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Sie wollte es zum schweigen bringen

Baby mit Abflussreiniger getötet: 25 Jahre Haft

Eine ehemalige Kita-Betreuerin in Frankreich hat ein Baby getötet, indem sie ihm Abflussreiniger eingeflößt hat. Nun wurde sie zu 25 Jahren Haft verurteilt.

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Die Anwälte der Angeklagten Myriam Jaouen, Mailys Leduc und Julia Coppard sprechen am 2. April 2025 mit der Presse im Gerichtssaal von Lyon.

Foto: Olivier Chassignole/AFP via Getty Images

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Weil sie einem Baby Abflussreiniger eingeflößt und es so getötet hat, ist eine ehemalige Kita-Betreuerin in Frankreich zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Die 30-Jährige wurde der Folter mit Todesfolge schuldig gesprochen, wie das Gericht in Lyon am Donnerstag mitteilte. Die Angeklagte hatte während des Verfahrens die Tat gestanden. Sie wies aber den Vorwurf zurück, dass sie das elf Monate alte Mädchen habe töten wollen.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine 30-jährige Gefängnisstrafe wegen Mordes verlangt. Die Kita-Betreuerin habe „in vollem Bewusstsein“ gehandelt und „feige einem wehrlosen Kind das Leben genommen“, sagte Staatsanwalt Baptiste Godreau. Die Geschworenen folgten seiner Argumentation aber nicht.
„Ich war mir nicht bewusst, was geschah“, hatte die Angeklagte vor Gericht gesagt. „Ich kann es immer noch nicht glauben, was ich getan habe“, fügte sie hinzu und bat die Familie des Kindes um Verzeihung. Nach Ansicht der Ermittler war sie vom Weinen des Kindes überfordert gewesen und hatte es zum Schweigen bringen wollen.
Die ehemalige Leiterin der Kita hatte eingeräumt, bei der Einstellung der im Umgang mit Kindern wenig erfahrenen Frau einen Fehler begangen zu haben. Der Tod des kleinen Mädchens hatte in Frankreich einen Schock und eine Debatte über private Betreuungsangebote ausgelöst. (afp/tp)

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