Frage an unsere Leser: Ist der Mensch von Natur aus faul?

Von 16. Oktober 2020 Aktualisiert: 15. Oktober 2020 19:53
Wir fragen unsere Leser: Ist der Mensch von Natur aus faul? Im Mittelalter galt das Faulsein als Privileg. Es war dem Adel vorbehalten und keiner musste sich dafür schämen. Gerhard Schröder erklärte: „Es gibt kein Recht auf Faulheit.“

Faulancern, also den Faulheit-Profis, sieht man nicht an, was sie denken. Wo sind heute die Menschen, die im Zug einfach nur aus dem Fenster schauen, statt auf das Smartphone? Die rumsitzen oder rumstehen und den Menschen einfach nur zusehen? Ist das nicht parasitär?

„Die Faulheit ist der Fleiß der Träumer“, so Werner Schneyder; Marcus Tullius Cicero definierte: „Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit“ und Charles Bukowski erklärte: „Mein Ehrgeiz wird von meiner Faulheit behindert.“

Seit der Reformation und der Industrialisierung wurde die Arbeit beschleunigt und artete oftmals in Stress aus.

Martin Luther blieb streng: „Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen.“ Gerhard Schröder sah das im Jahr 2001 ähnlich: „Es gibt kein Recht auf Faulheit.“

„Natürlich gibt es ein Recht auf Faulheit“, antwortete damals Friedrich Merz im „ZDF“-Morgenmagazin. Dies gelte allerdings nur, solange man damit nicht der Allgemeinheit zur Last falle.

Müßiggang, Nichtstun

Faulheit kann entspannend sein. Heikel wird es wohl, wenn die Hängematte zur Hauptbeschäftigung wird. Irgendwann kommt dann bei den meisten die Arbeitsagentur und droht mit Sanktionen.

Doch was diese sogenannten „Faulen“ gut können, ist auskundschaften. Also Wege finden, wie man Arbeit vermeidet.

Von Bill Gates wird berichtet, dass er immer eine faule Person einstelle, wenn es um einen schwierigen Job ginge. Denn derjenige würde stets – als „Berufsfauler“ – den einfachsten und kürzesten Weg finden, ein Problem zu lösen. Die effizienten Abkürzungen. Das spart Zeit, Geld und andere Methoden.

Eine Studie von der Florida Gulf Coast Universität kam beiläufig zu dem Ergebnis, dass intelligente Menschen mehr Zeit damit verbringen, „faul“ herumzusitzen und zu denken als weniger intelligente, aber aktivere Menschen.

Daher fragen wir als Epoch Times nun: Ist der Mensch von Natur aus faul? Was meinen Sie dazu?

Ein einfaches „ja“ oder „nein“ reicht uns als Antwort allerdings nicht – denn bei einer „nein“-Antwort wäre darin schon die Antwort enthalten, dass der Mensch faul ist. Zumindest bei demjenigen, der da antwortet. Ein schlichtes „nein“ wäre also eine Lüge. Wir wollen mehr.

Ihre Zuschriften sind unter dem Stichwort „faul“ bis zum 20. Oktober unter der E-Mailadresse [email protected] willkommen. Wir möchten es als Anregung für andere (auch anonym) veröffentlichen.

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