Seltsame Phänomene auf Hawaii – seit dem Ausbruch des Kilauea passieren merkwürdige Dinge

Epoch Times1. September 2018 Aktualisiert: 31. August 2018 9:04
Seit dem Ausbruch des Vulkan Kilauea passieren seltsame Dinge auf Hawaii. Aus eierförmigen Lavahaufen entstehen grüne Edelsteine, seltsame goldene Haare verteilen sich auf der Insel und magnetische Anomalien im Inneren des Vulkans lassen Piloten verzweifeln und Wissenschaftler hellhörig werden.

Der Kilauea auf Hawaii zieht weiterhin die Aufmerksamkeit von Experten und Medien auf sich. Der vor ungefähr vier Monaten ausgebrochene Schildvulkan hat die Bewohner der Insel mit sehr ungewöhnlichen Phänomenen in Erstaunen versetzt.

Eines davon verblüffte dank Social Media nicht nur die Einheimischen. Videos von massenhaft herumliegenden grünen Steinen wurden auf Facebook & Co tausendfach geteilt.

Die Entstehung von grünen Edelsteinen

Durch den Ausbruch des Vulkans wurden eierförmige Lavahaufen ausgestoßen, aus denen später grüne Edelsteine gewonnen werden konnten. Diese Edelsteine werden Olivine genannt und „entstehen sowohl in basischen als auch sauren magmatischen Gesteinen. Aufgrund des hohen Schmelzpunktes sind Olivine mit die ersten Minerale, die aus der Gesteinsschmelze auskristallisieren. Oftmals ist Olivin entstehungsbedingt auch in magmatischen Gesteinen wie Gabbro, Diabas, Melaphyr oder Basalt als gesteinsbildendes Mineral enthalten.“

Die Olivine auf Hawaii sind zwar nicht die reinsten oder die regelmäßigsten Kristalle, jedoch beeindruckt ihre schiere Zahl.

Die „goldenen Haare der Göttin Pele“

Ein weiteres Phänomen, was im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch steht, ist die Bildung von mineralischen Fäden. Diese „Pele-Haare“ genannten Fäden, stellen eine natürliche Variante der Mineralwolle dar. Sie entsteht, wenn Glasblasen auf der Oberfläche der Lava explodieren. Diese Masse kann sich dann zu langen Fäden entwickeln, die bis zu 2 Meter lang werden und eine Dicke von 0,5 Millimeter erreichen.

Durch ihre Farbe und Struktur erinnert die Mineralwolle an menschliche Haare. Die Einheimischen nennen sie daher auch Pele-Haar – benannt nach der Göttin des Feuers, die laut Mythologie im Kilauea lebt. Das Phänomen des goldenen Pele-Haares ist auch auf Island bekannt, dort heißt es jedoch „Nornahár“, was so viel wie Nornenhaar oder Hexenhaar bedeutet.

Magnetische Anomalie

Doch was die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist die magnetische Anomalie im Inneren des Vulkans. Die Kompassnadeln spielen verrückt und können die Richtung nicht mehr anzeigen.

Wissenschaftler scheinen den Ursprung der magnetischen Anomalie entdeckt zu haben. Sie gehen davon aus, dass es an dem Meer aus flüssigem Eisen liegt, welches sich unterhalb des Kilaueas befindet. Ein schwimmender „Magma-Magnet“ sozusagen. Experten gehen davon aus, dass sich vor ungefähr 78.000 Jahren das Magmatische Gestein abkühlte und sich zeitgleich das magnetische Feld der Erde umkehrte. Wodurch der magnetische Nordpol zum Südpol wurde und dass das „falsche“ Magnetfeld noch immer im Gestein gespeichert ist.

Das Magma, das unter dem Vulkan Kilauea fließt, wird ausgestoßen und erstarrt beim Austritt auf die Oberfläche. Dadurch können sich riesige Gesteinsklumpen bilden, die das lokale Magnetfeld stark beeinflussen.

Professor Bred Singer von der Universität Wisconsin, hat Lavaströme in Verbindung mit dem Erdmagnetfeld erforscht und ist der Auffassung: „Wenn die Lavaströme ausbrechen und abkühlen, erfasst das Erdmagnetfeld die damalige Erinnerung an das Magnetfeld und zeigt dir, wie der Magnetismus der Erde in einem bestimmten Moment war.“ Er fügte hinzu, dass Magnetfeldveränderungen in Perioden auftreten, in denen der Erdmagnetismus an Stärke verliert.

Singer sprach ebenfalls davon, dass es aktuelle Beweise gebe, die andeuten, dass wir uns jetzt einer dieser Übergangsstufen nähern.

Die Anomalien, die durch den Ausbruch des Vulkans verursacht wurden, rufen große Erwartungen in Wissenschaftskreisen hervor. Welche Überraschungen hat der Vulkan in der Zukunft noch für uns?

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