CIA-Direktor William Burns sagt während einer Anhörung des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses über weltweite Bedrohungen auf dem Capitol Hill in Washington, DC, am 15. April 2021 aus.Foto: DRAGO/POOL/AFP via Getty Images

Bericht: Treffen zwischen CIA-Direktor und Taliban-Mitbegründer

Epoch Times24. August 2021 Aktualisiert: 24. August 2021 16:10
Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA hat sich einem Medienbericht zufolge in Kabul mit einem Mitbegründer der Taliban getroffen.

Das geheime Treffen zwischen William Burns und Mullah Abdul Ghani Baradar habe am Montag stattgefunden, berichtete die „Washington Post“ am Dienstag unter Berufung auf US-Quellen. Ein CIA-Sprecher wollte den Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur AFP nicht bestätigen und erklärte, dass die Behörde „niemals“ Auskunft über die Reisen ihres Direktors gebe.

Sollten sich die Informationen der „Washington Post“ bewahrheiten, wäre es das bislang hochrangigste Treffen zwischen einem Vertreter der US-Regierung und den Taliban seit der Machtübernahme der Islamisten in Afghanistan. Burns ist einer der erfahrensten Diplomaten in der Regierung von US-Präsident Joe Biden und Baradar einer der führenden Köpfe bei den Taliban.

Über welche Inhalte die beiden gesprochen haben sollen, berichteten die Quellen nicht. Laut „Washington Post“ könnte es bei dem Treffen um eine Verzögerung der Frist für den endgültigen US-Truppenabzug aus Afghanistan gegangen sein. Die Evakuierungen von tausenden Menschen am Flughafen von Kabul laufen derzeit weiterhin unter Hochdruck.

US-Präsident Biden hält bislang am Abschluss des US-Truppenabzugs aus Afghanistan zum 31. August fest. Westliche Verbündete befürchten aber, dass bis dahin nicht alle Schutzbedürftigen aus Kabul ausgeflogen werden können.

Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland haben eine Verlängerung des Evakuierungseinsatzes befürwortet. Sie machen ihre Entscheidung jedoch von den USA abhängig, ohne die der Flughafen in Kabul nicht gesichert werden kann. Kurz vor dem Krisengipfel der G7 am Dienstag zeigten sich die Verbündeten der USA eher pessimistisch über eine Verlängerung der Rettungsflüge.

Die radikalislamischen Taliban hatten zuvor vor „Konsequenzen“ gewarnt, sollte der Evakuierungseinsatz verlängert werden. Das Datum 31. August sei „eine rote Linie“, sagte Taliban-Sprecher Suhail Schaheen dem britischen Fernsehsender Sky News. (afp)



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