Retter erschrecken – Neugeborenes Mädchen wurde in Mülltonne geworfen

Epoch Times26. Oktober 2017 Aktualisiert: 1. August 2019 10:40
Ein neugeborenes Baby wurde in Bhopal, Zentralindien von einem Ladenbesitzer aus einer Mülltonne gerettet, als er morgens Schreie hörte. Er und seine Freunde entfernten die Ameisen, reinigten das Mädchen und brachten es anschließend zu einem nahegelegenem Krankenhaus.

Ein neugeborenes Baby wurde aus einer Mülltonne gerettet. Ihr Körper war von Ameisen übersät und zerbissen. Die lokale Polizei in Bhopal meint zu dem Vorfall, dass sie möglicherweise von ihren Eltern abgelehnt wurde, weil es kein Junge war.

Dheeraj Rathore, der einen Teeladen betreibt, hörte morgens Schreie aus einer Mülltonne und beschloss nachzusehen. „Ich ging an der Mülltonne vorbei als ich die Schreie des Babys hörte. Ich war schockiert, als ich sah, wie der Kopf eines Säuglings aus einem roten Polybeutel in einer Mülltonne zwischen den Büschen herausragte.“

Nach der Geburt in Mülltonne gelegt

Dheeraj rief zwei Freunde zu sich und zusammen wuschen sie das Baby, entfernten die Insekten, wickelten es in Kleidung und brachten es zum nächstgelegenen Krankenhaus. Die Ärzte meinten, der Zustand des Kindes sei kritisch, da es gerade einmal 1,6 kg wog. Es hatte auch mehrere blaue Flecken auf seinem Körper, die auf körperlichen Missbrauch hindeuten könnten.

Die Bevorzugung von Söhnen gegenüber Töchtern ist in vielen Teilen Indiens stellt ein ernsthaftes Problem dar. Da Töchter traditionell mit einer Mitgift verheiratet werden, verlassen sie die Familie früh. Somit sind sie dann nicht mehr da, um für ihre Eltern zu sorgen. Eine Mitgift kann außerdem sehr teuer sein.

Söhne werden traditionell als potenzielle Erben von Eigentum und Familienunternehmen angesehen. Doch versuchen Gleichstellungsaktivisten heute, diese Sichtweise zu ändern. Während sich die Ärzte im Krankenhaus um das Neugeborene kümmern, hat die Polizei den Fall registriert und fahndet nach den Eltern. (cs)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion