Carmeltazit wurde in Israel gefunden. Das Mineral ähnlich einem Saphir und ist bis zu 150-mal wertvoller als Diamanten. (Symbolbild)Foto: iStock

Wertvoller als Diamanten: Bergleute entdecken neues „außerirdisches“ Mineral in Israel

Epoch Times28. November 2019 Aktualisiert: 28. November 2019 18:44
Ein neues Mineral, bisher auf der Erde völlig unbekannt, wurde von Bergleuten in Israel entdeckt und offiziell anerkannt. "Carmeltazit" ähnelt Saphiren und dem außerirdischen Mineral Allendeit, ist dichter als Diamanten und vermutlich das teuerste Mineral der Erde.

Das israelische Bergbauunternehmen „Shefa Yamim“ entdeckte das neue Material im Zevulun-Tal im Norden Israels. Es soll in seiner Zusammensetzung stark an Saphir oder Rubin erinnern und wertvoller als Diamanten sein. Der CEO des Unternehmens, Abraham Taub, benannte den neuen Stein „Carmeltazit“ nach jenem Berg „Mount Carmel“, in dem er gefunden wurde.

Untersuchungen zeigen, dass Carmeltazit die drei Metalle Titan, Aluminium und Zirkonium enthält, seine chemische Formel lautet ZrAl2Ti4O11. Es wurde auch festgestellt, dass der neue Stein dem „außerirdischen“ Mineral Allendeit ähnelt. Allendeit war nur auf dem Allenden-Meteoriten zu finden. Dieser traf am 8. Februar 1969 die Erde. Dies machte die Entdeckung zu einem bedeutenden geologischen Ereignis.

Wie Saphir oder Rubin und wertvoller als Diamanten

Es gibt eine offizielle Liste neuer Mineralien, welche entdeckt und dokumentiert werden. Jedes Jahr werden bis zu 100 neue Arten hinzugefügt. Sie sind von der „International Mineralogical Association“ anerkannt und registriert. Die meisten dieser neuen Mineralien sind in Bezug auf Funkeln, Angebot und Marktwert eher unspektakulär.

Carmeltazit soll jedoch ein bemerkenswertes kommerzielles Potenzial besitzen und anderen Edelsteinen wie Saphiren ähneln. Dieses Mineral wird bekanntlich in der Schmuckindustrie verwendet. Shefa Yamim hat das Mineral bereits als „Carmel Sapphire“ (Karmel-Saphir) registrieren lassen.

Das Material soll zudem eine höhere Dichte als Diamant haben und ist weitaus seltener als der wertvolle Edelstein.

Seltenes Mineral 30 Kilometer unter der Erde

Laut dem Forbes Magazine vermutet man, dass sich die seltenen Steine ​​etwa 30 Kilometer unter der Erdoberfläche bildeten. Dies geschah in der Nähe der Stelle, an der die Kruste auf den Erdmantel trifft. Dort bildeten ein hoher Druck und Hitze teilweise geschmolzene Gesteine. Diese setzten Flüssigkeiten frei und reagierten, um neue Mineralien wie Carmeltazit zu bilden.

Solche Materialien könnten zusammen mit anderen Mineralien durch Vulkanschlote schnell an die Oberfläche ausgestoßen werden und Edelsteinvorkommen wie jene von Shefa Yamim im Zevulun-Tal erzeugen.

Das neue, kostbare Juwel wurde in schwarzer bis blaugrüner oder orange-brauner Farbe mit einem metallischen Glanz in Rissen und Spalten eines anderen Minerals namens Korund gefunden – ähnlich wie Saphir. Der bisher größte gefundene Stein wog 33,3 Karat.

Zevulun Tal als Brutstätte für Edelsteine

Die Bergbaugesellschaft arbeitet intensiv in der Gegend, hauptsächlich um nach Saphiren zu suchen. Plötzlich stieß man auf das unglaubliche neue Juwel. Das Zevulun-Tal war seit der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren für seine vulkanische Aktivität bekannt und beherbergt mindestens 14 verschiedene Vulkanschlote – Eine Brutstätte für verborgene Edelsteine.

Das spektakuläre neue Juwel hat sowohl wegen seiner Seltenheit als auch wegen seiner Neuheit international große Aufmerksamkeit erregt. Der geschliffene Stein kostet je nach Farbe 5.000 bis 7.000 Dollar – pro Karat. Obwohl sein außerirdischer Ursprung widerlegt ist, ist er damit 150-Mal teurer als (Industrie)-Diamanten. (cs)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion