Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Schwarz, bettinas-jungbrunnen.de

Birnen à la carte: Vier Rezepte und eine 2.000-jährige Vergangenheit

Von 22. November 2020 Aktualisiert: 22. November 2020 9:17
Birnen galten nicht nur im Märchen als Wunderheilmittel, kein Wunder also das der Baum unter anderem von Babyloniern und Germanen als heiliger Baum verehrt wurde. Heute gibt es etwa 5.000 Arten der heiligen Früchte – mit denen man außerdem wunderbar kochen und backen kann.

„Vor eines Königs Palast stand ein prächtiger Birnbaum, der trug jedes Jahr die schönsten Früchte, aber wenn sie reif waren, wurden sie in einer Nacht alle geholt, und kein Mensch wusste, wer es getan hatte.“ Im Märchen „Die weiße Taube“ der Brüder Grimm endet die Geschichte vom Birnendieb mit der Hochzeit einer einst verzauberten Prinzessin und ihrem Retter. Birnen kannten die Menschen doch schon lange vorher.

So berichtetet der griechische Naturforscher und Philosoph Theophrast (372 v. Chr. – 286 v. Chr.) von drei Birnensorten. Marcus Porcius Cato der Ältere (234 v. Chr. – 149 v. Chr.) nennt bereits fünf bis sechs Arten. Plinius der Ältere (23 n. Chr. – 79 n. Chr.) kennt derer schon 38. So lässt sich der Weg der Birne mithilfe der antiken Gelehrten verfolgen. Heute gibt es etwa 5.000 verschiedene Birnensorten.

Birnen enthalten die Vitamine A, der B-Gruppe, C und die Mineralstoffe Magnesium, Zink, Phosphor, Kalium und Kalzium. Diesen Bestandteilen wird unter anderem eine harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung zugesprochen. Zudem sollen Birnen einen nervenstärkenden Effekt haben. Hildegard von Bingen vertraute auf die Heilkraft von Birnen und verschrieb gekochtes Mus gegen Migräne. Kein Wunder also, dass die Birne von den Babyloniern und Germanen als heiliger Baum verehrt wurde.

Übrigens, man kann mit Birnen auch wunderbar kochen …

Ziegenkäse-Birnen-Schnecken

Zutaten für ca. 18 Schnecken

Für den Teig

  • 500 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 20 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 1 Ei
  • 21 g Frischhefe (½ Würfel)
  • 1 TL Thymian
  • 2 TL Salz

Für die Füllung/Dekoration:

Zubereitung (einschließlich Back- und Ruhezeit ca. 2,5 Stunden)

Alle Zutaten für den Teig miteinander vermischen und mit dem Knethaken eines Handrührgeräts gut verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte mit den Händen kurz durchkneten und dann mit einer Teigrolle gleichmäßig dünn zu einem Rechteck ausrollen. Anschließend das Walnuss-Feigen-Mus auf den Teig streichen.

Birnen längs halbieren, in dünne Streifen schneiden und auf dem Teig verteilen. Eine Ziegenweichkäserolle halbieren, wiederum in dünne Streifen schneiden und ebenfalls auf dem Teig verteilen.

Den Teig von der längeren Seite her aufrollen. Die Rolle in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden und diese auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Danach die zweite Rolle Ziegenweichkäse in ca. 18 Scheiben schneiden, mittig auf die Schnecken legen und mit je einer Walnuss krönen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° C Umluft ca. 20 Minuten backen.

Guten Appetit!

Birnen-Blätterteig-Kuchen mit Ziegenkäse

Hier trifft sich auf einem Boden aus Blätterteig, Birne mit Ziegenkäse, Thymian und Honig. Dieser herzhaft-fruchtige Kuchen ist ganz schnell und einfach zubereitet und zergeht auf der Zunge.

Zutaten für eine Springform

  • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 4 reife Birnen
  • 1 Rolle Ziegenweichkäse oder Ziegencamembert, 150 g
  • 1 TL Thymian
  • wenig Salz
  • etwas Honig

Zubereitung (15 Minuten + 30 Minuten Backzeit)

Den Blätterteig in der Springform auslegen. Die Birnen schälen, entkernen, in dünne Spalten schneiden und gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen, sowie Salz und Thymian auf die Birnen streuen.

Ziegenweichkäse in dünne Scheiben schneiden und auf den Birnen verteilen. Den Honig zum Schluss gleichmäßig über den Kuchen geben.

Im vorgeheizten Backofen bei 200° C für ca. 30 Minuten backen

Birnen-Fenchel-Trunk

Wenn Birne auf Fenchel trifft, dann entsteht eine ungewöhnliche, aber sehr harmonische Kombination. Samtig auf der Zunge, süß und aromatisch und sehr gesund.

Zutaten für etwa ein Liter

  • 3 saftige Birnen
  • 2 mittelgroße Fenchelknollen
  • 400 ml kochendes Wasser

Zubereitung (10 Minuten)

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Die Birnen und den Fenchel entsaften und in eine Kanne geben. Das Wasser zum Kochen bringen und zu dem Saft hinzugeben. Warm genießen.

Birnen-Haselnuss-Kuchen

Eine runde Sache: Fruchtig, süße Birnen umgeben von einem lockeren Haselnussteig.

Zutaten für eine Springform

  • 200 g sehr weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 3 Eier
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 50 ml Milch
  • 3 reife Birnen

Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Anschließend nacheinander die Eier unterrühren und mit den Haselnüssen, Mehl, Backpulver und Milch verrühren.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und gleichmäßig verteilen. Die Birnen schälen, entkernen, in Spalten schneiden und fächerförmig auf dem Teig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° C für ca. 45 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen nach Belieben mit Puderzucker bestäuben oder eine Zuckergussmischung aus Puderzucker und Zimt darüber geben.

Guten Appetit!

Rezepte und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Bettina Schwarz, bettinas-jungbrunnen.de

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