Eine ganz besondere Beziehung hat ein Schimpanse mit Name "Mama" und ihr Forscher. (Symbolbild)Foto:  Diego Azubel/dpa

59-jährige Schimpansin verabschiedet sich kurz vor ihrem Tode von ihrem Begleiter

Epoch Times26. Oktober 2017 Aktualisiert: 1. August 2019 10:07
Ein beliebtes Video auf YouTube zeigt einen bezaubernden Moment der Zärtlichkeit, zwischen "Mama“, einer schwer kranken 59-jährigen Schimpansin, und ihrem Freund, einem Forscher, der viele Jahre mit ihr arbeitete.

Mit 59 Jahren war „Mama“ der älteste Schimpansin in Europa. Sie war die Anführerin der berühmten Schimpansenkolonie des Königlichen Burgers‘ Zoos in Arnheim, Niederlande. Auf diesem Foto sieht man wie die schwer kranke „Mama“ auf einem Strohbett liegt. Sie war zu schwach, um zu essen oder sich zu bewegen.

Als Jan van Hooff, niederländischer Biologe und emeritierter Professor für Verhaltensbiologie an der Universität von Utrecht, erfuhr, dass Mama bald sterben würde, stattete er ihr einen Besuch ab.

Hooff, bekannt für seine Primatenforschung, war der Begründer der Schimpansenkolonie im Königlichen Burgers′ Zoo. Er kennt „Mama“ seit 1972.

Als Hooff die teilnahmslos im Bett zusammengerollte „Mama“ sah, streichelte er sie sanft und versuchte, sie zu füttern. Tatsächlich begann die ausgemergelte Schimpansin zu fressen, ohne anscheinend zu wissen, wer die Person eigentlich war, die sie fütterte.

Bezaubernde Szene mit Schimpansen Dame

Als sie aufblickte und sah, wer es war, erkannte sie ihren alten menschlichen „Freund“ und Weggefährten sofort wieder. Aufgeregt öffnete sie ihren Mund weit und gab hohe Töne voller Freude von sich. „Mama“ streichelte Hooffs sanft über den Kopf und blickte dem alten Professor zärtlich in die Augen. Sie wickelte ihren Arm um seinen Hals und umarmt ihn so liebevoll.

Es war wohl das letzte Mal, dass Hooff „Mama“ traf, denn kurz nach dem herzlichen Treffen verstarb sie am 5. April 2016.

„Viele Menschen, die ich nach Vorlesungen und Schulungen durch den Zoo führte, haben sie kennengelernt. Immer als wir zu den Schimpansenquartieren kamen, kam ‚Mama‘ aus den entlegensten Ecken zu mir gelaufen (…) und begrüßte mich in Schimpansensprache mit einem lauten ,oohooh‘“, sagte Hooff laut der Royal Burgers′ Zoo Webseite.

„Im vergangenen Jahr wurde es immer schwieriger. Jedes Mal, wenn es länger dauerte, bis sie stolperte, erreichte sie den Burggraben. Ich werde sie auf jeden Fall vermissen“, fügte er hinzu.

Liebevolle Reaktion von Schimpansin

Das Video von ihrer letzten Begegnung wurde von Hooff auf YouTube geteilt, und viele Leute sind von „Mamas“ liebevoller Reaktion berührt.

„Absolut wunderschön und hat mir Tränen in die Augen gebracht. Wow !“, schrieb ein YouTube-Nutzer. „Das ließ mich weinen wie ein Kind. Als 31 Jahre alter Mann ist es schwer zu weinen!“, kommentierte ein anderer. (cs)

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