berichte in den Medien sind nicht mehr auszuhalten.“

Die Landbevölkerung glaubt nicht an die Pandemie

Vor allem die Landbevölkerung sieht das Thema Corona durchaus skeptisch. Sie erkennen keine pandemischen Folgen in ihren Städten und Dörfern. „Da stimmt doch etwas ganz und gar nicht“, hören wir häufig. „Covid betrifft vor allem sehr alte und kranke Menschen“, sagt ein Hotelangestellter in Hohenau, im Süden Paraguays. „Ich trage die Maske nur, wenn ich arbeite. Weil ich das muss. Die meisten wissen, dass das mit Corona nicht so stimmen kann.“

In Südamerika ist die Bevölkerung mit Erkrankungswellen vertraut. In manchen Jahren rafft das Dengefieber Abertausende Menschen dahin. Covid mit seiner Symptomatik ist auch hier erkennbar eine saisonale Erkrankung mit überwiegend bekannter Symptomatik. Im Gespräch mit einer Anwältin und Notarin in Villarica über die aktuelle Situation erfahren wir, dass es keine Erhöhung der Sterblichkeit gibt. Ihre Kanzlei beschäftigt viele Anwälte und sie wickelt als staatlich beauftragte Notarin auch die Erbschaften ab.

„Wir haben hier keine anderen Zahlen als in sonstigen Jahren.“ Sie hatte im Herbst 2020 eine Erkältung und ging vorsorglich für eine Woche in eine Privatklinik. „Es war aber ein milder Verlauf. Eine Erkältung. Aber ich hatte einen positiven PCR-Test. Ich wollte nur sicher sein, dass ich im Notfall Hilfe bekommen kann.“ Ihr Arzt beglückwünschte sie: „Er sagte zu mir: Freue Dich, Du hast jetzt einen natürlichen Schutz gegen das Virus und seine Varianten.“

In Itapua treffen wir auf Werner, 60 Jahre alt, ein Einwanderer. Er hat einige Vorerkrankungen und spritzt sich zur Prävention, „falls es dieses COVID wirklich gibt“, regelmäßig Ivermectin. „Das verwende ich auch für meine Rinder. Habe immer einen Liter davon im Kühlschrank.“ Die Dosierung hat er sich aus den Behandlungsprotokollen südamerikanischer Ärzte besorgt. Auch Werner sieht in seinem Umfeld keine Pandemie. „Nicht bei den Einheimischen, nicht bei den Kolonisten. Klar stirbt auch mal einer, der einen positiven Test hatte. Aber ob das dann Corona war, ist eher fraglich. Die Leute, die hier sterben, sind meist eh schon fertig.“

Keine Leichenberge im Hochinzidenzgebiet

Auch in Paraguay wird Angst verbreitet. Aber für jene Menschen, die aufgrund ihrer Armut ohnehin täglich im Kampf ums Überleben gefangen sind, kommt die Bedrohung nicht von einem Virus. Es sind auch hier die Maßnahmen, die die Menschen existenziell gefährden. Die mikroökonomischen Strukturen zerbrechen unter den Lockdowns. Bis zu einem gewissen Grad macht man mit. Mutter, Vater und zwei Kinder auf einem Motorrad. Die Eltern brav mit deutlich gebrauchter Maske. Der Vater fährt mit Flip-Flops. Alle ohne Helm. Sicher ist sicher.

Den ersten Lockdown beendeten die Paraguayer mit Aufständen. Niemand hat hier Reserven für viele Wochen. Keine Arbeit, kein Geld, keine Nahrung. Die Regierung musste den Lockdown beenden. Sie wäre sonst hinweggefegt worden. Und Gnade Gott den Verantwortlichen, wenn sie es wagen sollten, die Kinder Paraguays zu impfen. „Nach den ersten Todesfällen“, sagt uns Charles, ein französischer Einwanderer, „holen die Paraguayer die Verantwortlichen aus dem Parlament, erschießen sie und lassen sie in den Dornbuschsavannen des heißen Chacos verschwinden.“

Zuerst erschienen in der Zeitung „Laufpass“.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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