Foto: Karsten Peter

Hochzeit der Kraniche – Zehntausende Tiere in Hohendorf und Wanninchen

Epoch Times5. Oktober 2019
Während der „Prinz von Hohendorf“ ein echter Rüganer ist und das ganze Jahr zwischen Garz und Gustow lebt, sammeln sich Zehntausende seiner Artgenossen momentan im Nordosten Deutschlands. Die meisten Vögel treten in wenigen Wochen ihre lange Reise in den Süden an, wenige fliegen sogar bis nach Afrika.

Wie in jedem Herbst erwartet das Kranich-Informations-Zentrum in Groß Mohrdorf auch in diesem Jahr wieder mehr als 60.000 Kraniche, die auf der Durchreise von Skandinavien in den Süden auf den weiten Feldern in Boddennähe rasten – ein ganz besonders beeindruckendes Schauspiel der Natur.

Bereits vergangene Woche wurden rund 20.000 Kraniche entlang der Boddengewässer an der Ostseeküste gezählt. Eine weitere wissenschaftliche Auszählung durch das Kranich-Informationszentrum wird momentan ausgewertet. Außerdem bietet das Zentrum bis Mitte Oktober aufregende Beobachtungstouren mit Rangern in die Rastgebiete der Kraniche an.

Hier können die bis zu 1,2 Meter großen, faszinierenden Vögel – und seit vielen Jahrzehnten Wahrzeichen der Lufthansa – je nach Zeitfenster in ihren Schlafstätten, auf ihrem Weg zum Frühstück oder zurück in die Schlafstätten in ihrem ganz natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

 „Prinz von Hohendorf“: ein heimatverbundener Rüganer sucht Patenschaften für seine Freunde

Am 13.06.2017 in Tremt, 20 Kilometer nordwestlich von Stralsund, geboren, machte sich der kleine Kranich „Prinz von Hohendorf“ auf in die große weite Welt. Zwei Jahre ist er nun alt. Durch die Patenschaft, die der Schlossherr Dr. Manfred Kahl nach der Geburt des Kranichs eingegangen ist, können er und das Team von Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranich-Informationszentrums, den Weg des jungen Vogels online regelmäßig verfolgen. Gleichzeitig können viele neue Erkenntnisse über das Verhalten der Kraniche durch diese Patenschaften erforscht werden.

Der „Prinz von Hohendorf“ ist ein waschechter Rüganer und fühlt sich zwischen Garz und Gustow am wohlsten. Ab und zu tritt er auch kleine Reisen bis nach Greifswald an. Während der kleine Prinz doch sehr heimatverbunden ist, ziehen ein Großteil der Vögel je nach Jahreszeit weiter nach Skandinavien, oder aber in den Süden bis nach Frankreich. Einige wenige Vögel fliegen sogar bis nach Afrika.

Als unmittelbare Nachbarn und Unterstützer dieses Naturschutz-Projektes sieht sich Schloss Hohendorf und sein Investor Dr. Kahl aufgerufen, die wichtige Arbeit von Dr. Günter Nowald, der eine besondere Bedeutung für ganz Europa zukommt, weiterhin zu unterstützen. So kommt es, dass der „Prinz von Hohendorf“ weitere Paten für seine Freunde sucht.

„Die Unterstützung dieses Zentrums liegt uns besonders am Herzen“, erklärte Dr. Kahl. „Wir können damit einen kleinen Beitrag leisten, um diese einzigartige Natur aufrecht zu erhalten und gleichzeitig online den spannenden Weg des Tieres zu verfolgen“, ergänzte er. Für einen einmaligen Unkosten-Betrag von 300,- € erhält der Pate eine Kranich-Patenschaft über die gesamte Lebenszeit des Kranichs.

Tausende Kraniche begrüßen auch in Wanninchen große und kleine Entdecker

Auch das Kranichzentrum des Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrums Wanninchen erwartet in den nächsten Tagen Tausende Kraniche. Die Kranichsaison startete hier schon am 1. September mit der Ausstellungserffönung „Mit den Kranichen durch Europa“ und der anschließenden ersten Kranichbeobachtung.

Während Störche und Schwalben bereits ihre Reise nach Afrika angetreten haben, sammeln sich Kraniche und Wildgänse in Wanninchen gerade. Insgesamt Zehntausend Vögel sorgen für reges Treiben in der Region. (ts)



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