Es gibt nichts Schöneres, als in strahlender Kinderaugen zu blicken - der Bundesverband Kinderhospiz macht dies möglich. (Symbolbild)Foto: iStock

6.000 Geschenk-Söckchen für kranke Kinder: Lenzkirch wird zur Weihnachtswichtelwerkstatt

Epoch Times1. Dezember 2019 Aktualisiert: 28. November 2019 18:42
Freude verdoppelt sich, wenn man sie teilt: Der Bundesverband Kinderhospiz versendet auch in diesem Jahr wieder hunderte Weihnachtspakete an schwerstkranke Kinder und Jugendliche. Freiwillige strickten zuvor spontan über 6.000 Söckchen für individuelle Adventskalender.

Alle Jahre wieder verwandeln sich die Mitarbeiter des Bundesverbands Kinderhospiz und viele ehrenamtliche Helfer in Weihnachtswichtel und packen Hunderte von Weihnachtspaketen, die an schwerstkranke Kinder und ihre Familien sowie an die Kinderhospizeinrichtungen in ganz Deutschland verschickt werden.

Individuell wird zusammengestellt: hier ein Gesellschaftsspiel, dort ein schönes Buch, hier ein kuscheliger Plüschteddy, eine kleine Puppe, Leckereien, Kleidung, Kosmetikartikel oder Strickwaren.

Ein gemeinsamer Moment des Glücks

Die Pakete sind groß und nach der liebevollen Auswahl bis zum Rand gefüllt. „Mit dieser Weihnachtsüberraschung möchten wir den Kindern und ihren Familien ein Leuchten in die Augen, ein Lächeln auf die Gesichter und Glücksmomente in die Herzen zaubern“, beschreibt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz, die Aktion.

„Gerade, wenn man nicht weiß, wie viele Weihnachtsfeste man noch miteinander feiern darf, ist jeder gemeinsame Moment des Glücks besonders wertvoll“, so Kraft.

Schwerkranke strickt für kleine Leidensgenossen

Eine außergewöhnlich berührende Initiative ging in diesem Jahr von Monika Schmees aus Niedersachsen aus, die sich spontan an den Bundesverband Kinderhospiz wandte. Sie rief eine einmalige Strick-Mitmachaktion ins Leben und fand rund 40 Mitstrickerinnen in ganz Deutschland, die insgesamt über 6.000 Söckchen strickten. Diese wurden zu 250 Adventskalendern, die nun – liebevoll befüllt – mit verschickt werden.

„Weil Frau Schmees unter einer eigenen schweren Erkrankung leidet, ist es ihr eine Herzensangelegenheit, kranken Kindern eine ganz besondere Freude zu bereiten“, verrät Koordinatorin Alexandra Fluck.

Die vielen Weihnachtsüberraschungen und die damit verbundene logistische Meisterleistung wird jedes Jahr erst durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer und viele großzügige Spenden möglich. „Wir sind unglaublich dankbar für unsere engagierten Unterstützer“, sagt Sabine Kraft, „ohne sie wäre das gar nicht zu schaffen!“

In der Lenzkircher Festhalle türmen sich bereits die Pakete. „Hier sieht es aus wie in der Weihnachtswichtelwerkstatt“, kommt Sabine Kraft selbst ins Staunen. Die Helfer geben ihr fröhlich recht: „So fühlt es sich auch an!“

Zum Hintergrund

Der Bundesverband Kinderhospiz ist als Dachverband der ambulanten und stationären Kinderhospizeinrichtungen in Deutschland auch Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kostenträger und Spender.

In Deutschland gibt es mehr als 40.000 Familien, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben. Für diese Familien setzt sich der Bundesverband Kinderhospiz ein, um sie aus dem sozialen Abseits zurück in die Mitte der Gesellschaft zu holen.

Mit dem OSKAR Sorgentelefon hat der BVKH zudem eine weltweit einzigartige Hotline ins Leben gerufen, an die sich Betroffene und Fachleute, sowie alle, die Fragen haben zu lebensverkürzenden Erkrankungen bei Kindern oder Trauernde, deren Kind gestorben ist, wenden können. OSKAR ist unter der Nummer 0800 8888 4711 rund um die Uhr, anonym und kostenfrei erreichbar. (BVKH/ts)


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