Niederländer hamstern Tulpen statt Klopapier – Händler vernichten täglich Millionen Blumen

Epoch Times21. März 2020 Aktualisiert: 22. März 2020 7:31
Es ist Tulpen-Saison in den Niederlanden - doch derzeit müssen die Produzenten derzeit jeden Tag Millionen Blumen vernichten. Inzwischen werden zahllose Blumensträuße überall in den Niederlanden verschenkt.

Es ist Tulpen-Saison in den Niederlanden – doch wegen der Coronavirus-Pandemie und der dadurch weggebrochenen Nachfrage müssen die Produzenten derzeit jeden Tag Millionen Blumen vernichten. „Das ist wirklich das erste Mal, dass wir das tun“, sagte der Sprecher der Genossenschaft Royal FloraHolland, Michel van Schie, der Nachrichtenagentur AFP. Aber es sei die „einzige Lösung“.

Royal FloraHolland zufolge müssen voraussichtlich zwischen 70 und 80 Prozent der in den Niederlanden produzierten Blumen vernichtet werden. Die meisten Züchter tun dies laut van Schie in ihren Gärtnereien. Am Standort der Genossenschaft in Naaldwijk türmten sich in den vergangenen Tagen dennoch bergeweise unverkaufte Tulpen, Rosen, Chrysanthemen und andere Blumen. Sie wurden per Bagger zu großen Halden zusammengetragen. Andere mähten ihre Blumen ab.

Die durch die Coronavirus-Pandemie erzwungene Schließung von Geschäften und Läden werde „dramatische“ Folgen haben, sagte die Chefin der Königlichen Gesellschaft der Blumenzwiebel-Produzenten, Prisca Kleijn. Es gebe „keine Nachfrage mehr nach Blumen“, weil die Pandemie ganz Europa im Griff habe.

Auf Twitter heißt es, dass aufgrund der gesunkenen Nachfrage riesige Mengen an Blumen versteigert werden.

Die Krise komme insbesondere für Tulpenzüchter zum „schlechtesten Zeitpunkt des Jahres“, denn deren Erntezeit laufe von Januar bis in den Mai hinein, ergänzte Kleijn. Die Krise treffe die Züchter deshalb „mitten in der Saison, wenn sie ihr Geld verdienen müssen“.

Inzwischen werden zahllose Blumensträuße überall in den Niederlanden verschenkt. Einer schreibt auf Twitter: „Tulpen zu hamstern, ist eine bessere Idee und macht viel mehr Spaß als Klopapier zu horten. Das macht mich glücklich.“

(afp/sua)

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