Jugendliche leiden am meisten unter Depressionen ausgelöst durch die Maßnahmen der Coronakrise.Foto: iStock

Corona-Krise: Depressionen oder Angstzustände bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu

Von 30. September 2021 Aktualisiert: 2. Oktober 2021 10:24
Eine gestern von der Hamburger Sozialbehörde vorgelegte Untersuchung zeigt: Rund ein Fünftel der befragten Kinder oder Jugendlichen während der Corona-Krise im Frühsommer 2020 depressive Symptome.

Kinder und Jugendliche leiden in besonderem Maße unter den Corona-Maßnahmen. „Datenerhebungen zeigen eine deutliche Zunahme von Depressionen oder Angstzuständen bei Kindern und Jugendlichen. Die Zahlen haben sich in Deutschland und einigen anderen Ländern verdoppelt, teilweise sogar verdreifacht“, berichtete Christopher Prinz vom OECD Berlin Center im Mai bei einer digitalen Diskussionsveranstaltung mit dem Titel “Psychische Gesundheit in der Pandemie – Junge Menschen unter Druck“.

Ähnliches zeigt eine Online-Befragung von über 1.000 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren, die die Hamburger Sozialbehörde in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg im Frühsommer vergangenen Jahres durchgeführt hat.

Insgesamt empfanden nahezu zwei Drittel der befragten Hamburger Kinder und Jugendlichen die Zeit während der Pandemie als belastend. Dabei zeigten sich Anzeichen für Depressivität und Ängstlichkeit bei Jugendlichen häufiger als bei den 11 bis 13 Jahre alten Kindern. Die wichtigsten Ergebnisse mit Blick auf die psychosoziale Situation geben Anlass zur Sorge:

  • Fast zwei Drittel der befragten Hamburger Kinder und Jugendlichen empfanden die Zeit während der Pandemie als belastend.
  • Rund ein Fünftel zeigte während der Coronapandemie im Frühsommer 2020 depressive Symptome.
  • Ein Viertel der befragten Kinder oder Jugendlichen war von Symptomen einer generalisierten Ängstlichkeit betroffen.

Während die große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen ihre Gesundheit als gut bis ausgezeichnet einstufte, zeigte sich ein Viertel der Befragten besorgt, dass sich Freundinnen/Freunde oder Familienangehörige mit dem Coronavirus infizieren könnten. Jeder zehnte junge Mensch fühlte sich gleich in vier Bereichen – nämlich Schule, Familie, Freunde und Corona-Sorgen – beeinträchtigt.

Politik muss Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen

„Häufig stehen vor allem die Sichtweisen der Erwachsenen im Mittelpunkt. In der Corona-Pandemie galt das im Besonderen“, kommentierte die Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, Melanie Leonhard, die Ergebnisse, „aber auch für Kinder und Jugendliche werden in einer Krisensituation wie den zurückliegenden Pandemie-Monaten Belastungsgrenzen überschritten.“

Ihre Forderung an die Gesellschaft und die Politik: „Für die Zukunft müssen wir uns vornehmen, ihre Interessen auch in politischen Entscheidungsprozessen noch zentraler zu berücksichtigen. Kurzfristig ist es für diese Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern wichtig, über die vielfältigen Beratungs- und Hilfsangebote Bescheid zu wissen und genau die Unterstützung zu erhalten, die sie benötigen.“

Wie die Analyse zeigt, spielt auch das elterliche Wohlbefinden und das soziale Umfeld eine wesentliche Rolle für die Lebensqualität und die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Eine deutliche Mehrheit sah Freunde und die Familie als die wichtigsten Kraftspender an, um gut durch die Krise zu kommen.

Die zuständige Senatorin bringt die Ergebnisse so auf den Punkt: „Auch wenn es sich nur um eine Momentaufnahme handelt, bleibt absehbar, dass für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte die Pandemie mit dem Absinken von Infektionszahlen noch nicht zurückliegt.“

Die Politik steht nicht nur in der Pflicht, spätestens jetzt die Corona-Maßnahmen zum angeblichen Schutz der Kinder und Jugendlichen, die Studien zufolge ohnehin nicht zu den gefährdeten Gruppen zählen, aufzuheben. Die Erhebung der Hamburger Sozialbehörde zeigt zudem die Notwendigkeit einer Familienpolitik, die darauf abzielt, das traditionelle Familienbild zu stärken.



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