Rumäniens Präsident Traian Basescu präsentiert den offiziellen Report über die Verbrechen des Kommunismus in Rumänien. (Photo - DANIEL MIHAILESCU/AFP/Getty Images)

Basescu verurteilt Kommunismus in Rumänien

Von 18. Dezember 2006 Aktualisiert: 18. Dezember 2006 23:49
Bukarest untersucht Verbrechen – „Nürnberg des Kommunismus“

Der rumänische Präsident Traian Basescu hat heute in einer offiziellen Erklärung das rumänische kommunistische Regime als verbrecherisch verurteilt. Zu diesem Ergebnis kam eine von Basescu einberufene Untersuchungskommission, welche von dem Politologen Vladimir Tismaneanu geleitet wurde.

Als „Nürnberg des Kommunismus“ wird die Arbeit der Kommission bezeichnet, auf 600 Seiten werden die Gräueltaten des Regimes, von dessen Anfängen bis 1989, und die kriminelle Rolle des Geheimdiensts Securitate dargestellt. Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen 1944 und den gefälschten Wahlen von 1946 führte das Regime durch die Securitate, Zwangsenteignungen, Zensur, Terror und systematische Vernichtung der Intellektuellen und Andersdenkenden eine der grausamsten Diktaturen des Ostblocks aus.

Rund zwei Millionen Menschen sperrte das Regime laut dem Bericht rechtswidrig in Gefängnissen und Arbeitslagern ein. Ein Viertel davon starb, weitere 500.000 Menschen wurden Opfer von Verfolgung und Terror.

Tismaneanu betonte bereits bei seiner Ernennung zum Leiter der Kommission im April 2006, dass die Ergebnisse feststünden, denn es gehe um „himmelschreiende Wahrheiten“. Dennoch verlangte Basescu Beweise für die Gräueltaten. Für viele Rumänen grenzte das an Zynismus, denn die Verbrechen waren alltägliche Realität.

Rumänien ist nicht das erste Land dass öffentlich den Kommunismus verurteilt, in mehreren europäischen Ländern, wie etwa Estland, Litauen und Ungarn ist der Kommunismus verboten. Der Zerfall des Kommunismus ist in der Geschichte systematisch zu verfolgen, wie lange er noch einen Teil dieser Welt, wie z.B. China beherrschen kann, bleibt abzuwarten.



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