Nach Ostern: Lyriden zeigen alle drei Minuten eine Sternschnuppe

Epoch Times7. April 2020 Aktualisiert: 7. April 2020 12:44
Wenn in der Nacht vom 21. zum 22. April die Sternschnuppen der Lyriden auftauchen, können sich Hobbyastronomen über einen dunklen Himmel freuen. Nur zwei Tage später ist Neumond, so dass – wolkenfreier Himmel vorausgesetzt – auch schwächere Sternschnuppen zu sehen sein werden.

Üblicherweise sind pro Stunde rund 20 Lyriden-Sternschnuppen zu sehen – also immerhin eine alle drei Minuten. Laut den Prognosen von Meteoriten-Experten ist in diesem Jahr nicht mit einem verstärkten Aufkommen zu rechnen. Die nahe Neumondnacht macht es jedoch leichter, nach den Lyriden Ausschau zu halten.

Wie die Vereinigung der Sternfreunde und das Heidelberger Haus der Astronomie am Dienstag mitteilten, wurden die Lyriden nach dem Sternbild der Leier (lateinisch Lyra) benannt, aus dem sie zu kommen scheinen. Das ist allerdings nur ein perspektivischer Effekt, ähnlich wie bei einer Autofahrt durch Schneegestöber.

Auf ihrer Reise um die Sonne kreuzt die Erde den Angaben zufolge zu dieser Zeit Reste des im Jahr 1861 entdeckten Kometen Thatcher. Die kleinen Teilchen auf der Kometenbahn kollidieren dann mit rund 50 Kilometern pro Sekunde oder 180.000 km/h mit der Erdatmosphäre. Dabei erhitzen sich die Teilchen und verglühen. Diese Lichterscheinungen kennen wir als Sternschnuppen.

Mit 180.000 Stundenkilometer in die Erdatmosphäre

Die Leier ist zwar nur ein kleines Sternbild, aber ihr auffälliger Hauptstern Wega ist der hellste Stern am nördlichen Himmel. Vier lichtschwächere Sterne bilden ein Parallelogramm. Dazu kommt rechts oben die strahlende Wega. Die Leier gilt Astronomen zufolge als Sommersternbild, weshalb sie im April erst in den späten Abendstunden aufgeht.

Von Nordosten her steigt das Sternbild auf und steht bis zum Beginn des Morgengrauens hoch über dem südöstlichen Horizont. Somit tauchen auch die Sternschnuppen der Lyriden demnach erst spät am Abend oder nach Mitternacht auf. Beobachter sollten dabei ihren Blick nach Osten richten. (afp/ts)

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