In Tirol sei üblich, in Häusereingängen Fotos verstorbener Verwandter aufzuhängen, argumentierte eine Hotelbesitzerin.Foto: iStock

Wirbel um Wehrmachtsfoto: Deutscher Tourist muss Online-Kommentare über „Nazi-Opa“ löschen

Epoch Times7. September 2019 Aktualisiert: 7. September 2019 16:45
Das Foto eines Soldaten in Wehrmachtsuniform mit Hakenkreuz hat in einem Tiroler Hotel für Aufregung gesorgt. Ein deutscher Tourist bezeichnete den abgebildeten Mann als "Nazi-Opa".

Ein deutscher Tourist muss seine Kommentare über ein Wehrmachtsfoto in einem Hotel in Tirol auf den Portalen TripAdvisor und Booking.com löschen. Der Anwalt der Hotelbesitzerin gab diese Gerichtsentscheidung am Freitag bekannt. Seine Mandantin habe den Mann verklagt, weil seine Kommentare den Anschein erweckten, sie sympathisiere mit dem Nationalsozialismus.

Ein Gericht in Innsbruck hatte bereits im Juli entschieden, dass der Tourist seine „diffamierenden“ und „gegen das Gesetz verstoßenden“ Kommentare löschen müsse. Daraufhin hatte der Hotelgast die Entscheidung angefochten.

Der Mann hatte auf den Portalen den Kommentar „Foto des Nazi-Opas im Eingang“ hinterlassen, nachdem er in der Hotel-Lobby das Foto eines Soldaten in Wehrmachtsuniform mit Hakenkreuz gesehen hatte.

Über seine Buchungsnummer habe ihn die Hotelbesitzerin auf dem Hotelportal identifizieren können, sagte der Anwalt. Vor Gericht argumentierte sie, dass es in Tirol üblich sei, in Häusereingängen Fotos verstorbener Verwandter aufzuhängen. Das in der Lobby angebrachte Foto sei das einzige, das ihr von einem im Zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen bleibe. (afp/sua)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion