Der Gletscher in der Marmolada-Kette in den italienischen Alpen, von dem am Sonntag ein großes Stück abgebrochen ist.
Der Gletscher in der Marmolada-Kette in den italienischen Alpen, von dem am Sonntag ein großes Stück abgebrochen ist.Foto: Autonomous Province Of Trento/Autonomous Province Of Trento/AP/dpa

Italien: Zwei Deutsche bei Gletscherbruch schwer verletzt

Epoch Times4. Juli 2022 Aktualisiert: 4. Juli 2022 13:29

Bei dem Gletscherbruch in Italien sind nach neuen Angaben auch zwei Deutsche schwer verletzt worden. Die beiden Deutschen seien in ein Krankenhaus in Belluno eingeliefert worden, teilten die Gesundheitsbehörden der Region Venetien am Montag mit. Es handelt sich demnach um einen 67-Jährigen und eine 58-Jährige.

Der Mann wurde den Angaben zufolge intensivmedizinisch behandelt, die deutsche Frau stehe unter „intensiver Beobachtung“. Ob die beiden verletzten Deutschen überleben, sei ungewiss.

Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, dass nach derzeitigem Stand „zwei deutsche Staatsangehörige unter den Verletzten sind“. „Das Generalkonsulat in Mailand sowie unser Honorarkonsul in Bozen stehen mit den Behörden in engem Kontakt“, fügte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amtes, Christian Wagner, hinzu.

Zugleich hob er hervor, dass die Bergungsarbeiten noch andauerten und die Identifizierung bereits geborgener Todesopfer und Verletzter noch nicht abgeschlossen sei.

Am Sonntagnachmittag war ein Teil des Marmolata-Gletschers in den Dolomiten abgebrochen, so dass eine Lawine aus Schnee, Eis und Gestein niederging. Mindestens sechs Menschen starben, mindestens acht weitere wurden verletzt.

Der Marmolata-Gletscher ist der größte Gletscher in den Dolomiten und befindet sich auf der Nordseite der Marmolatagruppe, die in den Provinzen Trient und Belluno liegt. Die Eisplatte brach in der Nähe von Punta Rocca an der Aufstiegsroute zum Gipfel. Filmaufnahmen, die von einer nahegelegenen Berghütte gemacht wurden, zeigen mit Felsbrocken vermischte Schneemassen, die mit ohrenbetäubendem Lärm ins Tal herunterrasten.

Nachdem die Suche nach möglichen weiteren Verschütteten in der Nacht ausgesetzt worden war, wurde sie am Montag fortgesetzt. Zur Ortung möglicher Überlebender kamen Drohnen mit Wärmebildkameras zum Einsatz. (afp)



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