Wer will Namensgeber für ein Hoch sein? Tiefs und Hochs 2020 stehen zum Verkauf

Epoch Times23. September 2019 Aktualisiert: 23. September 2019 16:43
Ein Hoch kostet 299 Euro - und muss einen Männernamen tragen. Ab sofort kann man Anträge für die Taufe eines Hoch- oder eines Tiefdruckgebiets für das nächste Jahr stellen.

Bürger und Firmen können auch 2020 wieder Pate eines Hoch- oder Tiefdruckgebiets werden. Anträge für die Taufe eines Druckgebiets nimmt die Aktion Wetterpate ab Mittwoch, dem 25.9. entgegen, teilte das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin mit.

Ein Hoch zu taufen kostet 299 Euro, ein Tief 199 Euro. Hochdruckgebiete tragen nächstes Jahr männliche und Tiefdruckgebiete weibliche Vornamen.

65 Jahre „namhaftes“ Wetter

„Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Diese Namen werden von Wetterdiensten und Medien übernommen und veröffentlicht, so erscheinen sie auf den Wetterkarten zahlreicher Zeitungen und werden in Radio- und Fernsehwetterberichten genannt“, heißt es weiter.

Dieses Projekt soll allen Bürgern die Möglichkeit geben, sich aktiv an der aktuellen Namensvergabe zu beteiligen. Die Erlöse aus den Patenschaften dienen dabei einem guten Zweck. „Jede Patenschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Fortführung der vollständigen Klimabeobachtung, sowie der Studentischen Wetterbeobachtung am Institut für Meteorologie der FU Berlin.“

Auch wenn man mit den Wetterpatenschaften weder das Donnerwetter der Schwiegermutter vermeiden, noch das Wetter tatsächlich beeinflussen kann, kann doch die Wetterkarte die persönliche Handschrift tragen. Jeder Wetterpate bekommt zudem eine Urkunde mit der individuellen Lebensgeschichte seines Hochs oder Tief. Ebenso gehört eine Taufkarte mit dem Datum des ersten Bestehens des Druckgebildes und eine Berliner Wetterkarte dazu.

Jedes Jahr taufen die Meteorologen etwa 50-60 Hochs und 130-150 Tiefs, wobei Hochdruckgebiete in geraden Jahren männliche und Tiefdruckgebiete weibliche Namen tragen. In ungeraden Jahren ist es genau umgekehrt. (ts/dpa)

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