"Duke" war an einen verwahrlosten Wohnwagen angekettet. Sein erstes Herrchen tat alle, um ihn sterben zu lassen. (Symbolbild)Foto: iStock

Für Menschen zu gefährlich: „Unnahbarem“ Hund die Beine gebrochen – zum Sterben angekettet

Epoch Times23. September 2019 Aktualisiert: 22. September 2019 15:00
In Bulgarien wurde ein Hund als "krank" und "unantastbar" bezeichnet. Zehn Tage lang war der junge Hund an einen Anhänger angekettet, ehe ihm Tierretter zu Hilfe eilten. "Duke" wäre sonst verstorben.

Ein 10 Monate alter Hund namens „Duke“ wurde an einen verrosteten Anhänger gekettet und von seinem Besitzer lieblos zurückgelassen – das Tier sollte sterben. Zuvor hatte der Mann das Gerücht verbreitet, der kleine Hund habe eine hoch ansteckende Krankheit. Aus diesem Grund wagte es niemand, sich Duke zu nähern bis eine furchtlose Frau auf den Hund zu ging, um ihm zu helfen.

Duke wurde vom Besitzer als für Menschen „krank machend“ und „unantastbar“ bezeichnet. Der Hund verbrachte im Juni 2014 zehn quälende Tage an einem heruntergekommenen und baufälligen Wohnwagen vor einem bulgarischen Dorf.

Zum Glück musste Duke nach den elften Tag dieser unmenschlichen „Quarantäne“ nicht mehr erleben. Die Organisation „Rudozem Street Dog Rescue“ vollzog nach zehn qualvollen Tagen seine Rettung. Diane und Tony Rowles gründeten die gemeinnützige Stiftung vor 10 Jahren.

Hund „Duke“ war dem Tode nahe

Eine Frau aus dem Dorf namens Alie sah Dukes scheinbar ausweglose Situation und kontaktierte Rudozem Street Dog Rescue. „Alie erklärte, dass der Hund zehn Tage lang unter einem Anhänger gefesselt war und nur von dem Brot und Wasser überlebt hatte, welches die vorbeikommenden Leute ihm gegeben hatten. Sie sagte außerdem, dass die Leute, die ihn dort abgeladen hatten, behaupteten, er habe eine Krankheit, die auf Menschen übertragen werden könne“, sagte Tony Rowles.

„Man kann es nennen, wie man will, Dummheit oder Unwissenheit. Warum um alles in der Welt würdest du einen Hund anketten, um ihn sterben zu lassen?“, fügte er hinzu.

Als Tony über Dukes schlimme Situation informiert wurde, begab er sich schnell zum Ort und fand einen mit Fliegen bedeckten Hund vor. „Er hatte große Angst“, sagte Tony zu The Dodo.

„Es stank nach Ammoniak. Er konnte sich nirgendwo hin bewegen. Es war unglaublich.“ Duke konnte sich kaum auf den Füßen halten und war von seinem eigenen Kot umgeben. Der junge Hund hatte schreckliche Angst.

„Er hatte große Angst“

Innerhalb von ein oder zwei Minuten begann Duke sich an Tonys Anwesenheit zu gewöhnen. Als Tony den nicht mehr ganz so ängstlichen Duke streichelte, leckte ihm der Hund dankbar die Hand und begann mit dem Schwanz zu wedeln.

Da im Tierheim kein Platz war, brachte Tony den angeschlagenen Hund zu sich nach Hause. Hier konnte er sich vorerst unter anderen Hunden und Katzen erholen.

Zu Hause sah Tony sich den Hund genauer an und stellte schockiert fest, dass er wahrscheinlich erst etwa 10 Monate alt war. Trotz seines jungen Alters hatte Duke zahlreiche gesundheitliche Probleme. Er hatte deformierte Beine, möglicherweise aufgrund eines schweren Missbrauchs.

„Es schien, als wären seine Beine und insbesondere seine Füße absichtlich zertrümmert worden – Knochen und Bänder sind alle gebrochen“, sagte Tony.

Alle Füße bei Duke waren gebrochen

Tony und Diane waren erbost über den Zustand des Hundes. Für sie war es unglaublich, dass „jemand einem wehrlosen Hund solche Verletzungen zufügte.“ Durch die schwere Kette an die Duke gebunden war, litt er zudem an einem hartnäckigen Husten und einer Verletzung des Halses.

Die beiden Tierretter stellten fest, dass das einzige, was an Duke ansteckend war, sein sanfter und liebevoller Charme war.

„Man konnte seine Angst in der Art und Weise sehen, wie er sich bewegte und in den ersten Wochen zurückzog“, sagte Tony. „Er hat sich wirklich mit meiner Frau Diane angefreundet. Er hat Diane einfach geliebt.“

Um seiner Missbildung entgegenzuwirken, musste Duke Schienen an den Beinen tragen. Außerdem unterzog er sich einer Reihe von Operationen, damit er wieder richtig laufen lernte. Die Tierärzte operierten auch Dukes Schulter, um seine unnatürlichen Bewegungen zu korrigieren.

Duke der Straßenhund wurde nach England vermittelt

Mit professioneller medizinischer Versorgung war Duke schnell wieder auf dem Weg der Besserung. „Er erlangte dann schnell einen Punkt, an dem wir beschlossen, dass man ihn nun tatsächlich zur Adoption freigeben könnte“, sagte Tony.

Rudozem Street Dog Rescue rettet Straßenhunde in Bulgarien und findet liebevolle Heime für die Tiere wie beispielsweise in den Niederlanden, Deutschland, England, Frankreich, Belgien oder den Vereinigten Staaten.

Duke wurde schließlich von einer Frau namens Diana Romaine adoptiert, die in England lebt. „Als ich Duke auf der RSDR-Webseite sah, ging mein Herz auf“, sagte Romaine. „Ich wusste, dass ich ihm ein liebevolles und komfortables Zuhause geben könnte und mich um alle gesundheitlichen Probleme kümmern werde.“

Als Duke Anfang 2015 Tony und Diane verließ, war es ein tränenreicher Abschied. Auch nach der Rettung veröffentlichte Rudozem Street Dog Rescue die aktuellsten Fotos von Duke in seinem neuen Zuhause in England. (cs)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion