Steve Bannon.Foto: JOEL SAGET/AFP/Getty Images

Bannon fordert die US-Regierung auf, „keine Spielchen mit der KP Chinas zu spielen“

Von 21. Juli 2020 Aktualisiert: 21. Juli 2020 16:48
William Barr, Justizminister der Vereinigten Staaten, forderte letzte Woche amerikanische Großkonzerne auf, sich dem Einfluss aus Peking zu widersetzen. Nun äußert sich Steve Bannon dazu und lobt die mutige Rede von Barr. „Es ist an der Zeit, mit dieser mörderischen Diktatur keine Spielchen mehr zu spielen“, sagte Bannon.

Der ehemalige Chefstratege des Weißen Hauses, Steve Bannon, sagte am Sonntag, es sei der Generalstaatsanwalt und US-Justizminister William Barr gewesen, der die amerikanischen Großunternehmen auf Peking aufmerksam gemacht habe – als er die Vereinigten Staaten dazu aufrief, „mit der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) keine Spielchen mehr zu spielen“.

Worte vom Generalstaatsanwalt „speziell gewählt“

Bannon sagte, Barr benutzte ausdrücklich die Worte „Kollaborateur“ und „Beschwichtigung“. Damit wollte er große Konzerne wie Hollywood und Tech-Firmen wegen „Kotau“ um des Profits willen vor Peking kritisieren.

„Diese Worte wurden vom Generalstaatsanwalt Barr speziell gewählt, um das [Agieren] der Konzerne in den Blickpunkt zu rücken“, sagte der ehemalige Stratege des Weißen Hauses bei einem Auftritt beim „Fox News“-Sender.

„Dann sprach er über die FARA“, sagte er zu Gastgeberin Maria Bartiromo. „Er sprach davon, dass ihr Lobbyisten und in Wirklichkeit nicht registrierte ausländische Agenten seid“. Die Abkürzung FARA steht für das Registrierungsgesetz für Auslandsvertreter der USA. Bannon bezog sich in seiner Antwort auf Barrs Bemerkungen vom 16. Juli.

Barr kritisierte Tech-Firmen und Hollywood für Kotau vor Peking

In einer Rede, die er am 16. Juli im Gerald R. Ford Präsidentenmuseum Grand Rapids in Michigan hielt, wies Barr auf die Heuchelei hin, die hinter Hollywoods Praxis der Selbstzensur steckt, um sich den Zugang zum größten Filmmarkt der Welt zu sichern.

„Jedes Jahr werden die Amerikaner bei der Verleihung der Academy Awards darüber belehrt, wie dieses Land hinter den Idealen Hollywoods in Bezug auf soziale Gerechtigkeit zurückbleibt“, sagte er. „Aber Hollywood zensiert jetzt regelmäßig seine eigenen Filme, um die Kommunistische Partei Chinas – den mächtigsten Menschenrechtsverletzer der Welt – zu beschwichtigen“, stellte der Justizminister klar.

Für ihn hätten es sich Hollywood und US-Tech-Firmen erlaubt, „zu Spielfiguren des chinesischen Einflusses zu werden … auf Kosten der Freiheit und Offenheit in den Vereinigten Staaten“. Amerikas Technik-Giganten hätten dem Regime auch beim Aufbau von Überwachungstechnologie geholfen und ihre Produkte zensiert, um im Gegenzug Zugang zum chinesischen Markt zu erhalten.

„Die VR China zu besänftigen, kann kurzfristig Belohnungen bringen“, fuhr Barr in einer Botschaft an US-Wirtschaftsführer fort. „Aber letztendlich ist es das Ziel der VR China, Sie zu ersetzen“, sagte der Generalstaatsanwalt.

USA sollen sich nicht mehr als „Bittsteller“ verhalten

Bannon schloss sich Barrs Verurteilung des chinesischen Regimes an und lobte den Generalstaatsanwalt für seine „großartige Rede“. Er forderte die Vereinigten Staaten auf, sich nicht länger als „Bittsteller“ in Bezug auf die Corona-Pandemie zu verhalten, welche landesweit den Tod von über 140.000 Menschen verursacht hat.

„Wir müssen ihnen [der KPC] sagen, entweder Sie geben jede Information heraus, Sie öffnen das Labor P4, Sie lassen Amerikaner und andere Wissenschaftler aus der ganzen Welt hineingehen und jeden interviewen, jedes Dokument bekommen oder wir schneiden Ihnen den Weg ab“, sagte Bannon.

„Wir schneiden Ihnen den Zugang zum US-Dollar ab. Wir werden Ihre Banken sanktionieren. Und wir werden die höchsten Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas, Wang Qishan und Xi, mit Sanktionen belegen“, stellte der ehemalige Berater klar.

„Es ist an der Zeit, mit dieser mörderischen Diktatur keine Spielchen mehr zu spielen“, fügte Bannon hinzu. „Sie haben gelogen. Und Amerikaner sind gestorben“, fügte Bannon hinzu.

Der Originalartikel erschien in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von sza)
Originalfassung: Bannon: AG Barr Put Corporate America On Notice About China


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