Foto: screenshot / epochtimes

600 Millionen Euro für die Ukraine – aber wofür? + VIDEO

Epoch Times20. Juni 2015 Aktualisiert: 20. Juni 2015 16:29

Die EU überweist 600 Millionen Euro an die Ukraine. Die Mittel sind nicht zweckgebunden und Kiew kann sie frei einsetzen.

„Ich bin sehr froh, dass die Oberste Rada heute das dritte Paket der Finanzhilfe für die Ukraine über eine Gesamtsumme von 1,8 Milliarden Euro ratifiziert hat, und ich bin sicher, dass wir der Ukraine schon in wenigen Wochen die erste Tranche im Rahmen dieses Pakets in Höhe von 600 Millionen Euro gewähren werden können.“ Sagte der EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn.

Bei diesem Geld stellt sich nicht nur die Frage, ob es überhaupt noch zurückgezahlt werden kann, sondern auch, wofür die Mittel verwendet werden.

Aus den EU-Mitteln kann beispielsweise die staatliche ukrainische Eisenbahn unterstützt werden, die im Mai Insolvenz anmeldete. Bereits 2014 hatte die EU für die Eisenbahn 200 Millionen Euro zur Sanierung überwiesen.

Auch der Mauerbau zwischen der Ukraine und Russland könnte damit finanziert werden. "Der Elektrozaun mit Minen und Stacheldraht soll eine Länge von 2.000 Kilometern haben und rund 100 Millionen Euro kosten."

Originalberichte aus der Ukraine

Schaut man jedoch im ukrainischen Fernsehen genauer hin, so ist zu befürchten, dass damit ganz andere Dinge bezahlt werden. Der ukrainische Politiker Kortschinskij sagte dort:

"Wenn uns Territorien weggenommen wurden und wir sie nicht zurückerobern können, müssen sie unbewohnbar gemacht werden. Wenn sie nicht uns gehören, dann bekommt sie auch niemand."

Kortschinskij ist Politiker und Journalist sowie einer der Mitbegründer der rechtsradikalen Partei UNA-UNSO. Die UNA-UNSO besteht aus der "Ukrainischen Nationalversammlung" UNA, die im "Rechten Sektor" eingegliedert wurde und ihrem paramilitärischem Flügel, der "Ukrainischen Nationalen Selbstverteidigung" UNSO (Wikipedia).

Diese Aufnahmen aus dem ukrainischen TV wurden bei youtube hochgeladen und von Uncutnews.ch übersetzt bzw. zur Verfügung gestellt.

Damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann, bieten wir eine Abschrift des Videotextes an

Videotitel: Ukraine-TV: Konzentrationslager und Bombardierungen von Wohnbezirken gefordert
Veröffentlicht am: 17.06.2015
Situation: Die Sprecherin des Fernsehens im Gespräch mit dem Politiker der UNA-UNSO Dmitro Kortschinskij

"Die USA sind heute unsere Lehrer. Während des 2. Weltkrieges blieben in den USA alle demokratischen Institutionen erhalten, wie die Wahlen zum Beispiel.

Allerdings wurden einige Millionen US-Bürger in „spezielle Konzentrationslager" deportiert. Das waren die US-Bürger japanischer Herkunft, weil die potentielle Gefahr darstellten.

Die USA haben demokratische Normen eingehalten, auch der Humanismus in ihrem Land blieb erhalten.

Sie haben aber den Atomschlag gegen Japan durchgeführt, sie haben deutsche Städte ausbombardiert.

80 Prozent aller Gebäude in Deutschland wurden von anglo-amerikanischer Luftwaffe zerstört. Das war eine Doktrin, nach der Wohnbezirke zerstört werden mussten, um den Kampfgeist der deutschen Soldaten zu schwächen.

Die Freiheit in der Ukraine muss gefördert werden. Wir haben zur Zeit zu wenig Freiheit, brauchen sie mehr. In den Kampfgebieten und auf den besetzten Territorien müssen wir wie Amerikaner handeln.

Das heißt, wenn uns Territorien weggenommen wurden und wir sie nicht zurückerobern können, müssen sie unbewohnbar gemacht werden. Wenn sie nicht uns gehören, dann bekommt sie auch niemand."

Originalmitschrift von Dmitro Kortschinskij, Politiker der Ukraine

(ks)

Weitere Artikel: Gysi wirft GroKo in Ukraine-Krise Einseitigkeit in der Berichterstattung vor


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion