Fernsehverbot, Immunsystem stärken, Angst-Treiber zur Rechenschaft ziehen – so würden ETD-Leser Corona angehen (Teil I)

Von 31. Oktober 2020 Aktualisiert: 24. November 2020 12:17
Ein Lobbyismus-Untersuchungsausschuss und die Wiederherstellung der Demokratie, ein Medien-Lockdown. Viel Aufklärung darüber, wie man sein Immunsystem stärkt. Dazu Vitamin C und D, die Angst-Treiber zur Rechenschaft ziehen und den PCR-Test hinterfragen. Die Wissenschaft auf breiter Front einbeziehen – und vor allem Freiwilligkeit statt politischem Aktionismus und Profilierungssucht. Unsere Leser haben viele Empfehlungen, was man außer pauschalen Verboten tun könnte.

„Erfreulich, dass Sie um die Meinung der Bürger bitten“, beginnt eine der vielen Zuschriften auf unsere aktuelle Frage an unsere Leser. Wir fragen, welche Maßnahmen zum Umgang mit COVID-19 Sie festlegen würden. Das Spektrum der Antworten reicht von ganz kurz – ein Wort – bis zu langen konkreten Texten. Hier eine Auswahl aus den bisherigen Vorschlägen – Fortsetzung folgt.

Ein Leser drückt es so aus: „Es gibt zur Eindämmung dieser Epidemie nicht ‚die eine, richtige‘ Lösung. Es wird immer Abwägungssache sein. Eines ist aber auch klar: Nehmen Fallzahlen zu, wurde vorher zu wenig getan bzw. der Punkt nicht getroffen. Das gilt vor allem für die Menschen selber mit ihren eigenen Entscheidungen. Die Politik steckt uns nicht an, wir Menschen tun es gegenseitig.“

Und weiter: „Die Fakten der Epidemie zeigen: Aufmerksamkeit und Rücksicht sind ganz offensichtlich in zu großer Breite schwach ausgebildet. Hier wäre der eigentliche und erste Ansatzpunkt zur Lösung. Wer die Politik nicht bestimmen lassen will, muss es selber richtig machen und dabei ausreichend kompetent sein. Das wird allerdings nicht schnell gehen, weil Menschen sich ändern müssten. Insofern bleibt der Politik nichts anderes übrig, als Regeln einzuführen, die natürlich nur pauschal sein können, d.h. nicht alle Einzelsituationen optimal treffen. Aber genau dies treffen zu viele Individuen eben auch nicht selbständig.“

Ein Leser schickte zwölf Ansatzpunkte

Einer unserer Leser schreibt, dass viele Maßnahmen kontrapunktiv seien oder im Widerspruch zueinander stünden. Schweden, Taiwan und Japan hätten gezeigt, wie es gehen könnte. Doch das würde – wie so vieles – ignoriert.

Zitat: „Es gibt in Wirklichkeit keine Wahl zwischen Leben und einschneidenden Maßnahmen, dies gäbe es nur, wenn man all die getroffenen Maßnahmen für Alternativlos halten würde, was sie nicht sind. Vielmehr sind sie reiner Aktionismus ohne wissenschaftliche Grundlage und vor allem Folge einer Profilierungssucht führender Politiker und durch Lobbyinteressen gesteuert. Unterstützt wird das alles durch fehlenden Sachverstand der politischen Klasse und einer regierungshörigen Presse.“

Seine Vorschläge:

1. Es wird derzeit viel zu sehr mit Geboten und Verboten gearbeitet und die Bürger werden nicht einbezogen. Hilfreich wäre es, wenn die Politik statt Verbote auszusprechen, Hilfen anbietet und Maßnahmen vor allem auf Freiwilligkeit aufbaut. Meist kann der Einzelne eine Regel besser auslegen als die pauschalen Verbote.

2. Angst ist ein schlechter Ratgeber und Ängste zu schüren ist der falscheste Weg, denn Angst schädigt das Immunsystem, was nun wahrlich kontraproduktiv ist. Was durch die Regierung und die Medien an Aufhetzung  zwischen den Menschen unter Ausnutzung dieser Angst betrieben wird, grenzt an Volksverhetzung.

3. Die Politik hat von Anfang an versäumt, die Wissenschaft auf breiter Front einzubeziehen. Es wurden keine Breitenstudien erstellt, wo Wissenschaftler selbst die Initiative ergriffen haben wurde dagegen argumentiert.  Alle Maßnahmen beruhen auf nicht transparenten Daten, die von staatlichen Stellen in homöopathischen Dosen geliefert und einseitig interpretiert werden. Wichtig wäre es, die Wissenschaft und die Ärzteschaft umfassend  einzubinden und alle Daten offen zu legen.

Vitamin D und alle Maßnahmen auf den Prüfstand

4. Von Anfang an war bekannt, dass Corona nur eine relativ kleine Gruppe von Menschen gefährdet sind (Hochbetagte und Immungeschwächte). Diese Gruppe von geschätzt ca. 2 Millionen kann viel besser geschützt  werden, wenn man die vorhandenen Mittel auf sie konzentriert und ansonsten die Epidemie gedämpft laufen lässt. Der ideale Zeitpunkt, um eine Herdenimmunität zu erreichen, war der Sommer – wegen dem dann besseren Immunsystem-Status und der dann geringeren Virenlast bei Infektionen.

5. Stärkung des Immunsystems ist der beste Schutz vor Viren. Vitamin D Supplementation und andere naturheilkundliche Mittel scheinen hier neben Sport, Stress und Angstvermeidung hilfreich zu sein. Eine wissenschaftliche Untersuchung könnte dies genauer betrachten.

6. Alle Maßnahmen müssen auf den Prüfstand, es kann nicht sein dass Grundrechtseinschränkungen und Zerstörung von Existenzen auf unbelegten Annahmen aufgebaut werden. Wo sind die wissenschaftlichen  Untersuchungen dazu. Gibt es in Deutschland etwa zu wenig Fachleute die das könnten?

7. Riesige Summen alleine für die doch sehr ungewisse Impfstoffproduktion zu leiten, um auf Biegen und Brechen einen schlecht getesteten Impfstoff zu entwickeln ist unsinnig und hoch riskant. Gleichzeitig wird versäumt, Gelder einzusetzen, um die Behandlungsmethoden besser zu erforschen. Offenbar ist der Ansatz durch massive Lobbyarbeit entstanden.

8. Es werden keine wirksamen Masken bereitgestellt. Die Alltagsmasken schützen niemanden wirklich und sind reine Symbolpolitik. Wo Schutz notwendig ist, sollten FFP2 oder FFP3 Masken zur Verfügung gestellt werden.

9. Für Altenheime sollte ein Testregime mit häufigen Schnelltests vor allem für das Personal eingeführt werden. Hier tut sich etwas, aber reichlich späht.

Keine weitere grundgesetzwidrige Zentralisierung der Entscheidungen beim Bund

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10. Zur Vermeidung von Massenausbrüchen kann man Veranstaltungen, bei denen geschrien oder gesungen wird untersagen. Offenbar waren dies die Superspreader-Events, was auch logisch scheint, bedenkt man, dass beim  Singen wahrscheinlich besonders viel Aerosol entsteht (was auch einmal zu untersuchen wäre).

11. Keine weitere grundgesetzwidrige Zentralisierung der Entscheidungskompetenzen beim Bund. Das Gesundheitswesen ist aus gutem Grund Ländersache. Die Gegebenheiten und das epidemische Geschehen ist zu unterschiedlich um alles über einen Kamm zu scheren.

12. Man sollte allen, denen es möglich ist, empfehlen, öffentliche Verkehrsmittel zu vermeiden. Denn dort herrscht vor allem im Berufsverkehr Enge über eine längere Zeit in sehr kleinen Innenräumen. Da helfen dann auch keine Alltagsmasken. Leider ist das gegen die Ideologie und wird nicht problematisiert. Ich vermute die große Zahl nicht nachverfolgbarer Infektionen kommt vom ÖPNV. Auch das könnte man untersuchen, passiert aber nicht.

Aufklärung darüber, wie man sein Immunsystem stärkt

Viele andere Zuschriften beziehen sich darauf, dass die Bevölkerung Aufklärung benötigt, wie man sein Immunsystem stärken könne. Dazu zählen neben „gesundem Essen, ausreichend Flüssigkeit und Sport treiben (…) Vitamin C, D+K2, Zink, frische Luft und viel Liebe und Umarmungen.“ Dazu gehöre aber auch: „Weniger Angst und Panik verbreiten. Angst macht krank.“

Auch Musik und Freude – und eine „Nachrichtensperre zu Corona für eine Woche“ um das Angstlevel runterzufahren – gehöre dazu.

Bei Blutuntersuchungen sollte immer der Vitamin D-Status ermittelt werden, „um den Patienten die Möglichkeit zu geben, selbst nachzusteuern.“

Man könnte Zeiten einrichten, zu denen „nur ältere und vorbelastete Menschen einkaufen dürfen, damit sie das in Ruhe tun können“ und „ansonsten das Leben weiter laufen lassen.“

Immer wieder wird von den Lesern darauf hingewiesen, dass „wir lernen müssen, mit Corona zu leben“ und jeder Menschen die Verantwortung für sich und sein Umfeld übernehmen solle. Es sei „zutiefst unchristlich, Menschen für längere Zeit zu isolieren“.

Weitere Empfehlungen: Untersuchungsausschuss zu Lobbyismus

Uns erreichten viele Zuschriften, die auf weitere Maßnahmen eingingen. Dazu gehört die Forderung, einen „Untersuchungsausschuss zu internationalem Lobbyismus im deutschen und europäischen Gesundheitswesen einzuberufen und die pandemische Tragweite zu beenden.“

Gleichzeitig sollten Neuwahlen erfolgen – und das Grundgesetz geändert werden, damit „eine solche Ermächtigung über das Infektionsschutzgesetz nicht nochmal passieren kann“.

Restaurants, Cafés, Theater etc. sollten weiterhin geöffnet bleiben. Für diese sollte es gesonderte Regelungen geben – Ausnahmeregeln -, wenn sie über Luftfilteranlagen verfügen, welche die Virenlast senken.

Ein anderes Problem sei: „In diesem Land leben viele Menschen, welche unsere Sprache nicht beherrschen. Gerade in diesen Bevölkerungsgruppen kommt es immer wieder zu Ausbrüchen. Es wäre sinnvoll, wenn sich unsere Kanzlerin nicht nur an die deutsch sprechende Bevölkerung wendet.“

Die Rolle der Medien

Unzählige weitere Leser wiesen auf die Rolle der Medien hin. So seien die „Corona-Horrorzahlen“ aus allen Medien zu verbannen. Der „Verordnungswahn“ sei zu stoppen und die „zertrampelte Demokratie sofort wieder herzustellen“. Es seien „alle Verordnungen im Bezug auf Corona für ungültig zu erklären“.

Die Treiber der „Corona-Hysterie in Medien und Politik, Behörden und Ämtern“ seien zur Rechenschaft zu ziehen.

Es sollte einen totalen Lockdown geben „für alle öffentlich rechtlichen Fernsehsender – solange bis alle beteiligten Journalisten nachweisen können, das sie den Unterschied zwischen Propaganda und Journalismus kennen“.

Beispielsweise schreibt ein Leser: „Ich würde sofort alle Maßnahmen einstellen – vor allem das Testen. Dann würde ich die Mainstream-Medien anweisen, das Wort CORONA nicht mehr zu verwenden. In einigen Wochen wäre die Pandemie vergessen. Und wenn jemand eine Erkältung hätte im Winter, dann würde er/sie einfach Zuhause bleiben und sich auskurieren.“

Der kürzeste Vorschlag, der uns bisher erreichte, lautete übrigens: „Fernsehverbot!“

Die Test-Schwemme stoppen

Viele weisen darauf hin, dass zu viel getestet werde und dass nur der, der wirklich krank ist, behandelt werden sollte. „Abstand und Hygiene sind gute Maßnahmen, darüber hinaus gilt eigentlich nur ein besonderer Schutz von Risikogruppen. Diese mit FFP2/3 Masken ausgestattet, dann sind diese nicht mehr auf die Solidarität anderer Menschen angewiesen.“

Das Restrisiko sollte dann „jeder mit sich selbst vereinbaren und selbst entscheiden, ob er eine Maske tragen möchte oder nicht.“

Ein anderer Leser schreibt, dass sowohl Schnelltests als auch Antikörpertests vermehrt einzusetzen seien: „Gerade bei Antikörpertests gibt es preiswerte Lösungen, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Uni Jena. Leider sind diese nur durch Ärzte bestellbar, sind aber bei den meisten Ärzten nicht im Einsatz. Stattdessen werden nur teure Labortests angeboten.“

Vor allem sei der verwendete PCR-Test zu hinterfragen – und nur bei Krankheitssymptomen sei ein Testen angebracht. Die eingesparten Gelder für „unsinnige Testverfahren“ seien dem „RKI und seinen Virologen zur Verfügung zu stellen, um sie unabhängig von milliardenschweren Sponsoren zu machen.“ Gleichzeitig würde dies auch viel Sonder- und Kunststoffmüll durch Test- und Labormaterial vermeiden und die Umwelt weniger belasten.

In Alters- und Pflegeheimen

„Speziell in Alten-/Pflegeheimen“, so beginnt eine Zuschrift, könnte man folgendes tun: „Hygrometer zur Luftfeuchte-Messung; Luftbefeuchter und Nasensalbe für alle Bewohner in Altenheimen zur Vermeidung von trockenen Schleimhäuten endlich zur Heizperiode-Alltagsroutine machen. Trockene Schleimhäute in geheizten Räumen sind in Pflege- und Altenheimen nämlich überproportional zu finden.“

Hinzu kommt dieser Hinweis: „Trockengefallene Waschbecken/Duschbecken-Syhons sind evtl. in der Lage, bei Bewegung im Kanalsystem, Aerosole direkt in die Raumluft abzugeben. Auch infektiöse. Wo es stinkt, sobald Bewegung im Kanalstrang ist, ist auch Aerosol möglich.“ Deshalb seien „insbesondere in Massenunterkünften, Hochhäusern und ganz besonders in Altenpflegeheimen die Syphons in den Bädern auf ‚Trockenfall‘ “ zu untersuchen. „Zur AHA-Lüften-Regel sollte auch die Maßnahme ‚Syphons spülen'“ gehören.

„Das Leben war schon immer ein Risiko…“

„Das gesamte Leben war schon immer ein Risiko und wird es auch immer bleiben. Zurück zur ‚ALTEN Normalität‘! Das ist für alle Belange das GESÜNDETSTE“, fasst einer unserer Leser zusammen.

Und noch ein anderer schickte uns diesen Vergleich: „Wir können uns das Infektionsgeschehen wie eine Badewanne vorstellen, in die aus dem Hahn neues Wasser zufließt, während der Abfluss geöffnet ist. In Abhängigkeit von der Zufluss- und Abflussmenge steigt oder fällt der Wasserspiegel. Wird der Hahn immer weiter aufgedreht, läuft die Wanne irgendwann über. Wird der Zufluss gestoppt, sinkt der Wasserspiegel. Doch was passiert, wenn die Wanne ganz leer ist, und der Hahn aus Freude über den ‚Erfolg‘ (an Weihnachten) wieder geöffnet wird? Der Wasserspiegel wird wieder steigen – und dieses Spiel kann man ewig fortsetzen.“

Weitere Zuschriften unter dem Stichwort „Corona“ sind unter der Mailadresse [email protected] gern willkommen. Wir möchten diese als Anregung (auch anonym) veröffentlichen.

 

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