Nach Flucht in die USA: Chinesische Familie feiert Falun Dafa Tag in Freiheit

Epoch Times26. Mai 2011 Aktualisiert: 26. Mai 2011 23:40

Eine Feier im Herzen von New York City.

Für Zhang Lianying und ihre Familie ist heute ein besonderer Tag.

[Zhang Lianying]:
„Ich bin wirklich aufgeregt. Seit Jahren habe ich mich danach gesehnt… diesen Tag in Freiheit zu feiern.“

Noch vor sechs Monaten lebte die Familie in Peking. Dort wurden Zhang und ihr Ehemann verfolgt, weil sie Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, praktizieren, dieselbe Meditationspraktik, die hier auf dem New Yorker Union Square am Welt Falun Dafa Tag gefeiert wird.

Zhang und Ehemann Niu Jinping praktizieren seit 1997 Falun Dafa. Obwohl die chinesischen Autoritäten seit 1999 eine gewaltsame Kampagne gegen Falun Dafa Praktizierende führen, praktizierten sie weiter. Dadurch wurden sie automatisch zu Staatsfeinden.

Jahrelang kamen sie wiederholt in Zwangsarbeitslager – und wurden dort gefoltert.

[Zhang Lianying]:
„Sie banden mich für 50 Tage am Stück an einen Stuhl. Ich konnte meine Arme nicht bewegen. Mein Hals war am Stuhl angebunden. Sie ließen mich in der heißen Sonne sitzen. An meinem ganzen Körper waren offene Wunden.“

Einmal wurde Lianying so schlimm geschlagen, dass ihr Gehirn zu bluten begann.

[Zhang Lianying]:
„Auch wenn ich fast zu Tode verfolgt wurde, dachte ich: ,Egal wie sie mich auch foltern, ich kann doch nicht aufgeben‘.“

2008, kurz vor den Olympischen Spielen in Peking, wurde das Ehepaar wieder festgenommen. Gekidnappt vor den Augen ihrer Tochter Qingqing – damals erst vier Jahre alt.

[Zhang Lianying]:
„Jemand schnappte mich von hinten und stülpte eine Kapuze über meinen Kopf. Sie zerrten mich Stufen hoch. Meine Tochter weinte und schrie nach mir. Sie waren sehr grausam.“

Ihr Ehemann wurde in ein Arbeitslager nach Peking gebracht, und sie in das berüchtigte Masanjia Frauenarbeitslager.

Ende letzten Jahres wurde sie entlassen. Qingqing ist jetzt sieben Jahre alt. Weniger als zwei Jahre davon konnte sie mit ihrer Mutter verbringen.

[Zhang Lianying]:
„Während der Ferien versteckte sie sich mitten in der Nacht im Badezimmer und weinte. Sie sagte zu ihrer Tante, dass sie Mama und Papa vermisst, und sie fragte sich, ob wir etwas Gutes zu Essen haben.“

Lianying and Jinping wünschten sich für ihre Tochter eine bessere Zukunft. Und flohen im Januar in die USA.

[Qingqing]:
„Sie können Mama nicht [mehr] einsperren. Sie können Papa nicht einsperren. Wir sind alle frei.“

Jetzt führen sie ein neues Leben. Wieder zusammen. Und sie können ihren Glauben an Falun Dafa frei ausüben.

[Shelley Zhang, Reporterin]:
„Aber jetzt in Amerika wollen sie mehr tun. Sie nutzen ihre Freiheit, um den Millionen anderen Familien zu helfen, die noch immer in China verfolgt werden.“

[Zhang Lianying]:
„Es werden immer noch so viele Menschen verfolgt, immer noch eingesperrt. Ihre Leben ist jederzeit in Gefahr. Darum möchte ich an alle gewissenhaften Menschen auf der Welt appellieren, zu helfen, dieses Böse zu beenden.“

Um das zu erreichen, spricht die Familie mit Reportern und Menschenrechtsgruppen, reist nach Washington und spricht mit Regierungsbeamten. Sie erzählen ihre Geschichte. Denn sie haben die Menschen, die sie zurücklassen mussten, nicht vergessen.

[Zhang Lianying]:
„Einige gute Freunde sind noch immer im Arbeitslager. Wang Li, die 1999 mit mir zusammen war, wurde zu 14 Jahren verurteilt. Jetzt möchte ich den Menschen erzählen, dass diese Verfolgung enden muss. So kann es nicht weitergehen.“

Die Flucht der Familie aus China war nicht einfach. Vor Kurzem hat die Polizei ihre Verwandten belästigt, obwohl diese nicht Falun Dafa praktizieren.

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Familie Zhang genießt ihren Neuanfang. Sie haben in den USA Asyl beantragt. Damit sie noch viele Tage verbringen können, wie diesen.

[Zhang Lianying]:
„In Amerika… fühle ich mich wirklich frei. In der Vergangenheit wusste ich nicht, wie Freiheit ist. Ich hatte das Wort gehört, kannte aber wirkliche Freiheit nicht.“

Eine Freiheit und Sicherheit, wie sie für viele in China noch unerreichbar ist.

Foto: NTD