Kammmolche und Erdkröten sind bereits auf dem Weg in die Laichgewässer. Feuersalamander und die anderen 18 Arten werden ihnen bald folgen.Foto: iStock

Milde Temperaturen locken Amphibien aus den Winterquartieren

Epoch Times26. Februar 2019 Aktualisiert: 26. Februar 2019 16:26
Die Hochs der letzten Wochen mit tagsüber zweistelligen Temperaturen haben dazu geführt, dass sich die ersten Frösche, Kröten und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern gemacht haben.

Bei Temperaturen über 5 °Celsius werden Amphibien mobil. Das milde Wetter der letzten Wochen hat bereits einige Tiere aus ihren Winterquartieren gelockt. In Schleswig-Holstein wurden schon in der ersten Hälfte des Februars die ersten Kammmolche und sogar Erdkröten beobachtet. Mittlerweile wurden in weiteren Landesteilen sogenannte „Frühwanderer“ auf dem Weg zu den Laichgewässern gesichtet.

„In der neuen Woche gibt der Frühling zunächst Vollgas. Bei 15 bis 20 Grad und viel Sonne legt dann auch die Natur richtig los“, erklärt Matthias Habel, Pressesprecher und Meteorologe bei WetterOnline. Mit weiterhin zweistelligen Temperaturen tagsüber bleiben die Bedingungen für die Krötenwanderung ideal. „Die Nächte aber werden bei Tiefstwerten um den Gefrierpunkt kalt“, schränkt Habel ein.

Krötenwanderung mit zahlreichen Gefahren bis Ende April

Bis spätestens Ende April wandern Kröten und Frösche jedes Jahr in die Gewässer, in denen sie selbst die Verwandlung von der Kaulquappe zum fertigen Tier durchgemacht haben, um ihre Eier abzulegen. Nach der Eiablage kehren sie wieder in den Wald oder in andere Gewässer zurück. Möglicherweise orientieren sie sich dabei am Magnetfeld der Erde. Im Sommer wandern fertig entwickelte Tiere wieder aus ihren Entstehungsgewässern aus.

Wenn die Amphibien nicht durch verschiedene Gefahren davon abgehalten werden, finden sie den Weg zu ihrem Teich stets wieder. Die größte Gefahr für die Amphibien geht vom Menschen aus. Die Wege der Kröten werden von Mauern, gerodeten Waldflächen, neuen Gartenanlagen und vor allem Straßen unterbrochen.

Wo die Tiere nicht weiterkommen, verenden sie. Auf der Straße werden sie zu Tausenden überfahren. „Durch die Bedrohungen auf ihren Wanderwegen schwindet nicht nur die Anzahl der Amphibien, sondern auch der Artenreichtum. Der genetische Austausch wird unterbunden. Alle 21 Arten unserer heimischen Amphibien stehen unter Naturschutz“, erläutert Matthias Habel.



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