Belarus lässt 32 mutmaßliche russische Söldner ausreisen

Epoch Times14. August 2020 Aktualisiert: 14. August 2020 22:02

Belarus hat 32 russische Staatsbürger, die Ende Juli als mutmaßliche Söldner festgenommen worden waren, nach Russland ausreisen lassen. Ein weiterer Mann, der neben der russischen auch die belarussische Staatsbürgerschaft besitze, befinde sich weiterhin in Belarus, teilte das Büro des Generalstaatsanwalts am Freitag in Moskau mit. Belarussische Behörden hatten die Männer wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl festgenommen und als russische Söldner bezeichnet.

Ihnen wurde vorgeworfen, gemeinsam mit belarussischen Oppositionellen das Land destabilisieren zu wollen. Nach Angaben der Behörden gehörten die Männer zu der berüchtigten russischen Söldnergruppe Wagner, die unter anderem auch in Syrien, Libyen und der Ukraine zum Einsatz kam. Der Kreml hatte erklärt, die Männer seien auf dem Weg in andere Länder gewesen.

Der seit 26 Jahren autoritär regierende Staatschef Alexander Lukaschenko war nach der Präsidentschaftswahl am Sonntag von den Behörden zum Sieger erklärt worden. Die Opposition spricht von Wahlbetrug, seit Tagen fordern zehntausende Demonstranten seinen Rücktritt. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Lukaschenko behauptete am Freitag, es seien Menschen aus Polen, der Ukraine und den Niederlanden nach Belarus gekommen, um die Protestbewegung zu organisieren. (afp/sua)

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