Überraschung Ibiza-Video? Heiko Schrang und Gerald Grosz über Politik, ein dreckiges Geschäft!

Von 22. Mai 2019 Aktualisiert: 22. Mai 2019 15:16
Ein gekonnt eingeübter Aufschrei aus den Reihen der politischen Gegnerschaft wegen eines skandalösen Videos auf Ibiza. Heiko Schrang und Gerald Grosz finden, dass Politik generell ein schmutziges Geschäft ist. Da braucht man sich nichts vormachen.

Ein Aufschrei geht durch die Polit- und Medienlandschaft. Das Ibiza-Video! Ein Skandal! Eine Regierung wird dazu gebracht, sich selbst zu „stürzen“.

Doch der Fall zeigt nicht nur die Verfehlung von Einzelpersonen, sondern lässt das schmutzige Gesicht der Politik als solches erkennen: Es wird kalkuliert und spekuliert, um Macht und Ansehen, und alles auf Kosten der Bürger, die einst diese Regierung gewählt haben und deren Wählerentscheidung einfach so ausgehebelt und weggeworfen wird.

Andere versuchen den Skandal gar zu nutzen, um unliebsamen „Gegnern“ zu schaden, ihnen ein paar Prozentpunkte bei den EU-Wahlen abzujagen. Dafür wird gemutmaßt und angedeutet, pauschalisiert und mit Generalverdacht überzogen, von den selben Politikern, die nicht müde werden, bei Verbrechen durch Migranten genau vor diesen Dingen zu warnen.

In der Sendung „Anne Will“ sagte Martin Knobbe, Leiter des Hauptstadtbüros des „Spiegels“, dass er keinen Einfluss darauf hatte, wann das Videomaterial zu ihm kam. Nach der Prüfung wurde es dann rasch veröffentlicht. Da das Video aber bereits 2017 im Urlaub von Heinz-Christian Strache auf Ibiza gedreht wurde, stellt sich eher die Frage: Wer hat es zu genau diesem Zeitpunkt vor der EU-Wahl an die Medien weitergegeben? Und: Warum deckte man den Skandal nicht auf, nachdem er passiert war oder besser gesagt initiiert wurde?

Heiko Schrang fragt nach dem „W“

Autor und Video-Blogger Heiko Schrang ist der Meinung, dass so eben Politik ist und das dies zum Tagesgeschäft der Politiker gehört. Seit Jahrhunderten schon.

Da wird gelogen, betrogen, verschachert, die Großmutter letztendlich verkauft.“

Und Heiko Schrang fragt sich stellvertretend für viele andere:

  • Wer hat einen Nutzen daraus, dass dieses Video jetzt auf den Markt kommt?
  • Wer hat dieses Video überhaupt gemacht?

Doch da könnte man ja auch meinen, der Heiko Schrang ist ja kein Politiker, woher will er denn das wissen? Und Österreicher ist er auch nicht.

Gerald Grosz: Politik ist ein dreckiges Geschäft

Wenn es da nicht den Grazer Consulting-Unternehmer Gerald Grosz gäbe, ehemaliger Politiker, ehemaliger österreichischer Nationalrat und ehemaliger Bundesobmann des „Bündnis Zukunft Österreich“ (BZÖ), der nach dem Ibiza-Video in einer Botschaft an Kanzler Kurz offen zugibt:

Unter uns: Wir alle sind uns doch im Klaren, (…) dass Politik leider so funktioniert. (…) Ja, Politik, das ist ein dreckiges Geschäft.“

Doch was er als „einfacher, steuerzahlender, rechtschaffener und vor allem wahlberechtigter Österreicher“ nicht mehr verstehen könne, sei die Tatsache, dass das Land leichtfertig durch die Aufkündigung der Regierung in eine Staatskrise gestürzt werde.

Nur weil ein paar Tausend linke Chaoten vor dem Bundeskanzleramt demonstrieren, sprenge man die Regierung nicht in die Luft, so Grosz.

Herr Kurz, jetzt bleiben alle Reformen für acht Millionen Österreicher auf der Strecke, nur weil sich Parteien einen strategischen Vorteil aus der Verfehlung eines einzelnen ausrechnen“.

Und, weil zwei Herrschaften ein moralisches, nicht einmal strafrechtlich relevantes Problem hätten, werde die halbe Bundesregierung über Nacht ausgetauscht, gefolgt von „vorgezogenen Wahlen im Burgenland, in Oberösterreich, in Linz, vielleicht noch in der Steiermark und in Graz“.

Wollen Sie alle Pfarrgemeinderäte in Österreich auch noch durchwählen lassen, weil sich vielleicht irgendwo ein FPÖ-Wähler darin befindet?“

Grosz vermutet offenbar Berlin hinter der Aktion: „Frau Merkel hat bereits Deutschland ruiniert.“

Mache „ihr Knecht Jan Böhmermann“ dies nun auch mit Österreich?

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.
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