Migranten im Mittelmeer.Foto: ANGELOS TZORTZINIS/Symbolbild/AFP/Getty Images

BKA-Lagebericht: Deutschland besonders von Schleuserkriminalität betroffen – Hauptziel der Migration

Epoch Times2. Dezember 2017 Aktualisiert: 2. Dezember 2017 8:55
"Als Hauptziel der Migration innerhalb der Europäischen Union (...) ist Deutschland in besonderem Maße von Schleusungskriminalität betroffen", heißt es in einem BKA-Papier.

Kriminelle Schleusernetzwerke greifen zunehmend auf gefährlichere Verstecke zurück und erzielen damit immer höhere finanzielle Gewinne.

Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Lagebericht des Bundeskriminalamtes (BKA) und der deutschen Bundespolizei zu Schleuserkriminalität hervor. „Als Hauptziel der Migration innerhalb der Europäischen Union (…) ist Deutschland in besonderem Maße von Schleusungskriminalität betroffen“, hieß es darin. Eine besondere Herausforderung sei außerdem die internationale Vernetzung krimineller Organisationen.

Auch wenn 2016 kein Fall von Schleusung mit Todesfolge registriert worden sei, wählten die Schlepper immer häufiger Verstecke mit gesundheits- oder sogar lebensgefährlichen Risiken, hieß es. In den Jahren 2013 und 2015 waren insgesamt drei solcher Fälle registriert worden, bei denen Flüchtlinge zu Tode kamen. Dass die Schleuser Menschenleben aufs Spiel setzen, ist laut Bericht ein klares Zeichen für deren „Skrupellosigkeit und Profitgier“.

Dennoch fiel die Schleuserkriminalität im Jahr 2015 dem BKA zufolge „verhältnismäßig gering“ aus. Ein Grund dafür seien die von staatlicher Seite eingerichteten „Fluchtkorridore“ durch Europa. Damals registrierten die Behörden rund 5400 Straftaten im Zusammenhang mit Schleusungen. Ein Jahr darauf sank die Anzahl der Fälle auf rund 3900 Fälle.

Da sich illegale Migration „nicht gänzlich verhindern“ lasse, kann laut BKA auch den Schleusern nicht vollständig das Handwerk gelegt werden. In Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan und Irak erwartet die Behörde keine „Befriedung und Stabilisierung der politischen und humanitären Lage sowie der weithin mangelhaften wirtschaftlichen Situation.“ Dementsprechend sei auch künftig mit hohem Migrationsdruck und damit einhergehender Schleuserkriminalität zu rechnen.

Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind derzeit rund 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Als Schleuser gilt, wer Menschen die Einreise in einen EU-Mitgliedstaat ermöglicht, in dem sich diese nicht legal aufhalten dürfen. (afp)



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