Gemüsestand in Idlib, Syrien. 30. Dezember 2016.Foto: OMAR HAJ KADOUR/AFP/Getty Images

Aktivisten: Neue Waffenruhe in Syrien wird weitgehend eingehalten

Epoch Times31. Dezember 2016 Aktualisiert: 31. Dezember 2016 19:16
Die Waffenruhe war von Russland und der Türkei ausgehandelt worden und in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Trotzdem war in einigen Landesteilen zunächst weiter gekämpft worden.

Die neue Waffenruhe in Syrien ist nach Angaben von Aktivisten am Samstag weitgehend eingehalten worden. In weiten Landesteilen sei es ruhig, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In einigen Regionen gab es demnach aber weiter Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Rebellen, vor allem in Wadi Barada in der Nähe der Hauptstadt Damaskus und in der Grenzstadt Daraa im Süden des Landes.

Die Waffenruhe war von Russland und der Türkei ausgehandelt worden und in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Trotzdem war in einigen Landesteilen zunächst weiter gekämpft worden. In Wadi Barada hatten Rebellen vergangene Woche die Wasserversorgung für Damaskus gekappt. Seitdem haben vier Millionen Bewohner der Hauptstadt kein fließendes Wasser mehr.

In der Region kämpft unter anderem die Fateh-al-Scham-Front, die früher Al-Nusra-Front hieß und mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet war. Nach Angaben der syrischen Regierung sind dschihadistische Milizen wie der Islamische Staat (IS) und die Fateh-al-Scham-Front von der Waffenruhe ausgenommen. Nach Ansicht der Opposition ist die Fateh-al-Scham-Front dagegen Teil der Vereinbarung.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netzwerk von Aktivisten in Syrien stützt und deren Angaben von unabhängiger Seite kaum überprüfbar sind, wurden bei den Gefechten am Freitag fünf Rebellenkämpfer und zwei Zivilisten getötet. Sie starben demnach in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta nahe Damaskus und in Wadi Barada, wo Hubschrauber der Regierungstruppen auf Stellungen der Rebellen feuerten. In der Provinz Hama flogen die Regierungstruppen demnach zudem mehrere Luftangriffe.  (afp)



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