Kim Kyung-Hoon hat in 20 Jahren über 3500 Hunde und Katzen gerettet. Mit etwa 1.500 von ihnen lebt sie gemeinsam auf einem Bauernhof.Foto: Reuters

Lehrerin im Ruhestand rettet in 20 Jahren mehr als 3500 Hunde vor Hundefleischfestival

Epoch Times12. Oktober 2017 Aktualisiert: 28. Juni 2019 11:36
Rund 10.000 Hunde werden jedes Jahr zum Yulin-Hundefleischfestival in der Provinz Guangxi, Südchina, getötet. Die Tiere werden üblicherweise geschlachtet oder sogar bei lebendigem Leib gehäutet, bevor sie getötet und gekocht werden. Heute gibt es eine Reihe von Kampagnen, die sich dafür einsetzen, diese Sache zu unterbinden.

Yang Xiaoyun, eine 65-jährige pensionierte Lehrerin aus der nordöstlichen Hafenstadt Tianjin, China, hat die letzten zwei Jahrzehnte ihres Lebens der Rettung von streunenden Hunden und Katzen gewidmet, die vor Hunger und Krankheit auf der Straße leben. Außerdem will sie dazu beitragen, dass das alljährliche Abschlachten von Hunden während dem Yulin-Hundefleischfestival gestoppt wird.

„Es ist ihr Brauch, Hundefleisch zu essen und ich will nicht alles ändern“, sagte Yang. „Ich hoffe nur, dass ich sie durch das, was ich tue, erleuchten kann.“

Yang ist eine bekennende Buddhistin und hofft, die Festivalteilnehmer durch ihre Aktionen zur Rettung und Behandlung von streunenden Hunden, die oft Opfer des Festes des Hundefleisches werden, aufzuklären. Zurzeit betreibt sie ein Hundeheim namens Common Home, auf einem Bauernhof außerhalb der Stadt Tianjin, wo sie etwa 1.500 Hunde und 200 Katzen, die sie als ihre Kinder betrachtet, versorgt.

„Ich glaube an den Buddhismus. Alle Lebewesen sind gleich. Wenn sie an Krankheiten sterben, können sie weiterleben. Wenn man sie einschläfern lässt, können sie nicht ins nächste Leben gehen. Ein natürlicher Tod kann zu Reinkarnation führen „, sagte sie HandinhandwithAsia.

Um die Bemühungen aufrechtzuerhalten, war sie gezwungen, das gesamte Versicherungsgeld, das sie nach dem Tod ihres Mannes erhalten hatte, für die Versorgung der Tiere auszugeben.

Im Jahr 2006 musste sie zwei ihrer Häuser, darunter auch das Haus, das als Hochzeitsgeschenk an ihren Sohn gehen sollte, verkaufen. Sie ist nun auf Spenden von Nahrungsmitteln und finanziellen Mitteln für das Tierheim angewiesen, um es am Leben zu halten.

Das Betreiben des Tierheims hat jedoch seinen Tribut gefordert. Sie hat sich verschuldet und wurde von Familie und Freunden geächtet. Zehn Mal musste sie umziehen, weil Nachbarn, den Geruch einer solchen Tiermenge nicht aushalten konnten. Es war sehr schwierig für Yang, obwohl sie weiterhin engagiert ist.

Jetzt plant sie die Einrichtung eines Tierheims in Yulin, wo das Hundefleischfest stattfindet. Als Unterstützung für Yangs Bemühungen haben fast 4 Millionen Menschen eine Petition unterzeichnet, um dem Yulin-Hundefleischfestival ein Ende zu setzen. Auch eine Online-Kampagne mit dem Hashtag #StopYulin2015 ist viral geworden.

Obwohl einige behaupten, die Geschichte des Verzehrs von Hundefleisch gehe in China Hunderte von Jahren zurück. Die Nicht-Regierungs-Organisation „China Dialogue“ sagt jedoch, dass das nur eine Entschuldigung von denen ist, die für die Praxis sind.

Yang fügte hinzu, dass sie ihre Initiative, egal wie hart oder anstrengend sie ist, fortsetzen wird. Ihre selbstlosen Bemühungen sind bemerkenswert und sollten dementsprechend gewürdigt werden. Ein wahrlich inspirierendes Vorbild! (ts)

Mehr über Yangs erstaunliche Geschichte im Video (english)


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