Ashley Juddhat Klage gegen den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein eingereicht.Foto: Javier Rojas/dpa

Weinstein-Prozess: Ashley Judd erringt juristischen Etappensieg gegen einstigen Medien-Mogul

Epoch Times30. Juli 2020 Aktualisiert: 30. Juli 2020 13:48

Die US-Schauspielerin Ashley Judd hat mit ihrer Klage wegen sexueller Drangsalierung gegen den einstigen Hollywoodmogul Harvey Weinstein einen Etappensieg errungen. Ein Bundesberufungsgericht in San Francisco entschied am Mittwoch, dass die 52-Jährige ihre Klage weiterverfolgen kann. Die anderslautende Entscheidung einer untergeordneten Instanz wurde aufgehoben.

In der vorangegangenen Entscheidung hatte ein Richter in Los Angeles im Januar 2019 befunden, dass Judd sich nicht auf die für berufliche Beziehungen geltenden Gesetze gegen sexuelle Belästigung berufen dürfe, da sie keine Angestellte Weinsteins gewesen sei.

Das Berufungsgericht kam hingegen jetzt zu dem Schluss, dass Weinstein aufgrund seiner früheren beruflichen Stellung als einer der größten US-Filmproduzenten in der Lage gewesen sei, Druck auf Judd auszuüben. Der Bezug ihrer Klage auf die Gesetze gegen Drangsalierung in Arbeitsverhältnissen bewertete das Gericht deshalb als korrekt.

Judd war im Oktober 2017 eine der ersten Schauspielerinnen gewesen, die Weinstein öffentlich der sexuellen Vergehen beschuldigt hatten. Im April 2018 reichte sie Klage gegen ihn ein. Judd wirft Weinstein vor, ihre Filmkarriere beschädigt zu haben, weil sie seine sexuellen Annäherungsversuche zurückgewiesen habe.

Weinstein verbüßt bereits eine 23-jährige Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung, zu der er im März von einem Gericht in New York verurteilt worden war. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion